Laienschauspieler auf der professionellen Automotive-Bühne?
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Ferdinand Dudenhöffer betreibt eine permanente Verunsicherung von Verbrauchern, Herstellern und Handel
Langenhagen, 8. April 2008 – Professor Dudenhöffer ist nicht fern, wenn Deutschlands Medien über Auto-Themen berichten. Seine Masche ist dabei so genial wie einfach. Stellt irgendjemand eine These auf, ist der Professor von der FH Gelsenkirchen sogleich zur Stelle und wartet mit einer Gegenthese auf. Beispiel Biosprit: Die Hersteller geben an, dass rund 3,5 Millionen Autos nicht den neuen Biosprit tanken können. „Schon tritt der Direktor des Center Automotive Research auf den Plan und verkündet öffentlichkeitswirksam gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, nach seinen Berechnungen vertrügen nur etwa 500.000 Autos auf unseren Straßen keine Verdoppelung des Bioethanol-Anteils. Damit ist die Schlagzeile gesichert. Und keiner fragt mehr nach, um welche Berechnungen und Studien es sich denn genau handelt. Oder sind es vielleicht nur Behauptungen, um sich in dem hochkochenden Streit über den Biokraftstoff im Tank auf Kosten der deutschen Automobilhersteller zu profilieren?“, fragt Uwe Röhrig, Inhaber der Automobilberatung International Car Concept (ICC) http://www.icconcept.de in Langenhagen.
Und nun Volkswagen: Da verkündet der Wolfsburger Konzern, er wolle 8.500 neue Mitarbeiter einstellen. Wie bestellt kommt die Gegenthese aus dem Hause Dudenhöffer: In den nächsten fünf Jahren würden in der deutschen Autoindustrie 20.000 Arbeitsplätze abgebaut. Davon allein 7.000 bei VW. Dies belege eine von ihm erstellte Studie. Die Bemerkung von VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh spricht Bände: „Wir sind der Meinung, dass Herr Dudenhöffer nicht weiß, wovon er spricht“. Und auch der VW-Sprecher Andreas Meurer meint, an Dudenhöffers Studie „sie nicht viel dran“.
„An der deutschen Autoindustrie hängt zuviel dran an Arbeitsplätzen und wirtschaftlichem Wachstum, als dass sie zum Spielfeld von Selbstdarstellern genutzt werden sollte. Ich habe die Vermutung, dass es Herrn Dudenhöffer nicht um die Sache geht, sondern um die Vermarktung der eigenen Person. Nutzt der ‚PS-Professor’ etwa eine öffentlich-rechtliche Einrichtung wie die FH Gelsenkirchen dazu, um für sich selber Werbung zu machen? Wenn das so wäre, dann hielte ich das nicht für in Ordnung“, so Röhrig. „Auf jeden Fall gelingt es ihm exzellent, immer wieder Öl ins Feuer zu gießen und Hersteller und Handel nachhaltig zu verunsichern. Solche Kapriolen können wir uns ganz einfach nicht leisten. Gut, dass sich mit VW jetzt endlich mal ein namhafter Konzern kritisch mit den Studien und dem Vorgehen Dudenhöffers befasst, der bisweilen wie ein Laienschauspieler auf der professionellen Automotive-Bühne wirkt.“
Röhrig hält es für ein spannendes Unterfangen, sich einmal die so genannten „Studien“ Dudenhöffers, die auf dessen Website aufgelistet sind, auf die Richtigkeit und die Eintrittsrealisierung zu prüfen. „Mit Sicherheit kommt dabei ein erschreckendes Ergebnis heraus. Doch schon Konrad Adenauer wurde bekanntlich der Satz zugeschrieben: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.“
Es sei bedauerlich, dass sich Dudenhöffer fälschlicherweise als Autofachmann in den Medien etabliert habe und nun aus reiner Bequemlichkeit immer wieder kontaktiert werde. Zudem müsse Dudenhöffer in Zukunft noch klarer als bisher darlegen, wann er denn nun als Professor und im Auftrag der FH Gelsenkirchen auftrete und wann er die Interessen seiner privaten Consultingfirma B&D Forecast verfolge.
Weitere Informationen zum Unternehmen finden Sie unter www.icconcept.de.
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08.04.2008 - 0:00 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 177 X
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