Stolpe: Ökonomie und Ökologie fest im Blick
Flussgebietskonferenz der Bundesregierung am 23. und 24. Juni 2005 in Berlin
"Bei allen Planungen, die unsere Flüsse betreffen, haben wir stets Ökonomie und Ökologie fest im Blick", betonte Bundesminister Dr. Manfred Stolpe am Donnerstag bei der Flussgebietskonferenz 2005 http://www.bmvbw.de/-,1501.925165/Flussgebietskonferenz-2005-der.htm der Bundesregierung in Berlin. Auf dieser zweitägigen Fachkonferenz, an der sechs Bundesministerien beteiligt sind, diskutieren Experten aus dem In- und Ausland einen integrativen Ansatz der Vielzahl unterschiedlicher Nutzungen der Flüsse mit ihren Einzugsgebieten. Darüber hinaus wird eine Bilanz über die in Folge des Jahrhunderthochwassers 2002 umgesetzten und begonnenen Maßnahmen gezogen.
"Flüsse sind wichtige Verkehrswege, auf denen Güter schnell und zuverlässig über weite Strecken transportiert werden", erläuterte der Minister. "Flussgebiete sind Kulturlandschaften, Wirtschaftsräume, Siedlungsgebiete und Ökosysteme." Flüsse spielten eine wichtige Rolle für Wachstum und Beschäftigung, die aber oft ebenso unterschätzt werde. Gleiches gilt für die Bedeutung von Infrastruktur, Verkehr und Mobilität für den Standort Deutschland. "Dabei sind Verkehr und Mobilität die Motoren, die wirtschaftliches Wachstum erst ermöglichen", hob Stolpe hervor.
Binnenschifffahrt und Binnenhäfen seien integrale und unverzichtbare Bausteine der Logistikwirtschaft. Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Binnenschifffahrt werde aber häufig unterschätzt. Allein im letzten Jahr seien über 235 Millionen Tonnen an Gütern auf deutschen Wasserwegen transportiert worden. Bis 2015 werde ein Zuwachs um 27 Prozent auf dann etwa 300 Millionen Tonnen erwartet. Stolpe angesichts dieser Prognosen: "Allein diese Zahlen zeigen deutlich: Flüsse sind wichtige Verkehrsadern und unverzichtbarer Teil unserer Verkehrsinfrastruktur. Ihre Bedeutung für eine nachhaltige Verkehrspolitik wird mit steigendem Verkehrsaufkommen weiter zunehmen. Denn Wasserwege sind der ökologischste Verkehrsträger, den wir haben."
"Aber Flüsse sind viel mehr als Wasserstraßen. Flussgebiete sind nicht nur als Wirtschaftsräume oder Siedlungsgebiete für den Menschen von Bedeutung. Anders als Straßen oder Schienenwege sind Flüsse Bestandteil von Natur und Landschaft und von hoher ökologischer Bedeutung. Sie bieten Tieren und Pflanzen Lebensraum und dienen uns Menschen zur Erholung. Daher betrachtet die Bundesregierung Ökonomie und Ökologie nicht als Gegensätze", so Stolpe.
Als Beispiele nannte Stolpe das im Mai 2005 verabschiedete Gesetz zur Verbesserung des vorbeugenden Hochwasserschutzes, die von der Bundesregierung entwickelten Grundsätze zur Unterhaltung der Elbe sowie die Tatsache, dass alle Ausbauvorhaben und Unterhaltungsmaßnahmen auf ihre Hochwasserneutralität hin überprüft würden.
"Die Bundesregierung hat entschieden: Bei allen Ausbaumaßnahmen, die die Qualität der Wasserstraßeninfrastruktur verbessern, stellen wir sicher, dass der Hochwasserschutz gewahrt ist und ökologische Belange berücksichtigt werden", sagte der Minister. Er sei überzeugt, so den langfristig notwendigen Ausbau der Bundeswasserstraßen sicherstellen und den Verkehrsträger Binnenschifffahrt stärken zu können. "Damit stärken wir zugleich Ökonomie und Ökologie, zum Wohle von Mensch und Natur."
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Quelle: BUNDESMINISTERIUM FÜR VERKEHR, BAU UND WOHNUNGSWESEN / pressrelations.de
23.06.2005 - 13:23 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 352 X

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