Müller: Nicht wegen Schönheitsideal mit der Gesundheit spielen
"Wenn SchönheitsOP, dann beim qualifizierten Facharzt"
Vor einem überstürzten Unters-Messer-Legen für ein übertriebenes Schönheitsideal hat Gesundheitsstaatssekretärin Emilia Müller heute gewarnt. "Wer sich nicht genau über Notwendigkeit, Risiken und Qualitätsanforderungen an den Operateur informiert, setzt nicht nur seine natürliche Schönheit, sondern gar seine Gesundheit aufs Spiel. Jeder Eingriff für mehr Schönheit, und sei es nur die harmlos klingende Fettabsaugung, bringt gesundheitliche Risiken mit sich", betonte Müller. "Besonders von marktschreierisch beworbenen Schnäppchen, womöglich bei einer Auslandsreise im Hinterzimmer, sollten die Finger gelassen werden." Die Gefahr an einen nicht ausreichend qualifizierten oder unerfahrenen Anbieter zu geraten, mindert, wer sich an einen Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie mit sechsjähriger Weiterbildungszeit wendet. Begriffe wie "Schönheitschirurg" oder ähnliche seien nicht geschützt. Weitere Orientierungshinweise finden Patienten unter www.gesundheit.bayern.de
Müller rief das Bundesgesundheitsministerium auf, die Werbebeschränkung für Schönheitsoperationen jetzt schnellstmöglich einzuführen. "Bayern hat bereits im Herbst 2004 einen entsprechenden Änderungsvorschlag gemacht. Wir müssen sicherstellen, dass nicht mit suggestiver Werbung immer mehr Jugendliche zu Schönheitsoperationen verführt und über die Risiken hinweggetäuscht werden", forderte die Staatssekretärin. Entsprechende Gesetzeslücken im Heilmittelwerbegesetz sollen rasch geschlossen werden.
Auf Antrag Bayerns wird sich auch die Gesundheitsministerkonferenz Ende Juni mit dem Thema befassen und sich für mehr Aufklärung und Information einsetzen.
Weitere Informationen: http://www.gesundheit.bayern.de © Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz - www.stmugv.bayern.de
10.06.2005 - 16:06 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 585 X
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