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Erstes deutsches Handbuch zur Krebsdiagnostik mit PET/CT erschienen


Berlin, 04.05.2006 Endlich steht auch der deutschen Fachwelt ein anwenderorientiertes Handbuch zur PET/CT-Diagnostik zur Verfügung: Der „PET/CT-Atlas. Ein interdisziplinärer Leitfaden der onkologischen PET/CT-Diagnostik“. Herausgeber sind Prof. Dr. Wolfgang Mohnike, Leiter des führenden ambulanten, deutschen Diagnosezentrums in Berlin, sowie Prof. Dr. Gustav Hör, em. Direktor der Klinik für Nuklearmedizin und des Zentrums der Radiologie der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt. Der PET/CT-Atlas bezieht die Befunde von mehr als 2.000 Patienten sowie die Literatur aus Europa, USA und Asien ein.
Das Buch wendet sich vorwiegend an Radiologen, Onkologen, Gynäkologen u. a., die sich in die Diagnostik des innovativen Bildgebungsverfahrens PET/CT hineinfinden wollen. Auf 500 Seiten werden wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Beispielen kombiniert. Zahlreiche Abbildungen veranschaulichen die Befunde der Krebspatienten. Der PET/CT-Atlas stellt dar, dass PET/CT in der Lage ist, die Therapiesteuerung entscheidend zu optimieren. Die enthaltenen Studien belegen, dass mit dieser Diagnosemethode die Therapie, wie z. B. die Tumorchirurgie, die Strahlentherapieplanung und die Chemotherapie individualisiert und damit effektiver gestaltet werden können.
Die Autoren hoffen, den Fachkreisen die noch immer zu wenig genutzte, leistungsfähige PET-Diagnostik nahe zu bringen. Denn was in Europa und den USA längst zum Standard gehört, ist in Deutschland immer noch von der Erstattung durch die Gesetzliche Krankenversicherung ausgeschlossen.

Siehe auch: www.berlin-diagnostik.de

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Die PET und die PET(-CT) sind innovative Diagnoseverfahren, die die Leistungsfähigkeit der Diagnose in der Neurologie, Kardiologie und vor allem in der Onkologie deutlich erweitern. Die PET (Positronen-Emissions-Tomographie) erkennt das Krebsgewebe aufgrund eines gesteigerten Stoffwechsels der kranken Zellen. Die CT (Computer-Tomographie) zeichnet eine genaue anatomische 3D-Landkarte des Körpers. Durch die Kombination beider bildgebenden Verfahren kann der Tumor präzise lokalisiert werden. PET/CT erspart dem Patienten einen beschwerlichen Diagnosemarathon und Operationen auf Verdacht. Diagnostische Lücken können vermieden und Therapien durch ein schnelles und klares Bild der Krankheit optimiert werden.
Auch der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Unverzichtbarkeit der PET/CT-Diagnostik erkannt: Die PET wurde für die Diagnostik des nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms (Lungenkrebs) erstmals positiv beurteilt - allerdings noch beschränkt auf die stationäre Versorgung. Ein Antrag auf Kostenübernahme durch die Gesetzliche Krankenversicherung in der ambulanten Versorgung wird seit Februar 2006 geprüft. Die Kostenvorteile für die Krankenversicherung sprechen eindeutig für die stationäre und ambulante PET-Diagnostik. Im internationalen Vergleich bildet Deutschland trotz der jüngsten Entwicklungen immer noch das Schlusslicht: Die sozialen Gesundheitssysteme der europäischen Länder und der USA erstatten diese Untersuchungsmethode seit langem.



Quelle: Ipse Communication / pressbot.net

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04.05.2006 - 10:33 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 318 X