EU-Führerschein
Verkehrsminister spart Autofahrern Millionen
ADAC begrüßt Nein von Stolpe zum Zwangsumtausch
28.06.2005 - Die von der EU geplante Umtauschpflicht für alle Führerscheine in Europa ist vorläufig vom Tisch. Der ADAC begrüßt diese Entscheidung, für die sich Bundes-Verkehrsminister Manfred Stolpe mit seinen Amtskollegen aus Frankreich, Dänemark, Polen und Österreich eingesetzt hat.
Nach den Vorstellungen der EU hätten nicht nur die alten Papierführerscheine umgetauscht werden müssen, sondern auch die bereits seit 1999 ausgegebenen e im Scheckkartenformat. Das hätte allein in Deutschland Kosten von rund 800 Millionen Euro verursacht. Da mit dem Zwangsumtausch auch eine zeitliche Befristung verbunden gewesen wäre, hätten die Autofahrer im Zehnjahresrhythmus noch weitere 170 Millionen für die Bürokratie aufwenden müssen.
Der ADAC hat sich auch deswegen gegen die EU-Pläne ausgesprochen, weil zu befürchten ist, dass der Umtauschpflicht verbunden mit einer Befristung auch die Pflicht zur regelmäßigen ärztlichen Untersuchung für alle Autofahrer folgen würde.
Derzeit existieren in der EU 110 verschiedene Führerscheinmuster. Da seit 1999 nur noch der einheitliche ausgegeben wird, ist schon in wenigen Jahren auch ohne Zwangsumtausch mit einer deutlichen Reduzierung dieser Zahl zu rechnen.
Rückfragen: Maximilian Maurer Tel.: 089/7676-26 32
Quelle: ADAC / pressrelations.de
29.06.2005 - 14:44 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 368 X

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