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PET vor dem Durchbruch in der ambulanten Versorgung


Meilenstein für die Diagnostik krebskranker Menschen

30.03.2006 Die Selbstverwaltung schwenkt offensichtlich auf PET-Kurs um. Diese Schlussfolgerung zumindest legen Äußerungen anlässlich des jüngsten Petersberger Gesprächs nahe: Unter Leitung des Gesundheitsökonomen Prof. Peter Oberender, Universität Bayreuth, diskutierten unter anderen Dr. Rainer Hess, Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), Dr. Hans Jürgen Ahrens, Vorstandsvorsitzender des AOK Bundesverbandes, Prof. Dr.Dirk Kaiser, Ärztlicher Direktor des HELIOS Klinikum „Emil von Behring“ Berlin und Prof. Wolfgang Mohnike, Vorsitzender des PET e.V. den Einsatz der Positronen-Emissions-Tomographie (PET). Referenzindikation war das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom.

Die Teilnehmer waren sich grundsätzlich einig: Die PET-Diagnostik müsse sowohl in der ambulanten als auch in der stationären Versorgung für Krebspatienten zum Einsatz kommen. So liegt dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) denn auch seit Januar 2006 ein Antrag auf PET-Erstattung für den ambulanten Bereich vor. Antragsteller ist die Kassenärztliche Bundesvereinigung. Fachkreise sehen darin den entscheidenden Durchbruch der PET-Diagnostik nach Jahren der Verzögerung.

Ende letzten Jahres hat der G-BA erstmals ein positives Votum für die PET-Diagnostik beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom abgegeben – aber zunächst beschränkt auf die stationäre Versorgung. Dass diese Einschränkung nicht lange Bestand haben konnte, lag für die medizinische Fachwelt auf der Hand. Dr. Andreas Köhler, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung: „PET/CT bildet (…) eine klare ambulante Leistung, daher möchte die Kassenärztliche Bundesvereinigung auch mit dem Antrag an den G-BA geklärt wissen, wie die Zukunft für die ambulante Diagnostik aussehen wird.“ Prof. Mohnike, Präsident des PET e.V., sieht sich in seiner langjährigen Überzeugungsarbeit bestätigt: „Krebspatienten haben keine Zeit. Deshalb freue ich mich, dass diese zukunftsweisende Methode der Krebs-Diagnostik auch den GKV-versicherten Patienten zugänglich gemacht wird.“

Die PET-Diagnostik wird zunächst noch – so will es das Gesetz – auf seine medizinische Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit im Vergleich zu anderen Verfahren überprüft. Seitens der Krankenkassen wird auf ein Grundproblem hingewiesen: „Wir müssen in der GKV moderne Medizintechnologie einführen. Es muss jedoch auch sichergestellt werden, dass alte Technologien, die nicht mehr notwendig sind, auch entfernt werden können“, so Hans-Jürgen Ahrens.

Mit dem Antrag beim G-BA sei ein wesentlicher Schritt dafür getan, dass sich das diagnostische Prinzip der Positronen-Emissions-Tomographie nun endlich auch in Deutschland durchsetzen werde, so Prof. Mohnike. Positive Studienergebnisse für weitere Indikationen wie z.B. das Kolorektalkarzinom oder das Lymphom lägen bereits vor, die Entwicklung neuer Tracer schreite voran, und PET werde inzwischen äußerst erfolgreich mit der Computer-Tomographie gekoppelt. PET sei geeignet, einen Meilenstein für die Primärdiagnostik und die Therapieplanung bei zahlreichen Krebserkrankungen zu setzen.

Vollständiges Protokoll und weitere Infos unter: www.berlin-diagnostik.de


Sandra Will
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Quelle: Ipse Communication / pressbot.net

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31.03.2006 - 0:00 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 170 X

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