"Benchmarking in der Wasserversorgung des Freistaates Thüringen" – Abschluss eines wegweisenden Projektes
24.10.2005 - Im Zeitraum von Januar 2004 bis April 2005 hat die Fachhochschule Schmalkalden auf Initiative des Thüringer Ministeriums für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt das Vorhaben "Benchmarking in der Wasserversorgung des Freistaates Thüringen" durchgeführt. Vorrangiges Ziel war es, Verbesserungspotenziale bei Wasserversorgern unterschiedlicher Rechtsformen aufzuzeigen und damit einen wirksamen Beitrag zur Gebührenstabilität zu leisten. Unter den Bedingungen der schwierigen Haushaltssituation bei vielen Kommunen und beim Land sowie rückläufiger Fördermittel ist das Benchmarkingvorhaben auch als "Hilfe zur Selbsthilfe" zu verstehen.
Benchmarking ist ein in der Privatwirtschaft und für die Privatwirtschaft entwickeltes Verfahren des anonymen, vergleichenden Wettbewerbs. Es wurde nun in der Thüringer Wasserversorgung auf kommunale Aufgabenträger, kommunale Unternehmen sowie auf private Dienstleister angewendet.
"Die Wasserversorgung in Thüringen hat in den letzten 15 Jahren erhebliche Fortschritte erreicht und damit nunmehr einen Stand, der sich mit dem in den alten Bundesländern messen kann. In den meisten Thüringer Regionen erfolgt die Aufgabenwahrnehmung durch die Wasserversorger zuverlässig, qualitativ einwandfrei und serviceorientiert. Leider haben aber in den letzten Jahren einige wenige Problemfälle zu einer oftmals anderen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit geführt." Das sagte Prof. Christian C. Juckenack, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, heute anlässlich der Abschlussveranstaltung des Projektes. Ziel des Freistaates Thüringen ist es, bundesweite Standards schnell zu erreichen und landesweit vergleichbare Lebensverhältnisse zu gewährleisten. Deshalb wurde gemeinsam mit der Fachhochschule Schmalkalden Benchmarking auf freiwilliger und anonymer Basis durchgeführt. Diese Art Wettbewerb stärkt Wirtschaftlichkeit und Kundenorientiertheit bei gleichzeitig hoher Versorgungsqualität.
Zur freiwilligen Teilnahme haben sich 16 Thüringer Wasserversorger entschlossen, die gemeinsam knapp 40 % des Thüringer Wasserbedarfs abdecken. Das Benchmarking selbst erfolgte auf der Basis des bewährten Systems der International Water Association (IWA), welches erstmals von einer eigens aus den Teilnehmern gemeinsam mit der Fachhochschule gebildeten Projektgruppe unter Leitung von Prof. Dechant um Spezifika der neuen Bundesländer erweitert wurde. So wird gewährleistet, dass das Vorhaben der konkreten Situation in Thüringen gerecht wird.
Das Benchmarking wurde mit dem Gemeinde- und Städtebund, mit dem Bund der Steuerzahler, mit dem Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft, mit der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches sowie den Innenbehörden abgestimmt. Die Durchführung an einer Thüringer Hochschule erfolgte außerdem bewusst als Beitrag zur Stärkung des Hochschulstandortes Thüringen.
Hinweis für die Redaktionen:
Es liegt in der Natur von anonymen und freiwilligen Unternehmensvergleichen, dass keine Details veröffentlicht werden dürfen. Kernaussagen und zentrale Ergebnisse sind davon unberührt. Informationen zum Inhalt des heute vorgestellten Abschlussberichtes erteilt Prof. Dechant von der Fachhochschule Schmalkalden.
Katrin Trommer-HuckaufPressesprecherinBeethovenstraße 3 · 99096 ErfurtTel: (03 61) 37-99 930Fax: (03 61) 37-99 939E-Mail: pressestelle
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Quelle: MINISTERIUM FÜR LANDWIRTSCHAFT, NATURSCHUTZ UND UMWELT - THÜRINGEN / pressrelations.de
24.10.2005 - 18:01 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 395 X