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Kapazitäten im Umschlagterminal Leipzig-Wahren verdoppelt




Umschlagmodul erweitert und in Betrieb genommen / Rund drei Millionen Euro investiert

Leipzig, 28. Oktober 2005 - In nur fünf Monaten Bauzeit wurde das 2001 in Betrieb genommene Umschlagmodul in Leipzig-Wahren von 350 auf 700 Meter erweitert. Dazu wurden die vier vorhandenen Ladegleise, die Kranbahn sowie die Fahr-, Lade- und Abstellspuren verlängert. Die kompletten Bauarbeiten erfolgten dabei unter dem "Rollenden Rad", bei laufendem Umschlagbetrieb. Die Bahn investierte in die Erweiterung des Umschlagterminals rund 3 Millionen Euro.

"Damit leistet die Bahn im Wirtschaftsraum Halle/Leipzig einen wichtigen Beitrag für die Verzahnung der Verkehrsträger Schiene und Straße und entspricht der gestiegenen Nachfrage nach Umschlagkapazitäten", betonte Hans-Jürgen Lücking, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für den Freistaat Sachsen, bei der heutigen Inbetriebnahme dieser Ausbaustufe.

Nun können vier Züge mit einer Länge von jeweils 700 Metern von zwei Portalkränen gleichzeitig be- und entladen werden. In Leipzig-Wahren besteht die Möglichkeit, Container, Wechselbehälter und kranbare Sattelanhänger bis zu einem Gewicht von 41 Tonnen umzuschlagen. Die erweiterte Anlage hat eine Umschlagkapazität von rund 100.000 Ladeeinheiten im Jahr.

Leipzig-Wahren ist einer von bundesweit 25 Umschlagbahnhöfen im Netz der Deutschen Bahn AG. Die Erweiterung dieses Terminals wurde erforderlich, weil es durch das gewachsene Frachtaufkommen im Wirtschaftsraum Halle/Leipzig ausgelastet war. Betreiber ist die Bahn-Tochter Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene - Straße (DUSS) mbH. "Durch die Verdoppelung der Umschlagleistung bieten wir unseren Kunden nunmehr ein marktgerechtes, qualitativ hochwertiges Leistungsangebot im Kombinierten Verkehr an", erklärte Wolfgang Müller, Leiter des Geschäftsfeldes Zugbildungs- und -behandlungsanlagen bei der DB Netz AG sowie Geschäftsführer der DUSS.

Durch die modulare Bauweise des Terminals sind Erweiterungen bei steigender Nachfrage möglich. Besonders die Automobilhersteller und deren Zulieferer im benachbarten Güterverkehrszentrum (GVZ) Radefeld sowie Chemietransporte sorgten in der Vergangenheit für die steigenden Umschlagzahlen. Ende dieses Jahres, wenn das BMW-Werk seine volle Produktion aufnimmt, wird mit weiteren Zuwächsen gerechnet. "Spürbare Impulse für steigende Transportleistungen auf der Schiene erwarten wir mit der Ansiedlung weiterer Transport- und Logistikunternehmen sowie der Erweiterung des Flughafens Leipzig/Halle", so Lücking mit Blick auf die jüngsten Standortentscheidungen und Ansiedlungen im Norden von Leipzig.

Die Anbindung an das Gleisnetz der Deutschen Bahn erfolgt über die Strecke Halle (Saale) – Leipzig sowie den Leipziger Güterring. Straßen-seitig erreichen die LKW das Terminal über die Bundesautobahn A 14, die Bundesstraße B 6 sowie das Straßennetz des GVZ. Darüber hinaus verfügt das GVZ über einen Gleisanschluss für den konventionellen Wagenladungsverkehr.

Maßgebliche Faktoren für die Errichtung eines GVZ Leipzig/Halle (Saale) einschließlich eines Terminals für den Kombinierten Verkehrs am Standort Leipzig-Wahren/Lützschena/Radefeld waren neben den günstigen Bebauungsmöglichkeiten vor allem die vorteilhaften Anbindungen an den Schienenverkehr, die Autobahn und den Flughafen Leipzig/Halle. Durch die Lage des neuen Terminals am Rande der Messestadt und durch die Nähe zu Sachsen-Anhalt wurden die beiden Innenstädte von Leipzig und Halle (Saale) spürbar vom LKW-Verkehr entlastet.

Herausgeber: Deutsche Bahn AGKommunikation, Potsdamer Platz 2, 10785 BerlinVerantwortlich für den Inhalt: Werner W. Klingberg



Quelle: DEUTSCHE BAHN / pressrelations.de

29.10.2005 - 10:01 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 470 X

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