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Müller: Menschliches Leben erlaubt keine ethischen Grauzonen




Die Präimplantationsdiagnostik (PID) darf keinesfalls zur Schaffung von Designer-Babys oder zur Geschlechtswahl benutzt werden. Diese nachdrückliche Forderung erhob Gesundheits-Staatssekretärin Emilia Müller heute in München.

München, 09. November 2005 - Die Präimplantationsdiagnostik (PID) darf keinesfalls zur Schaffung von Designer-Babys oder zur Geschlechtswahl benutzt werden. Diese nachdrückliche Forderung erhob Gesundheits-Staatssekretärin Emilia Müller heute in München. Müller: "Nicht alles, was machbar ist, ist ethisch auch vertretbar. Zur Menschenwürde gehört die Unverwechselbarkeit des menschlichen Lebens, dessen Geschlecht die Natur bestimmt. Es ist unethisch, in diesen natürlichen Prozess einzugreifen." Nach den Worten Müllers sind mittlerweile Designer-Babys keine Orwellschen Fantasien mehr, sondern harte Wirklichkeit. In den USA werde PID bereits zur Geschlechtswahl genutzt. Die Nutzung der PID zur Geschlechterauswahl lehnt Müller ebenso wie die Bioethik-Kommission der Bayerischen Staatsregierung entschieden ab.

In Deutschland wird ein Verbot der PID vom Embryonenschutzgesetz abgeleitet. "Es ist besonders wichtig, dass auch die ""Zeugung im Reagenzglas"" (In-Vitro-Fertilisation) endlich auf klare gesetzliche Grundlagen gestellt wird", so Müller. In anderen europäischen Ländern wie beispielsweise Belgien, den Niederlanden, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Dänemark und Schweden ist PID erlaubt. Im Zeitalter der Globalisierung reicht es nicht aus, rechts- und bioethische Debatten nur auf Deutschland zu beschränken; nötig sei vielmehr eine europaweite, beziehungsweise sogar weltweite Regelung. Es könne nicht sein, so Müller weiter, dass das Land mit der ""liberalsten"" gesetzlichen PID-Regelung zum Mekka für Designerbabys werde: "In Bezug auf menschliches Leben darf es keine ethischen Grauzonen geben", so Müller.

Weitere Informationen: http://www.gesundheit.bayern.de

Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz - www.stmugv.bayern.de



Quelle: BAYERISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR UMWELT (STMUGV) / pressrelations.de

10.11.2005 - 10:02 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 106 X