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Tarifrunde in der Flugsicherung gescheitert – DFS ruft Schlichter an




Langen, 2. November 2005 - Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH hat in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch die Tarifrunde 2005 für gescheitert erklärt und ein Schiedsverfahren eingeleitet. Dies geschah vor dem Hintergrund, dass die Gewerkschaft der Flugsicherung e.V. (GdF e.V.) selbst ein drittes Angebot der DFS von 4,1 Prozent für das erste Jahr sowie zusätzlichen 1,2 Prozent und einer ergebnisbezogenen Einmalzahlung für ein weiteres Jahr Laufzeit, als nicht verhandelbar zurückwies.

Obwohl es sich dabei um das mit Abstand höchste Angebot eines deutschen Arbeitgebers seit langer Zeit handelte, beharrte die GdF auf ihrer Forderung nach einer linearen Erhöhung der Gehälter um 6,8 Prozent für ein Jahr. Dies bezeichnete die DFS als "unverantwortlich für das Unternehmen und die Luftverkehrswirtschaft", vor allem angesichts der Tatsache, dass die Fluglotsen der DFS mit einem Durchschnittseinkommen von 100.000 Euro im Jahr jetzt bereits zu den am besten verdienenden Tarifangestellten der Republik gehören.

Das Schiedsverfahren, auf das sich Arbeitgeber und Gewerkschaft vergangenes Jahr geeinigt hatten und das die DFS jetzt eingeleitet hat, bedeutet, dass in der Deutschen Flugsicherung auf absehbare Zeit absolute Friedenspflicht herrscht.

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit 5370 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Aufgabe ist die Durchführung, Bereitstellung und Entwicklung von Flugsicherungsdiensten.

Die Flugsicherung koordiniert täglich mehrere tausend Flugbewegungen, im Jahr mehr als 2,7 Millionen. Dafür betreibt sie in Langen bei Frankfurt eine der größten Kontrollzentralen Europas sowie vier weitere Radarkontrollzentralen in Berlin, Bremen, Karlsruhe und München. Außerdem ist die DFS in der Maastrichter EUROCONTROL-Zentrale, an den 17 internationalen Flughäfen Deutschlands und an den Regionalflughäfen Niederrhein und Altenburg-Nobitz durch Fluglotsen und anderes Fachpersonal vertreten. Neben dem Tagesgeschäft entwickelt die DFS Flugsicherungs-, Ortungs- und Navigationssysteme. Das Unternehmen sammelt alle flugrelevanten Daten und lässt sie in seine Produkte und Dienstleistungen, wie Luftfahrtkarten und Flugberatung einfließen. In seiner Akademie bildet das Unternehmen jährlich zahlreiche Nachwuchskräfte aus. Im Hinblick auf das Zusammenwachsen Europas engagiert sich die DFS in zukunftsweisenden europäischen Projekten wie z. B. einer gemeinsamen europäischen Flugdatenbank und einem Satellitensystem.

 

DFS Deutsche Flugsicherung GmbHClaudia SielaffUnternehmenskommunikationAm DFS-Campus 1063225 LangenTel.: 06103 707 4111Fax: 06103 707 4196email: dfs.de" target="_blank">claudia.sielaffdfs.de



Quelle: DFS - DEUTSCHE FLUGSICHERUNG / pressrelations.de

02.11.2005 - 18:01 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 422 X