SOLPRO Photovoltaik-Expertenkreis aus - Industrie und Forschung meldet Erfolge
Kostenreduzierende Technologieschritte finden Eingang in die Produktion
Deutschland nimmt weltweit eine Spitzenposition in der Entwicklung von innovativen Technologien für kristalline Silicium-Solarzellen ein. Initiiert und koordiniert von den Fraunhofer-Instituten für Produktionstechnologie IPT in Aachen und für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg hat sich der Expertenkreis SOLPRO etabliert. Das Konsortium setzt sich aus den genannten Instituten und insgesamt 13 Industrie-Partnern zusammen, dazu zählen Solarzellen- und Modulhersteller ebenso wie Anlagen- und Komponentenhersteller. SOLPRO verfolgt das Ziel, innovative Technologieansätze mit hohem Kostenreduktions- und Umsetzungspotenzial zu identifizieren und deren Umsetzung auf den Weg zu bringen. Die SOLPROProjektarbeit wird durch die Industriepartner und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit BMU gefördert.
Eine Vielzahl heute erfolgreich umgesetzter Entwicklungen wurden im SOLPRO-Expertenkreis initiiert und getestet. Beispiele dazu sind:
• Die Entwicklung des Kathodenzerstäubungsverfahrens zur Abscheidung der im Solarzellenprozess verwendeten Siliciumnitridbeschichtung. Die Verwendung des Verfahrens ergibt Vorteile hinsichtlich der notwendigen Gasinfrastruktur, der Gleichmäßigkeit der Schichten und der Hochskalierbarkeit der Prozesse.
• Die Verwendung von spiegelgesteuerten Festkörper-Lasern zur effizienten und schnellen elektrischen Isolation zwischen Vorder- und Rückseite der Solarzelle.
• Der Einsatz kontaminationsarmer Transportvorrichtungen in Hochtemperaturstrecken.Durch Gesetz müssen die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen ab 01.07.2005 wegen Einführung eines Sonderbeitrages 0,45 % höhere Beiträge bezahlen. Wegen der positiven Finanzergebnisse der Gesundheitsreform und zur Abfederung der zusätzlichen Belastung fordert die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, MdB, zu Recht Beitragssatzsenkungen von den Krankenkassen.
Nun will die IKK-Direkt, die über Vermögensreserven von annähernd zwei Monatsausgaben (ca. 19,6 Mio. EUR) verfügt, ihren Beitragssatz auf 11,8 % senken und darf das nicht.
"Diese Verweigerungshaltung des BVA ist nicht nur rechtswidrig, sondern belastet auch die Beitragszahler in unerträglicher Art und Weise", so Carsten Jung, Vorsitzender des Verwaltungsrates der IKK-Direkt.
"Uns drängt sich der Eindruck auf, dass das Amt über die Grenzen der Rechtsaufsicht hinaus Beitragssatzregulierungspolitik betreibt", so Ralf Hermes, Vorstand der IKK-Direkt.
Das wäre ein unzulässiger Eingriff in die Finanzhoheit des Verwaltungsrates und eine verbotene Einmischung in den Wettbewerb der Krankenkassen.
Nun hoffen die Beitragszahler der IKK-Direkt, dass die Bundesregierung das BVA auffordert, die Senkung der Beiträge zu genehmigen.
Im übrigen ist die Blockadepolitik des BVA nicht neu. Bereits in 2004 lehnte das Amt eine Senkung von 12,9 % auf 11,9 % mit der Begründung von Finanzrisiken ab. Wie inzwischen sicher ist, lag das Amt auch in 2004 falsch. Die Kasse wäre mit 11,2 % ausgekommen, mußte aber wegen der Intervention des BVA 12,9 % erheben. Dies war sicher ein guter Beitrag zur Senkung der Lohnnebenkosten in Deutschland.
"Sollte das Amt nicht einlenken, werden wir durch Sozialgerichtsbeschluss versuchen, die Beiträge zu senken", so Ralf Hermes, Vorstand der IKK-Direkt.
Der SOLPRO-Expertenkreis arbeitet mit einer bewährten Methodik. Jährlich finden zwei Tagungen statt, in denen die aktuellen Trends in Forschung und Entwicklung vor dem Hintergrund des PV-Marktes präsentiert und mit den Projektpartnern diskutiert werden. Hier werden drei Themen ausgewählt, für die Projektteams aus den jeweiligen Know-how- Trägern gebildet werden. Für das folgende Halbjahr werden die Themenfelder mittels Recherchen, Experimenten, Simulationen und Kostenanalysen untersucht, um abschließend eine fundierte Bewertung der betrachteten Technologien vornehmen zu können. Die Ergebnisse bilden dann den Ausgangspunkt für aufbauende Entwicklungsprojekte.
Diesen in der Photovoltaik-F&E einzigartige SOLPRO-Ansatz haben die Fraunhofer-Institute 1997 vor dem Hintergrund des Rückzugs der Solarzellenhersteller vom Standort Deutschland vorgeschlagen. Bereits damals beteiligten sich zwölf Unternehmen aus dem Bereich Anlagen- und Komponentenherstellung. Mit der vom Bundesministerium für Wirtschaft unterstützten Verlängerung des SOLPRO-Projekts kamen 1999 Solarzellen- und Modulhersteller zum Expertenkreis hinzu.
Zuletzt traf sich der SOLPRO-Expertenkreis im April beim Fraunhofer ISE in Freiburg zum halbjährlichen Expertentreffen. Im Anschluss wurden in einem Forum mit mehr als 50 interessierten Vertretern der PV-Szene der SOLPRO-Expertenkreis und Ergebnisse der Forschungs- und Entwicklungsarbeit vorgestellt. Die SOLPRO-Partner beabsichtigen den Expertenkreis über das Ende der aktuellen Laufzeit Ende 2005 hinaus fortzusetzen.
Informationsmaterial:Fraunhofer ISE, Presse und Public RelationsTel.: +49 (0) 7 61/45 88-51 50Fax: +49 (0) 7 61/45 88-03 42E-Mail: info
ise.fraunhofer.de
Ansprechpartner für weitere InformationenProjektleiter:Dr. Ralf Preu, Fraunhofer ISETel.:+49 (0) 7 61/45 88-52 60Fax:+49 (0) 7 61/45 88-92 50E-Mail: Ralf.Preu
ise.fraunhofer.de Dipl.-Ing. Dipl.-Wirt. Ing. Sascha Klappert, Fraunhofer IPTTel.: +49 (0) 2 41/89 04-1 64E-Mail: Sascha.Klappert
ipt.fraunhofer.de
10.06.2005 - 16:06 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 2420 X
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