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Schlossgärtner von Sanssouci setzen auf Xylit


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Pflanzerde mit Urholz auch für empfindliche Sommerblüher optimal

Potsdam. Zur Anzucht Tausender Pflanzen für ihre Parkanlagen will die Gärtnerei der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten künftig verstärkt Pflanzerden mit Xylit nutzen. Im Großversuch hatte sich der „Urholz“-Zusatz - im Braunkohlenbergbau gewonnene faserige Reste fossiler Bäume und Sträucher - selbst bei anspruchsvollen und empfindlichen Arten durchgängig bewährt.

„Traditionell stellen wir unsere Erde aus Biomasse selbst her. Deren pH-Wert ist jedoch zu hoch“, erläutert Gärtnereichefin Heidrun Wößner das Problem. Bislang habe man sich zur Absenkung mit saurem Hochmoortorf beholfen. Eher zufällig sei ihr Team auf Xylit gestoßen und hätte mit dem nur in der Lausitz und im Rheinischen Braunkohlerevier vorkommenden Naturstoff experimentiert. Vorbehalte und Bedenken der Gärtnerinnen waren zunächst groß. Schließlich wollten sie nicht den gesamten Jungpflanzenbestand für diese Saison aufs Spiel setzen.

Als Versuchskandidaten wurden deshalb im vergangenen Herbst 50 empfindliche Buntnesseln auserkoren, darunter etliche Kümmerlinge. „Das Ergebnis hat uns wirklich überrascht. Alle Pflanzen entwickelten sich sehr gut und wurden gleich groß“, freut sich Ruth Schöbel, seit 26 Jahren Ziergärtnerin in Potsdam. Deshalb seien die Tests auf Vanilleblume, Ageratum, Leberbbalsam, Papageienblatt, Gartenlöwenmaul und andere Sorten ausgedehnt worden – mit Erfolg. „Auch Zinnien und Semperflorens kamen auf der neuen Erdmischung prächtig“, fasst Meisterin Schöbel zusammen.

Die 15 Millionen Jahre alten, nur mechanisch aufbereiteten Holzfasern hätten zudem bei den insgesamt etwa 150.000 Pflanzen den Boden dauerhaft locker gehalten und sich als Wasserspeicher bewährt. Pünktlich zum 20. Mai waren alle Sommerblumen für die Umsetzung ins Freiland bereit. Sie sei von diesem neuen Angebot der Rheinbraun Brennstoff GmbH (RBB) „voll überzeugt“, fasst die erfahrene Pflanzenzüchterin zusammen. Im kommenden Jahr sollen nicht nur alle Sommerblüher für die weitläufigen Park Friedrich des Großen in Potsdam-Sanssouci, sondern auch für die Anlagen um das Berliner Schloss Charlottenburg mit Xylit-Erde angezogen werden.

Für Profigärtner, Landschaftsbauer, aber auch Privatanwender bietet der Handel ein unter www.naturprofi.com näher vorgestelltes Komplettsortiment der innovativen RBB-Erden fertig gemischt und in verschiedenen Packungsgrößen an. Entwickelt wurden die neuartigen Wachstumsförderer gemeinsam mit Experten der Bergakademie Freiberg und der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft in Dresden. Die Wissenschaftler dort bezeichnen Xylit als „fasriges Gold“, mit dem man selbst minderwertige Böden ohne Wartezeit fast so fruchtbar wie Schwarzerde machen könne.
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Quelle: Innomedia - Medienbüro für Innovative / pressbot.net

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24.10.2006 - 0:00 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 1089 X