Immobilien-Bieterverfahren nur für "Restanten"? Weit gefehlt!
Die 'Großen' machten es den 'Kleinen' wieder einmal vor: Premium-Immobilien wie die traditionsreiche Zentrale der Dresdner Bank Lateinamerika am Hamburger Jungfernstieg, die in 2006 nach einem viel beachteten Bieterverfahren an den Wirtschaftsprüfer Otto Gellert ging (Verkehrswertschätzung 23 Millionen Euro, Zuschlag bei knapp 40 Millionen Euro), oder gut gepackte 'Pakete' hoch interessanter Anlageimmobilien werden in - meist geschlossenen - Bieterverfahren vermarktet.
Ob in Europa oder Übersee, die Interessenten sind zahlreich.
Es muss ja nicht ein 5,4 Milliarden Dollar Deal sein, wie vor kurzem in New York, als ein ganzes Viertel des Big Apple nach einem spannenden Bieterverfahren den Besitzer wechselte:
Auch in Deutschland werden die Bestände von städtischen Wohnungsbaugesellschaften zur Sanierung des jeweiligen
Stadthaushalts schon manches Mal komplett veräußert: Bei diesen Transaktionen hat das Bieterverfahren bereits Tradition.
Ebenfalls seit dem vergangenen Jahr veräußert der Liegenschaftsfonds Berlin Immobilien, darunter viele Einzelobjekte, für Zig Millionen Euro in einzelnen Bieterverfahren.
Die BImA, die Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten, steht nicht nach, und in Bayern gründete sich in 2006 die 'Immobilien Bayern', um landeseigene Immobilien zu verkaufen: Überwiegend gegen Gebot im Bieterverfahren.
Das Geschäft brummt, und die Preise, die gezahlt werden, lassen nichts zu wünschen übrig.
Hat das Bieterverfahren doch von seiner rechtlichen Struktur weniger stringente Regeln zu befolgen als eine Auktion. Das Recht, auch die Annahme des höchsten Gebotes verweigern zu können, reizt auch den Verkaufswilligen, der seine Objekte nicht dem Risiko oftmals undankbarer Gebote in Versteigerungen aussetzen mag.
Wer garantiert den besten Preis für sein Objekt erzielen will, kommt eigentlich um ein Bieterverfahren nicht herum, denn verfährt er 'normal', wirbt also mit einem niedrigen Preis, verkauft er vielleicht schnell, verschenkt aber im schlechtesten Fall viel Geld, bietet er jedoch zum Mondpreis an, liegt seine Liegenschaft wie Blei und wird über den Markt geschleift wie Sauerbier.
Das Bieterverfahren als Marketingform lässt es zu, den höchsten Preis zu erzielen, der aktuell am Markt innerhalb eines vorab bestimmten Zeitraumes zu erhalten ist. Stellt sich heraus, dass die Käuferschar nicht zahlreich genug ist, oder die Gebote fallen zu niedrig aus, stellt man den Verkauf, so man dazu in der Lage ist, zurück und wartet die weitere Entwicklung ab. Genial eigentlich.
Die Amerikaner machen uns Europäern die Treffsicherheit der Immobilienvermarktung im Bieterverfahren seit Jahren vor: Die RealtyBid von Tony Isbell verkaufte in den vergangenen drei Jahren 2700 Liegenschaften im Bieterverfahren und wickelt derzeit 300 - 400 Objekte pro Monat ab.
Nach solchen Erfolgszahlen streben auch deutsche Maklerunternehmen? Weit gefehlt. Der 'traditionelle' Verkaufsstil hat in Deutschland weiterhin beide Füße auf dem Boden. Obwohl einige Unternehmen aktiv nach Innovationen streben, scheint das nachhaltige Interesse noch nicht erwacht zu sein. "Wartet man auf noch mehr Unternehmen, die es einem vormachen? Oder ist die Durchführung von Bieterverfahren einfach zu arbeitsintensiv?", fragt ein potentieller Auftraggeber aus Frankfurt.
Wir befragten Immobilieninteressenten und private Anbieter von Immobilien, ob ihnen von einem Makler schon einmal ein Haus oder eine Wohnung im Bieterverfahren angeboten wurde. Die Antworten waren zu 100% ein Nein.
Verwunderlich, denn nachdem wir in ein paar kurzen Sätzen das Verfahren und seine Vorteile für Anbieter und Bieter erläutert hatten, waren beide Interessenparteien begeistert: Die Kaufinteressenten, weil den meisten von Ihnen die Gebotsabgabe mehr liegt als Monate lange Preisverhandlungen, und die privaten Verkäufer, weil sie ebenfalls das 'Hickhack' um den Preis und vor allem regelmäßig erforderlich werdende Preissenkungen bei ihrem Angebot fürchten.
Eines ist unbestreitbar: Das Bieterverfahren eignet sich für jede Immobilie, die auf eine signifikante Nachfrage stößt. Je mehr Interessenten es gibt, umso besser für den Anbietenden. Was auch die Frage beantwortet, ob das Bieterverfahren auch in einem Verkäufermarkt (den wir in Deutschland zurzeit nicht haben) funktioniert. Genau: Dort umso besser.
Wer also der Meinung ist, das Bieterverfahren sei eine geeignete Vermarktungsform nur für "übrig gebliebene" Immobilien, die so genannten Restanten, die bei Bauträgern als Kosten fressender Bestand und bei den Maklern als Karteileichen ihr ungeliebtes Dasein fristen, befindet sich eindeutig "auf dem Holzweg', wie es ein Brancheninsider formuliert,
'Innovationen sind in jeder Hinsicht gefragt, eine Krawatte und ein Erlaubnisschein nach § 34 c ist keine Garantie für erfolgreiche Maklertätigkeit. Nicht einmal mehr bei 'Brot-und-Butter'-Objekten.'
Bleibt also abzuwarten, ob zuerst die Kunden fordern müssen, bevor die Profis ihre Chancen wahrnehmen.
Was ist zu tun, um der Vermarktung von 'Normal-Immobilien' neuen Elan zu geben? Wie konzipiert man Bieterverfahren? Wie nutzt man diese Angebotsform als Erfolgsinstrument? Wie überzeugt man am einfachsten seine Auftraggeber? Wie wird so ein Verfahren sinnvoll gesteuert?
Antworten auf viele Fragen finden Sie auf unseren Infoseiten, wir halten Seminarangebote zum Thema vor, und für Anbieter, die sich registrieren und eines der kostenfreien Anzeigenkontingente buchen, befindet sich im internen Anbieterbereich des Portals ein wachsendes Informations- und Consultingangebot im Aufbau.
Quelle: bieterverfahren24 GmbH / pressbot.net
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12.01.2007 - 16:39 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 1581 X

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