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Vier für Haus O`Land


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Bremer Stadtmusikanten machen Leselust im Alten- und Pflegeheim in
Obervieland
„Wir sind die wohlbekannten, lustigen Bremer Stadtmusikanten“ erklang es am
Freitagvormittag im Haus O’Land aus zwanzig Kindermündern. Wie
allwöchentlich waren die Schüler vom Schulzentrum Obervieland zu Gast und
sorgten gemeinsam mit ihrem Musiklehrer Rainer Czybulka kräftig für
Stimmung bei „ihren“ an Demenz erkrankten „O-Ländern“.
An diesem Tag untermalte die musikalische Einlage einen ganz besonderen
Anlass: Ankunft und feierliche Enthüllung der Vier für Bremen Skulptur im
Haus O’Land.
Ulrike Hövelmann, Sprecherin und Initiatorin der Leselust, enthüllte die Figur,
die von der 8.Klasse des Gymnasiums Obervieland in Zusammenarbeit mit Ihrer
Lehrerin Frau Vossik kunstvoll bemalt worden war. Das Publikum - hier waren
alt und jung durchweg gemischt - klatschte dem gelungenen Objekt großen
Beifall: Die tierischen Vertreter der Leselust kommen himmelblau mit
freundlich - gelben Sonnenblumen daher – sonnig und optimistisch wie ein
Sommertag.
.Hövelmann zeigte sich von der Atmosphäre im Haus O’Land sichtlich
begeistert: „Das Haus O’Land ist die erste Einrichtung dieser Art, die eine Vier
für Bremen – Skulptur beherbergt. Der Austausch zwischen den Generationen
spielt hier eine große Rolle – schön, dass unsere Lesebotschafter hieran
teilnehmen können.“
Wie die ständigen Aktionen und das Programm im Haus O’Land hat auch die
Initiative LeseLust Bremen einen ernsten Hintergrund: Die schlechten
Pisaergebnisse waren Anlass genug, nach geeigneten Mitteln und
Motivationshilfen zu suchen, die LeseLust der Bremer Schüler zu wecken.
Mittlerweile sind es 43 Figuren, die überall in Bremen ihre Botschaft verbreiten.
Auch im Haus O’Land spielt das Lesen eine große Rolle. Sabine Greulich,
stellvertretende Heimleiterin, verrät: „Es sind die klassischen Märchen denen
unsere Bewohner ganz besonders gern lauschen. Das Vorlesen bietet uns eine
weitere Ebene der Kommunikation, auch die Demenzpatienten öffnen sich dem
Austausch, finden sich wieder und erzählen selbst aus ihrem Leben – für uns
eine unerlässliche, spielerische Form des Miteinander.“
So ließ sich auch Frau Hövelmann vom kooperativen Miteinander im Haus
O’Land weiter inspirieren: der Chor – Beitrag der Klasse 6 T/U des
Schulzentrums Obervieland kam so gut an, dass die Initiatorin sich wünschte,
der O-Land Chor möge die LeseLust in Zukunft musikalisch unterstützen.
Die Vier für Bremen stehen - zumindest den Herbst über – draußen im Garten
von Haus O’Land, und ganz sicher werden die Erinnerungen des einen oder
anderen Bewohners beim Anblick der sympathischen Skulptur geweckt werden
– vielleicht im Andenken an den eigenen Besuch der Bremer Stadtmusikanten
in der Innenstadt vor vielen Jahre oder aber an diesen fröhlichen Freitagvormittag, der viele Kinder, eine Menge engagierter Bremer und die
bunte Skulptur selbst ins Haus O’Land brachte.

Quelle: iunctim GmbH & Co. KG / pressbot.net

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25.09.2006 - 0:00 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 429 X