Krebsforscher Dr. Johannes Coy zum Leiter Tumorbiologie ernannt
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Seit Ende Juni ist der renommierte Tumorbiologe Dr. rer. nat. Johannes Friedrich Coy aus Darmstadt ehrenamtlich als Leiter der Tumorbiologie für die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Aachen tätig, gibt heute die Diplom Ernährungswissenschaftlerin und stellvertretende Geschäftsführerin der Gesellschaft Irina Baumbach bekannt. Das Ziel der Zusammenarbeit ist, das Profil der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in der Tumorbiologie zu schärfen und aktuelle Erkenntnisse der Krebsbehandlung einer breiten Publikumsschicht zugänglich zu machen. Schon die Vorträge von Johannes Coy zum dritten Internationalen Diätetik Kongress am 17. und 18. Juni 2006 haben deutlich gezeigt, dass die Tumorbiologie eine enge Verknüpfung mit ernährungstherapeutischen Maßnahmen hat. Demnach kann eine fett- und proteinangereicherte, aber kohlenhydratarme Kost das Wachstum und die Metastasierung bestimmter Krebsformen hemmen. Am 15. Dezember 1963 in Otzheim als Sohn eines Schreinermeisters geboren, studierte Johannes Coy nach seinem Wehrdienst Biologie an der Universität Tübingen. Schon seine Diplomarbeit über die Kartierung eines Tumorsuppressorgens schrieb der junge Wissenschaftler am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg. Anschließend konzentrierte er sich während seiner Promotion am DKFZ auf die Identifikation von Genen. Die eigens dazu entwickelte Methode stammt von ihm (1). Am 27. August 1996 erhielt er für seine Dissertation „Identifizierung und Klonierung gewebespezifisch exprimierter Sequenzen der Bande q28 des menschlichen X-Chromosoms“ die Auszeichnung „summa cum laude“. Durch die systematische Analyse einer Vielzahl von Genen deckte er wichtige molekulargenetische Mechanismen, unter anderem das RETT-Syndrom, die Muskelschwäche Myotubuläre Myopathie, die Entstehung von Hirntumoren oder auch die Entwicklung der Axone des menschlichen Gehirns betreffend, auf. Bereits 1995 entdeckte er das Enzym Transketolase-like 1 (TKTL1), das einen veränderten Stoffwechsel in der Krebszelle ermöglichen soll. Doktor Coy identifizierte einen Transketolase-abhängigen Zuckerstoffwechsel als entscheidenden Grund für die Metastasierung von Tumoren (2, 3). Johannes Coy hat ein Konzept für eine Ernährungstherapie bei bestimmten Krebserkrankungen entwickelt. Die Ernährungswissenschaftler der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. freuen sich auf eine gute und intensive Zusammenarbeit mit Dr. Johannes F. Coy, erklärt Irina Baumbach abschließend. Am 7. und 8. Oktober 2006 findet der vierte Internationale Diätetik Kongress in Aachen statt. Zu den Schwerpunktthemen rheumatische Erkrankungen, Osteoporose, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien sowie sekundäre Pflanzenstoffe referieren 21 Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
1.Lawrence, B.J., Schwabe, W., Kioschis, P., Coy, J.F., Poustka, A., Brennan, M.B.,Hochgeschwender U. (1994). Rapid identification of gene sequences for transcriptional map assembly by direct cDNA screening of genomic reference libraries. Hum. Mol. Genet. 3: 2019-2023#
2.Coy, J.F., Dressler, D., Wilde, D., Schubert, P. (2005). Mutations in the transketolase-like gene TKTL1: clinical implications for neurodegenerative diseases, diabetes and cancer. Clin Lab 51: 257 – 273.
3.Langbein, S., Zerilli, M., zur Hausen, A., Staiger, W., Rensch-Boschert, K., Lukan, N., Popa, P., Ternullo, MP., Steidler, A., Weiss, C., Grobholz, R., Willeke, F., Alken, P., Stassi, G., Schubert, P., Coy, J.F. Expression of transketolase TKTL1 predicts colon and urothelial cancer patient survival: Warburg effect reinterpreted. Br. J. Cancer, in press.
Quelle: Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. / pressbot.net
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14.07.2006 - 0:00 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 197 X
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