Hilfe beim Sterben statt Hilfe zum Sterben
Ziel von Politik und Gesellschaft muss es sein, zukünftig deutschlandweit noch mehr für hospizliche Einrichtungen einzutreten
13. Oktober 2005 - Anlässlich des morgigen 6. Deutschen Hospiztages erklären der Vorsitzende der Jungen Gruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Günter Krings MdB, der auch Mitglied des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages ist und seine Stellvertreterin, Julia Klöckner MdB, Mitglied der EnquÖªte-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin":
Viele Menschen haben große Angst vor Schmerzen und möchten deshalb der Sterbephase entgehen, sie wollen auch nicht durch die Gerätemedizin überversorgt werden und niemanden zu Last fallen. Gerade deshalb ist eine bedarfsgerechte Betreuung Sterbender notwendig. Ziel von Politik und Gesellschaft muss es sein, zukünftig deutschlandweit noch mehr für hospizliche Einrichtungen einzutreten. In Deutschland sterben pro Jahr etwa 850.000 Menschen und nur eine Minderheit - etwa 4,4 Prozent - werden dabei hospizlich begleitet. Tod und Sterben sind in unserer Gesellschaft trotz der sich entwickelnden Hospizbewegung immer noch ein weitgehend tabuisiertes Thema.
Es ist daher zu begrüßen, wenn das Thema Sterben in das Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt wird. Energisch zu widersprechen ist indes seiner Forderung, aktive Sterbehilfe zu legalisieren und zu diesem Zweck das Verbot der Tötung auf Verlangen in § 216 Strafgesetzbuch zu lockern. Todkranke Menschen brauchen . Dieser feine semantische Unterschied ist für die betroffenen Menschen von immenser Bedeutung. Denn viele kranke Menschen denken nur deshalb an Selbstmord, weil ihre Schmerzen nicht optimal behandelt werden. Erfahrungen etwa aus den Niederlanden, in denen bereits jeder 30. Tod auf aktive Sterbehilfe zurückzuführen ist, beweisen, dass die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe erhebliche Missbrauchsgefahren mit sich bringt. In Zeiten knapper Finanzmittel in der Krankenversicherung ist nicht auszuschließen, dass aktive Sterbehilfe dann auch aktiv beworben werden und menschliches Leben zum Kostenfaktor reduziert würde.
CDU/CSU-Fraktion im Deutschen BundestagPlatz der Republik 1, 11011 Berlin mailto:fraktion
cducsu.de Politik mit Durchklick http://www.cducsu.de
Quelle: CDU/CSU-FRAKTION / pressrelations.de
13.10.2005 - 18:01 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 96 X
Top Tags
Gesellschaft CDUCSU-Bundestagsfraktion Durchklick deutschlandweit hospizliche Betreuung Bundestages EnquÖte-Kommission Schmerzen Anlässlich aktive Berlin Ethik Sterben einzutreten Deutschland Sterbehilfe Energisch CDUCSU-Fraktion Finanzmittel Angst Thema Mitglied Erfahrungen Politik Ziel Forderung Einrichtungen Blickfeld BundestagPlatz
Vorherige Artikel
Bundesgerichtshof entscheidet über Einzelzimmerzuschlag in Pflegeheim
Karlsruhe, den 13. Oktober 2005 - Die Parteien streiten im Revisionsverfahren noch über die Frage, ob die Beklagte - Trägerin eines Alten– und Pflegeheims - für die Bereitstellung eine
Ruhen der deutschen Approbation hindert nicht vorübergehende ärztliche Tätigkeit in Deutschland aufgrund ausländischer Zulassung
Karlsruhe, den 13. Oktober 2005 - Das Landgericht Wuppertal hatte gegen den Angeklagten, einen deutschen Arzt und Zahnarzt, wegen zahlreicher Körperverletzungen sowie wegen mehrerer Verstö&s
Gesundheitsreform: 50.000 Arbeitsplätze gefährdet
Betriebsräte fordern: Reformmodelle sollen Probleme lösen, nicht Arbeitsplätze vernichten Koblenz, 13. Oktober 2005 - Die in der Politik diskutierten Reformmodelle Bürgerversicheru
Nächste Artikel
Vogelgrippe: definitiver Importstopp für Rumänien und die Türkei
13. 10. 05 - Das Bundesamt für Veterinärwesen bestätigt den – bis anhin vorübergehenden – Importstopp für Rumänien und die Türkei. Der Importstopp für Gefl&uu
Umfassende Aufklärungsarbeit zum Thema Organspende und Transplantation sind nötig!
Integration des Themas Organspende und Transplantation im Religions- und Ethik-Unterricht13. Oktober 2005 - Zum 1. Welttag der Organspende und Transplantation erklären der Sprecher der CDU/CSU-B
Klinik für Palliativmedizin Köln veranstaltet Symposium
Leben in Würde bis zum LebensendeBonn, 13. Oktober 2005, Köln (ek) – Heute, am 13. Oktober 2005, findet in Köln ein internationales Symposium in der Klinik und Poliklinik für Pall
Grüner Laser gegen gutartige Prostata-Vergrößerung
Heidelberg - Das grüne Licht eines neuartigen Spezial-Lasers bringt immer mehr Hoffnung für Männer, die an einer gutartigen Prostata-Vergrößerung (benigne Prostatahyperblasie, BPH) leiden. Die Heidelb
Delphin-assistierte-Therapie
Schattenkinder e.V. ermöglicht Delphintherapie für Kinder Handicap aus Deutschland in Spanien Mundomar - Benidorm Der Verein Schattenkinder e.V. aus dem Kreis Herford arbeitet mit dem in Benidorm