Knoten Gera erhält bis zur Bundesgartenschau 2007 moderne Bahnanlagen
Offizieller Baubeginn für neue Verknüpfungspunkte mit städtischem Nahverkehr / Investitionen von insgesamt 170 Millionen Euro
(Gera, 29. August 2005) Mit einem symbolischen Spatenstich haben heute Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Andreas Trautvetter, Thüringer Minister für Bau und Verkehr, Ralf Rauch, Oberbürgermeister der Stadt Gera, Klaus Junker, Vorstand Betrieb und Streckenmanagement der DB Netz AG und Gerold Brehm, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für den Freistaat Thüringen, den Umbau des gesamten Bahn-Knotens Gera offiziell eingeleitet. Damit gehen die Ausbaumaßnahmen der "Mitte-Deutschland-Verbindung" in Thüringen in eine neue entscheidende Phase.
"Mit dem Umbau des Knoten Gera schaffen wir die infrastrukturellen Voraussetzungen für das zu realisierende Verkehrskonzept zur Bundesgartenschau 2007, sagte Klaus Junker. "Wir freuen uns, dass wir in enger Abstimmung mit allen Beteiligten und mit den von Bund, der Europäischen Union, dem Freistaat Thüringen und der Deutsche Bahn AG bereitgestellten Investitionsmitteln von 170 Millionen Euro zum Gelingen des Ereignisses beitragen können."
Kernpunkt der jetzt begonnenen Bauarbeiten ist der Bereich zwischen Gera Hauptbahnhof und Gera-Süd. Durch den Bau des neuen Verknüpfungspunktes der Eisenbahn im Geraer Hauptbahnhof mit der Straßenbahn (Stadtbahnlinie 1) durch die Geraer Verkehrsbetrieb GmbH werden die Bahnsteige über neue Zugänge vom Empfangsgebäude sowie auch direkt von der Haltestelle der Straßenbahn erreichbar sein. Unmittelbar neben den Treppenanlagen des neu entstehenden Verknüpfungspunktes werden Aufzüge in den schon vorhandenen Rohbau installiert.
In Richtung Gera-Süd werden alle Anlagen erneuert. Dazu zählen unter anderem die aus dem Jahre 1911 stammenden Brücken über die Neue Straße, Friedericistraße, Hainstraße, De-Smit-Straße, Heinrichstraße und die Straße Am Fuhrpark.
Im Bahnhof Gera Süd wird mit Beteiligung der Stadt Gera ebenfalls ein neuer Verknüpfungspunkt mit der Straßenbahn im Bereich der Eisenbahnüberführung Heinrichstraße entstehen. Über einen Mittelaufgang zwischen den Widerlagern der neuen Brücke werden die Reisenden zu einem so genannten Inselbahnsteig gelangen, der in der Mitte der zweigleisigen Strecke liegt. Dabei wird die alte Sandsteinfassade in die Gestaltung des Verknüpfungspunktes einbezogen.
Der Umbau des Bahn-Knotens Gera ist Bestandteil eines Gesamtkonzeptes zum Ausbau des Streckenabschnittes Erfurt – Gera – Glauchau-Schönbörnchen zu einem modernen, elektronisch gesteuerten und mit Neigetechnik bis zu 140 km/h befahrbarem Streckenabschnitt. Deshalb umfasst das jetzt begonnene und bis zur Bundesgartenschau 2007 zu realisierende Projekt auch die Errichtung elektronischer Stellwerkstechnik für den Abschnitt Göschwitz – Ronneburg. Darin eingeschlossen ist die Umrüstung der Bahnübergänge zu modernen, zuggesteuerten Bahnübergangsanlagen mit kurzen Schließzeiten.
Weiterhin umgebaut werden noch ab diesem Jahr die Bahnhöfe Stadtroda, Töppeln und Ronneburg. Ziel ist die Aufnahme des Betriebes mit Neigetechnik zwischen Erfurt und Gera bis Ende 2006. Die Fahrzeit verringert sich nach Abschluss aller Maßnahmen auf ca. eine Stunde.
Bereits in den vergangenen Jahren wurden ca. 150 Millionen Euro in die "Mitte-Deutschland-Verbindung" investiert. Elektronisch gesteuert und für Neigetechnik ausgerüstet ist bereits der Abschnitt Weimar – Göschwitz. Abschnittsweise ist die Verbindung zweigleisig ausgebaut worden.
Im Mai dieses Jahres erhielt das erste für die Bundesgartenschau Gera/Ronneburg 2007 errichtete Bahn-Bauwerk - eine 78 Meter lange Stabbogenkonstruktion in Ronneburg zur Überbrückung einer wieder hergestellten Sichtachse - den Namen "Gessentalbrücke".
Mit den jetzt begonnen Baumaßnahmen wird der langen Eisenbahngeschichte in Gera, die 1859 begann, ein neues Kapitel hinzu gefügt.
Daten und Fakten zum Umbau des Knotens Gera
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Herausgeber: Deutsche Bahn AGKommunikation, Potsdamer Platz 2, 10785 BerlinVerantwortlich für den Inhalt: Werner W. Klingberg
Quelle: DEUTSCHE BAHN / pressrelations.de
29.08.2005 - 18:02 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 604 X
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