Müller: Verständlichere Beipackzettel - auch Patienten müssen mitwirken
Die Forderung nach verständlicheren Beipackzetteln unterstützt Bayerns Gesundheitsstaatssekretärin Emilia Müller und rief die Arzneimittelhersteller hier zur Kooperation mit den Verbraucherverbänden und Patientenorganisationen auf.
Die Forderung nach verständlicheren Beipackzetteln unterstützt Bayerns Gesundheitsstaatssekretärin Emilia Müller und rief die Arzneimittelhersteller hier zur Kooperation mit den Verbraucherverbänden und Patientenorganisationen auf. "Schon im ureigensten Interesse der Arzneimittelsicherheit sollten die Hersteller den Patienten-Vorschlägen für mehr Verständlichkeit und Lesbarkeit folgen, zumal auch das Arzneimittelgesetz allgemeinverständliche Gebrauchsinformationen fordert.
Da die Zulassungsbehörden bei der Gestaltung der Beipackzettel ein wichtiges Wort mit zu reden haben, muss das zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sich jetzt aktiver einbringen, die Patienten effektiver als bisher vor schwer verständlichen Informationen schützen", so Müller heute in München. Aber auch die Patienten müssen mitwirken. "So müssen medizinischen Rat suchende Patienten ihren Arzt oder Apotheker über alle Arzneimittel informieren, die sie einnehmen. Nur so kann der Arzt oder Apotheker mögliche Neben- oder Wechselwirkungen beurteilen", machte die Staatssekretärin deutlich.
Müller rief Patienten zudem dazu auf, Unklarheiten bezüglich der Einnahme von Arzneimitteln sofort mit dem Arzt oder Apotheker zu klären: "Wenn beim Lesen des Beipackzettels etwas unverständlich ist, sollte sich niemand scheuen, noch mal nachzufragen. Jedes Arzneimittel kann Nebenwirkungen haben. Der Patient muss darüber Bescheid wissen." Etwa 57.000 Patienten müssen jedes Jahr wegen unerwünschter Arzneimittelwirkungen im Krankenhaus behandelt werden. Zu unerwünschten Wirkungen eines Arzneimittels kommt es insbesondere, wenn dazu bestimmte weitere Arzneimittel oder Lebensmittel eingenommen werden, die zu Wechselwirkungen führen. Häufig werden auch Dosierungs- oder Einnahmehinweise nicht eingehalten.
Weitere Informationen: http://www.gesundheit.bayern.de © Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz - www.stmugv.bayern.de
Quelle: BAYERISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR UMWELT (STMUGV) / pressrelations.de
04.11.2005 - 18:02 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 73 X
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