Ausgewiesene Nichtexperten bestimmen das Ernährungsverhalten in Deutschland!
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Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik fordert die Medien auf, ihr Augenmerk in der Ernährungsinformation auf ausgebildete, qualifizierte Fachleute zu richten, denn in Deutschland bestimmen momentan vor allem unzureichend ausgebildete und geschulte Berufsgruppen die Ernährungsaufklärung und Bildung, kritisieren heute die Ernährungswissenschaftlerin Irina Baumbach und der Diätassistent Sven-David Müller-Nothmann von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Aachen. Lebensmittelchemiker, Sportlehrer, Fitnesstrainer oder Fernsehköche sind ausgewiesene Nichtexperten, wenn es um eine qualifizierte Diät- und Ernährungsberatung geht. Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik fordert daher die staatlichen Stellen auf, im Sinne der Volksgesundheit und zur Abwendung von Gefahren durch die Ernährung endlich ein Machtwort zu sprechen: Es darf nicht sein, dass Menschen, die weder eine Ausbildung noch ein Studium im Bereich der Ernährungswissenschaft oder Diätetik vorweisen können, Verbrauchern etwas über Ernährung in der Prävention und Therapie zum Teil hochkomplexer Krankheitsbilder beibringen wollen, mokieren sich Baumbach und Müller-Nothmann gleichermaßen. Das ist so, als würde der Fernmeldetechniker die Rechtsberatung oder der Gas-Wasser-Installateur die Steuerberatung übernehmen. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass die Fortbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten in den Bereichen Ernährung und Gesundheit den Qualitätsstandards entsprechen und nicht nur der Einkommenssicherung dienen. Gerade im Gesundheitswesen ist es erforderlich, das Vertrauen der Verbraucher - nicht zuletzt im Hinblick auf die zahlreichen Lebensmittelskandale der letzten Jahre - (wieder) aufzubauen. Bei der momentanen Flut an zum Teil unqualifizierten Informationen und einer fraglichen Qualität der Ernährungsberatung ist es nicht verwunderlich, dass wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse und darauf basierende Projekte und Kampagnen bei den Verbrauchern verpuffen. Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik hat sich das Ziel gesetzt den gesundheitlichen Verbraucherschutz im Bereich Ernährung zu fördern. Das Statement zu diesem Thema kann ab heute unter www.ernaehrungsmed.de herunter geladen werden.
Quelle: Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. / pressbot.net
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21.09.2006 - 0:00 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 524 X
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