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Vom Mittelalter ins Internet


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(djd/pt). Wie konnte es anders sein! Giacomo Girolamo Casanova, seines Zeichens berühmtester Liebhaber der Welt, machte als Erster das Thema Verhütung öffentlich. Eine halbierte, hohle Goldkugel oder aber - für weniger gut betuchte - eine ausgepresste, halbe Zitrone dienten ihm als Sperma-Barriere. Das war im 18. Jahrhundert. Um 1840 entwickelte dann ein Berliner Anatomieprofessor so genannte Portiokappen aus Kautschuk, die Vorläufer des Diaphragmas. Es folgten die Pille, die Kondome, die Spirale - doch ganz gleich, wie verhütet wurde, eins blieb immer gleich: Die Frauen mussten entweder einen Arzt zu Hilfe nehmen, wie bei der Spirale, oder ständig daran denken - täglich, wie bei der Pille oder jedes Mal kurz vor dem Sex.



Mit der Entwicklung einer neuen, modernen Methode vollzog die Verhütungstechnik erst kürzlich ihren Quantensprung - quasi vom "Mittelalter" direkt ins Internet. "NuvaRing" heißt der Vaginalring aus flexiblem Kunststoff. Schon kurz nach seiner Markteinführung im Jahr 2003 wurde er von den deutschen Frauenärzten zum innovativsten Medikament des Jahres gekürt. 2004 bestätigten die Gynäkologen ihre Wahl: Wieder wurde der Ring mit dem begehrten Titel ausgezeichnet.



Die Handhabung des Vaginalrings ist denkbar einfach. Er wird von der Frau selbst in der Scheide platziert. Erst nach drei Wochen wird das Thema Verhütung wieder aktuell. Bis dahin gibt der Ring nach und nach gleichmäßig die Hormone Gestagen und Östrogen ab. Die Dosierung ist sehr niedrig, sie wirkt direkt vor Ort. So lässt sich der Zyklus der Frau wie mit kaum einem anderen Kontrazeptiva stabilisieren. Wie sehr sich das Kontrazeptivum an das schnelle Leben moderner Frauen anpasst, zeigt ein besonderer Service der Herstellerfirma Organon: Über eine elektronische Sanduhr oder per SMS sowie E-Mail können sich die Anwenderinnen daran erinnern lassen, wann der alte Ring raus und der neue eingesetzt werden muss. Alles, was frau rund um den Verhütungsring wissen sollte, erfährt sie zudem auf der Website www.fit-in-verhuetung.de. Moderner kann Verhütung nicht sein. Casanova hätte Augen gemacht!





Quelle: Organon GmbH / pressetreff.de

21.06.2005 - 13:49 Quelle: pressetreff.de | Gelesen: 534 X