Stadtwerke Hannover gehen Beschwerde nach
- Bisher keine Beeinträchtigung des Trinkwassers festgestellt
Hannover, den 22. Juni 2005 - Nach der Beschwerde einer Kundin aus Langenhagen haben die Stadtwerke Hannover AG routinemäßig vor Ort eine Trinkwasser-Probe genommen. Den Stadtwerken Hannover liegen derzeit noch keine Erkenntnisse über eine Verunreinigung des Trinkwassers zum Beispiel durch Rostpartikel (braunes Wasser) vor. Sollten die Laborergebnisse eine Verschmutzung des Trinkwassers durch die SWH ergeben, würden die Stadtwerke Hannover sofort in Abstimmung mit dem zuständigen Fachbereich Gesundheit der Region Hannover (ehemals Gesundheitsamt) aktiv. "Wir verfügen für alle denkbaren Fälle über Maßnahmenpläne, die schnellstmöglich die Reinheit des Trinkwassers wieder herstellen und eine Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung ausschließen", betont Stadtwerke-Pressesprecherin Brigitte Neumann. Derzeit gehe der Wasserversorger aber höchstens von einer zeitlich begrenzten gesundheitlich unbedenklichen Trübungen aus. Denkbar ist aber auch, das die Braunfärbung des Wassers durch Korrosion in der Kundeninstallation hervorgerufen wird. In diesem Fall ergab eine Inspektion der Stadtwerke Hannover, dass die Hausinstallation aus verzinktem Stahl ist, bei der diese Effekte entstehen können.
Grundsätzlich weisen die Stadtwerke Hannover darauf hin, dass Trinkwasseranlagen laut DIN 1988 mit einem Filter ausgestattet sein müssen, der eventuell auftretende Partikel aus dem Trinkwasser herausfiltert. Das betroffene Haus ist aufgrund einer Übergangsregelung für ältere Gebäude vom Eigentümer nicht nachgerüstet worden.
Die im Rahmen eines Presseberichts (Nordhannoversche Zeitung vom 22. Juni 2005) geäußerten Vermutungen, durch den Genuss von Trinkwasser der Stadtwerke Hannover könnte die Krankheit Yersinia ausgelöst werden, halten Fachleute für unwahrscheinlich: Laut Auskunft des Fachbereichs Gesundheit der Region Hannover gibt es derzeit in der Region Hannover keine Häufung der meldepflichtigen Yersinia. Für den Bereich Langenhagen sind aktuell keinerlei Fälle gemeldet. Die Übertragungswahrscheinlichkeit über Trinkwasser sei eher unwahrscheinlich. Vielmehr wird Yersinia in der Regel durch hygienisch nicht einwandfreie Lebensmittel tierischer Herkunft oder durch Badegewässer mit Fäkaleintrag durch Wassergeflügel verursacht. Yersinia ist eine meldepflichtige Erkrankung, die laut Infektionsschutzgesetz (IfSG) dem Robert-Koch-Institut gemeldet werden muss. Das Robert Koch-Institut (RKI) ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention.
Quelle: STADTWERKE HANNOVER / pressrelations.de
23.06.2005 - 13:23 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 348 X
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