BZgA und PKV starten heute neue Kooperation in der HIV/ Aids-Prävention
Gemeinsame Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und des Verbandes der privaten Krankenversicherung (PKV-Verband)
Berlin/Köln, 4. August 2005 - Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und der Verband der privaten Krankenversicherung unterzeichnen heute einen Vertrag über eine Kooperation zur HIV/ Aids-Prävention. Die private Krankenversicherung (PKV) wird künftig die Aids-Präventionsarbeit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit jährlich 3,4 Mio. Euro unterstützen. Ein Ausbau der Aidsprävention ist wichtig, weil die Zahl der Neuinfektionen wieder zunimmt.
Mit den von der PKV zur Verfügung gestellten Geldern werden die Bundesmittel für die Aids-Prävention bei der BZgA erheblich aufgestockt. Die Kooperation trägt dazu bei, die bisherigen Erfolge in der Aids-Prävention in Deutschland zu sichern und den neuen Herausforderungen wirksam zu begegnen.
"Dadurch beginnt für die bundesweite Kampagne "Gib Aids keine Chance" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in diesem Jahr ein neuer Abschnitt: Es wird eine intensivere Ansprache der Bevölkerung möglich, die so in den letzten Jahren nicht mehr finanzierbar war", erklärt die Direktorin der BZgA, Dr. Elisabeth Pott. "Ziel der Aids-Aufklärung ist es, die Menschen zu motivieren, sich vor einer Ansteckung mit dieser immer noch nicht heilbaren Krankheit zu schützen. Mit dieser neuen Partnerschaft können wir zusätzliche Impulse für den Schutz vor HIV/Aids geben."
"Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung verfügt über langjährige Erfahrungen in der Präventionsarbeit und ist deshalb der ideale Partner für unser Engagement in der Aids-Prävention. Die Kooperation zwischen BZgA und PKV ist ein sehr gutes Beispiel für Public-Private-Partnership, die ohne den Aufbau neuer Bürokratien auskommt", betont Dr. Volker Leienbach, Direktor des PKV-Verbandes. "Die Maßnahmen kommen dem gesamten Gesundheitswesen in Deutschland – den gesetzlich wie den privat Versicherten und der Gesellschaft insgesamt – zugute. Die private Krankenversicherung übernimmt damit ihre gesundheitspolitische Verantwortung auch im Bereich der Primärprävention, die eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist."
Im internationalen Vergleich sind die HIV-Zahlen in Deutschland zwar immer noch niedrig. Dennoch wäre es ein gravierender und gefährlicher Fehlschluss, aus der derzeitigen Situation zu schließen, dass das Aidsproblem in Deutschland gelöst sei. Zum einen nimmt die Zahl der HIV-Neuinfektionen wieder zu. Das Schutzverhalten ist seit einigen Jahren rückläufig. Aids gerät in der öffentlichen Wahrnehmung zunehmend in Vergessenheit und das Problembewusstsein in der Bevölkerung sinkt kontinuierlich. Zum anderen steigen die HIV-Zahlen vor allem in den Nachbarländern Osteuropas und in den Entwicklungsländern dramatisch an. Dies führt aufgrund erhöhter Migration und grenznaher Mobilität zu einer steigenden Infektionsgefahr auch in Deutschland.
Vordringliches Ziel von BZgA und PKV ist es, die Gefahren von Aids stärker sichtbar zu machen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wird deshalb noch in diesem Jahr mit den Mitteln des PKV-Verbandes neue TV- und Kino-Spots entwickeln. Zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember steht eine gemeinsame Plakataktion von BZgA, Deutscher AIDS-Stiftung und Deutscher AIDS-Hilfe sowie Prominenten im Mittelpunkt. Darüber hinaus sollen erstmalig wieder Anzeigen in Publikumszeitschriften geschaltet werden. Zielgruppen sind Jugendliche und junge Erwachsene, die aus Altersgründen den Aids-Schock der 80er Jahre nicht mehr erlebt haben.
Die Kooperation in der Aids-Prävention gewährleistet die Verwendung von Mitteln in einem Bereich mit nachgewiesener Wirksamkeit und günstiger Kosten-Nutzen-Relation: "Durch die bisherigen Präventionsmaßnahmen konnten seit dem Start im Jahr 1987 mindestens 30.000 HIV-Infektionen vermieden werden. Das bedeutet auch mehr als 450 Millionen Euro ersparte Gesundheitskosten jährlich. Wir werden zusammen und tatkräftig darauf hinwirken, mit Hilfe unserer Partnerschaft auch in Zukunft möglichst viele Menschen vor HIV/Aids zu schützen. Dabei ist uns ein gesellschaftliches Klima wichtig, das Betroffene nicht ausgegrenzt", erklären Elisabeth Pott und Volker Leienbach.
Dr. Marita Völker-AlbertBundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung-Pressestelle-Tel. 0221-8992280Fax: 0221-8992201e-mail: bzga.de" target="_blank">marita.voelker-albert
bzga.de http://www.bzga.de
Quelle: BUNDESZENTRALE FÜR GESUNDHEITLICHE AUFKLÄRUNG (BZGA) / pressrelations.de
04.08.2005 - 18:01 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 376 X
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