anzeige [x]

 Artikel online: 54.982
 Redakteure registriert: 2.669
 Gesamtreichweite (Artikelaufrufe): 10.459.325

"Ohne Ehrenamt ist kein Staat zu machen!"




Gemeinsam für das Ehrenamt die Präsidenten von BBK, THW, DFV und der Hilfsorganisationen diskutieren zukünftige Anforderungen

Bessere Rahmenbedingungen und mehr gesellschaftliche Anerkennung für das Ehrenamt, gehörte zu den Forderungen auf einer Diskussion der Präsidenten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), des Technischen Hilfswerks (THW), des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) und der Hilfsorganisationen anlässlich der INTERSCHUTZ 2005 in Hannover. Aber auch innerhalb der Organisationen müssen flexiblere Arbeitszeiten für ehrenamtliche Katastrophenschützer und eine Ausbildung, die einen Mehrwert auch für das private und berufliche Umfeld schaffen, vorangebracht werden. Das Ehrenamt bedarf gerade jetzt besonders nachhaltiger Aufmerksamkeit und Förderung: Demografische Entwicklung, wirtschaftliche Probleme vieler Unternehmen und ein möglicher Wegfall der Wehrpflicht stellen das ehrenamtliche Engagement im Bevölkerungsschutz in Frage.

Die Repräsentanten der Behörden und Organisationen waren sich einig, dass die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger, sich ehrenamtlich zu engagieren, gesteigert werden kann, wenn alle gemeinsam der modernen Gesellschaft angepasste Strukturen im Ehrenamt entwickeln. Die Ausbildung der Helferinnen und Helfer sollte diesen Gegebenheiten folgen: Neben der fachlichen Ausbildung sollten auch Management- oder betriebswirtschaftliche Elemente enthalten sein, die für den Einzelnen einen Mehrwert schaffen, weil Synergien zum privaten und beruflichen Umfeld hergestellt werden können. Die Vertreter der Hilfsorganisationen und Feuerwehren erwarten bei diesem Anpassungsprozess noch mehr Unterstützung durch die Politik.

Grundsätzlich wurde die Einrichtung des BBK bereits als wichtiger Schritt des Bundes zur Unterstützung der Interessen der Hilfsorganisationen betont. Christoph Unger, Präsident des BBK, führte aus, dass das Bundesamt als Partner der Hilfsorganisationen eine Plattform zur Auseinandersetzung mit dem wichtigen Thema "Ehrenamt" bietet. Die Vernetzung aller mit Ehrenamtlichen arbeitenden Organisationen sei ein Meilenstein auf dem Weg, die "Wertigkeit" des Ehrenamtes zu steigern. Den engagierten Helfern muss die Anerkennung für ihren Einsatz deutlich gezeigt werden; denkbar sei hierzu eine organisationsübergreifende Helfer-Karte für Helferinnen und Helfer im Zivil- und Katastrophenschutz zu schaffen oder ein anderes Bonussystem zu entwickeln. Erste Impulse in diese Richtung sind vom BBK bereits gesetzt worden und sollen in Zukunft gemeinsam konsequent weiter geführt werden.



Weitere Informationen unter www.bbk.bund.de .Claire HughesBundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)PressestelleDeutschherrenstraße 93 9553177 BonnFon: 01888-550-374Fax: 01888-550-444

10.06.2005 - 16:06 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 608 X