Milchzahn Schneidi soll für gesunde Kinderzähne sorgen / Allgäuer Erfinder arbeitet an interaktivem Computerspiel für Kinder
Von Alexander Hauk
Sonthofen (aha). Mit einem patentierten, interaktivem Computerspiel will ein Tüftler aus dem Allgäu (Deutschland) für gesunde Kinderzähne sorgen. Dazu will Erfinder Matthias Gerhards aus Sonthofen im Oberallgäu eine Zahnbürste an eine Spielkonsole mit Bildschirm anschließen. Ein Zahn auf dem Bildschirm soll Kinder mit akustischen und visuellen Signalen zum Zähneputzen auffordern. „Ähnlich einem Tamagotchi reagiert der Computer-Zahn auf die Zahnpflege“, sagt Gerhards. Nur wer die Zähne gründlich reinigt, kann sich über einen „glücklichen“ Zahn freuen. Gleichzeitig können Eltern die Zahnpflege ihrer Sprösslinge verfolgen und auswerten – Dauer und Intensität soll das Programm speichern können.
Held des Computerspiels ist „Schneidi, der kleine Milchzahn“, ein kleiner, lachender Zahn mit großen Augen, einer Knollennase, roter Latzhose und blauen Schuhen. Auch den anderen Milchzähnen in einem Kindermund hat Gerhards Namen gegeben und sie vom Berliner Illustrator Michael Cassier zeichnen lassen. Da gibt es etwa die Schneidi-Geschwister Big, Brig, Brag, Nagi, Malmi und Quecksi. Prinzessin Schokolett ist zum Beispiel auf ihre Schokokruste stolz. Allerdings sehr zum Schaden des kleinen Zahnes. In eigenen Comic-Geschichten setzen die Bakterien Karl Keim, Volker Faulnis und Carla Karies Prinzessin Schokolett übel zu. „Schneidi muss sich in den Abenteuern um die Zähnchen immer wieder als rettender Held beweisen“, berichtet Gerhards.
Idee kam durch Tochter Jennifer
Auf die Idee zu Schneidi, dem kleinen Milchzahn, brachte Gerhards Tochter Jennifer: „Die stand früher fünf Minuten vor dem Waschbecken, hat aber nicht ihre Zähne geputzt“, berichtet der 45-jährige Papa. Darüber, dass im Fernsehen Biber, Bären und Frösche Kinder zum Zähneputzen animieren sollen, ärgert sich der Familienvater: „Zeigen sie mir mal einen Frosch mit Zähnen!“ Schon bald sollen Schneidi und seine Freunde Zahnpastatuben und Zahnputzbecher schmücken und als Spardosen, Puzzles und Plüschfiguren die Badezimmer und Zahnarztpraxen erobern.
(Internet: http://www.schneidiclub.de)
Quelle: bayern-nachrichten.de / pressbot.net
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02.08.2006 - 16:20 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 1248 X