Präsentation zur Gewässergüte im Internet - Sander: Damit die Menschen mitreden können
HANNOVER. Im Zuge der Umsetzung der so genannten "Wasserrahmenrichtlinie" (EG-WRRL) der Europäischen Union wurde die Qualität von Flüssen, Seen, Küstengewässer sowie der Grundwasservorräte in Niedersachsen untersucht. Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme wurden bereits im März an die EU-Kommission weitergeleitet. "Nun stehen sie auch der Bevölkerung im Internet zur Verfügung, damit jeder erfahren kann, wie es um die Güte unserer Gewässer bestellt ist", erklärte Umweltminister Hans-Heinrich Sander am Rande der Eröffnung der Ausstellung "Das Wasser -Grundlage allen Lebens -Die EG-Wasserrahmenrichtlinie" des Wasserverbandstags im Landtag heute (Dienstag) in Hannover.
Die Flussgebietseinheiten Rhein, Ems, Weser und Elbe, in denen die Gewässer laut Richtlinie bearbeitet werden müssen, liegen zum Teil in Niedersachsen. Sie wurden in Niedersachsen in 34 Bearbeitungsgebiete unterteilt. Die gewonnenen rund 50.000 Einzeldaten werden vom Niedersächsischen Umweltministerium der Öffentlichkeit in einer nutzerfreundlichen interaktiven Zusammenstellung zur Veröffentlichung im Internet vorgestellt. Sie sind unter www.umwelt.niedersachsen.de abzurufen. "Damit werden die Bürger umfassend über die Gewässergüte informiert", so Sander. Die Ergebnisse aus den Untersuchungen zur Gewässergüte, den chemischen Belastungen und Querbauwerken, wie Wehren oder Schleusen, können dort eingesehen werden. "Wir möchten den Niedersachsen die Ergebnisse der Untersuchungen präsentieren, damit für jeden ersichtlich wird, was das Umweltministerium an die EU weiter gegeben hat. "Wir wollen, dass die Menschen informiert sind und mitreden können", erklärte Sander.
Die EG-Wasserrahmenrichtlinie war bereits im Dezember 2000 von der EU veröffentlicht worden. In einem ersten Schritt sieht sie die Erfassung der Qualität der Binnen- und Küstengewässer sowie der Grundwasservorräte bis 2005 vor. Diese Aufgabe hat Niedersachsen mit den im März der Kommission übersandten und jetzt der Öffentlichkeit zugänglich gemachten Berichten erfüllt. Im Anschluss daran sollen bis 2009 konkrete Programme entwickelt werden, um, die Qualität der Gewässer zu sichern, zu schützen und zu verbessern.
"Wir stellen die Daten zur Verfügung. Wir wollen mit den Menschen diskutieren, wie die Gewässer geschützt werden können und wie die Gewässergüte verbessert werden kann. Dafür müssen Sie wissen, welche Fakten bekannt sind. Nur so können wir die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie mit den Menschen vornehmen, denn wir wollen ihnen keine Maßnahmen überstülpen", sagte Sander.
Mit freundlichem Gruß Andreas Raasch Niedersächsisches Umweltministerium Pressestelle Archivstraße 2 30169 Hannover Telefon 0511/120-3422; Telefax 0511/120-3699 E-mail: mu." target="_blank">andreas.raasch
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Quelle: NIEDERSÄCHSISCHES UMWELTMINISTERIUM / pressrelations.de
21.06.2005 - 18:33 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 379 X