Benzinpreise: Falsche Preise der Öl-Konzerne belasten Verbraucher
Stellvertretender Fraktionsvorsitzender
22. Juni 2005 - Zur Entwicklung der Kraftstoffpreise erklaert der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Michael Mueller:
Die Jahresabschluesse zeigen es: Die Mineraloelkonzerne verdienen praechtig. Aber fuer die steigenden Benzinpreise sind sie angeblich nicht verantwortlich. Vielmehr erklaeren sie, dass sie im Verkauf von Kraftstoffen keine Gewinne machen.
Das mag sogar stimmen, denn Benzinpreise sind Kampfpreise. Aber BP, Shell, Exxon und Co. verdienen bei Foerderung, Transport und Raffination ganz erheblich. Dort fallen die Gewinne an. Und dort bleiben sie auch. Die Verbraucherinnen und Verbraucher an der Zapfsaeule profitieren davon nicht. Denn den nationalen Vertriebsorganisationen stellen den Konzernen hohe Einkaufspreise fuer Benzin in Rechnung. Das deutsche Tochterunternehmen ist in der Regel Gefangener der jeweiligen Zentrale in London oder anderswo.
Damit das ein Ende hat, nuetzt nur eines: Die Preisbildung bei Kraftstoffen in Deutschland darf nicht allein auf dem Vertrieb beruhen. Die Verbraucherinnen und Verbraucher muessen auch von den Gewinnen der internationalen Mutterkonzerne bei Foerderung und Raffination profitieren koennen. Es kann nicht sein, dass die Preise an der Zapfsaeule davon abhaengig sind, wie die Oel-Konzerne ihre internen Profitcenter organisieren. Diese mangelnde Transparenz monopolisierter Branchen ist auch oekonomisch sehr problematisch.
Auf dem Oelmarkt ist dringend mehr Wettbewerb notwendig. Ausserdem brauchen wir eine Abrechnung von Oel auch auf Euro-Basis, um mehr Konkurrenz zu ermoeglichen.
SPD-Bundestagsfraktion - Internet: http://www.spdfraktion.de
Quelle: SPD / pressrelations.de
22.06.2005 - 16:03 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 259 X

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