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Einkaufen im Passivhaus


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Gewinner des Architektur-Wettbewerbs ausgezeichnet

Shoppingcenter müssen keine Energiefresser sein. Dies zeigten angehende Architektinnen und Architekten mit ihren Entwürfen in einem vom enercity-Fonds proKlima bereits im letzten Herbst ausgelobten Wettbewerb. Die Jury zeichnete die Gewinner jetzt in Hannover aus.

Die Aufgabe, ein Einkaufszentrum im Passivhausstandard zu entwerfen, erwies sich als anspruchsvoll. „Derzeit ist der ressourcenschonende Passivhausstandard für die typische Nutzung als Shoppingcenter noch nicht definiert“, berichtet Udo Scherer, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Entwerfen und Konstruieren (IEK) der Leibniz Universität Hannover. Es gebe auch keine Passivhaus-Projektierungstools, die speziell auf Geschäftsgebäude zugeschnitten seien. Deshalb leisteten die Studierenden teilweise Pionierarbeit. Die Uni-Abteilungen „Gebäudetechnik“ sowie „Regionale Architektur und Siedlungsplanung“ führten den Wettbewerb im Wintersemester 2006/2007 durch. „Integrale Planung von Gebäudeentwurf und Gebäudetechnik ist das entscheidende Stichwort“, betont Professor Dirk Bohne, Institutsvorstand des IEK. Für eine praxisgerechte Lösung seien energetische, architektonische, licht- und lüftungstechnische Prinzipien sowie Konzepte sinnvoll und ansprechend zu kombinieren. „Dann ist auch der Einsatz oberflächennaher Geothermie zur Gebäudekühlung problemlos und kostengünstig möglich“ stellt Bohne fest.

Der enercity-Fonds hat seinen nunmehr fünften Architektur-Wettbewerb gemeinsam mit der Leibniz Universität Hannover initiiert. proKlima unterstützte den aktuellen Wettbewerb finanziell mit 19.000 Euro. Hiermit wurden unter anderem begleitende Seminare, die Honorare der Gastdozenten sowie die Preisgelder in Höhe von 2.250 Euro finanziert. „Für Architekten ist energiesparendes Bauen ein Geschäftsfeld mit Zukunft“, ist sich Matthias von Oesen sicher. „Durch den Architektur-Wettbewerb wollen wir dazu beitragen, dass sich die Planer von morgen frühzeitig mit zukunftsfähigen Techniken und innovative Lösungen auseinandersetzen“ meint der proKlima-Chef.

Vernetzen gelingt
Wie aktuell das Thema ist, zeigen zwei von proKlima geförderte Passivhaus-Geschäftszentren, die derzeit in den hannoverschen Stadtteilen Badenstedt und Nordstadt entstehen. Das Bauteam des „Villa Vitale Center Badenstedt“ war beim studentischen Wettbewerb Kooperationspartner. Die Studenten planten „ihr“ Shoppingcenter für den selben Bauplatz an der Badenstedter Straße. „Somit tragen wir dazu bei, Forschung und Lehre mit der Praxis zu vernetzen“, sagt von Oesen.

Die Gewinner
Eine fachlich hochkarätig besetzte Jury zeichnete die Gewinner am 7. Juni 2007 in Hannover aus.

1. Preis (1.000 Euro): René Schirrmeister und Steen Hargus
2. Preis (750 Euro): Steffi Scholz und Julia Werzmirzowsky
3. Preis (500 Euro): Mei Chen und Sara von Monkiewitsch

2.800 Zeichen, 350 Wörter


Der enercity-Fonds proKlima
proKlima wird von den Städten Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze (proKlima-Fördergebiet) sowie der Stadtwerke Hannover AG (enercity) finanziert. Der europaweit einzigartige Klimaschutzfonds bewilligte von 1998 bis 2006 Fördermittel in Höhe von rund 35 Millionen Euro. Im Jahr 2007 fließen wiederum über fünf Millionen Euro in den Fonds. Die Stadtwerke Hannover zahlen 75 bis 80 Prozent dieser Summe ein. Die Vergabe der Fördermittel erfolgt nach strengen Kriterien: Die CO2-Effizienz, die absolute CO2-Reduzierung, die Multiplikatorenwirkung und der Innovationsgrad der Maßnahmen sind ausschlaggebend. Mit seinen Förderprogrammen unterstützt proKlima schwerpunktmäßig die Heizenergie-Einsparung in Alt- und Neubauten, das Errichten von Solarwärmeanlagen und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung.




Quelle: proKlima - Der enercity-Fonds / pressbot.net

Ihr Ansprechpartner:

Firma: proKlima - Der enercity-Fonds
Name: Markus Glombik
Straße: Glockseestraße 33
Stadt: - 30169 Hannover
 
 
Telefon: (0511) 430-3139
 
WWW: proklima-hannover.de
E-Mail:

15.06.2007 - 0:00 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 960 X