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Verwirrende Pillenvielfalt


Sieben bis acht Pillen nehmen über 75-Jährige täglich im Durchschnitt ein. Diese Zahl nennt die Gmünder Ersatzkasse in ihrem GEK-Arzneimittelreport 2005. Das sind zu viele, um die Wechselwirkungen der Präparate untereinander noch überschauen zu können. Der Mediziner sollte Prioritäten setzen, fordert Privatdozent Dr. Klaus Köppel, Direktor der Klinik für innere Medizin und Geriatrie am Berliner Wenckebach-Klinikum in der Apotheken Umschau. Beim alten Menschen sind die meisten physiologischen Kapazitäten etwa auf die Hälfte reduziert, erklärt Köppel. Deshalb solle der Arzt auch nichtmedikamentöse Behandlungsansätze erwägen und nur wirklich notwendige Arzneien verordnen, möglichst nicht mehr als vier. Ein Problem sind nicht rezeptpflichtige Medikamente, die sich mancher Senior noch selbst verordnet. Das sollte jedoch nie ohne Wissen des Arztes geschehen, da sie die Wirkung anderer Mittel ebenfalls beeinflussen können. Auch Apotheker wissen, ob die insgesamt eingenommenen Medikamente zueinander passen. Sie bieten sich zunehmend als Hausapotheke an, die für den Patienten den Überblick bewahrt und gegebenenfalls vor problematischen Kombinationen warnt.



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22.06.2006 - 18:03 Quelle: pressetext.de | Gelesen: 99 X

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