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TOYOTA Bundesliga: 29:33 verpatzte Heimpremiere




Die SG Flensburg-Handewitt hat ihre Bundesliga-Heimpremiere gründlich vermasselt. Gegen den SC Magdeburg setzte es eine unerwartete 29:33 (11:14)-Niederlage. Das war das größte Debakel seit ich bei der SG Trainer bin, sagte ein konsternierter SG-Coach Per Carlén. Magdeburg hat gerade im Angriff taktisch super gespielt und immer die Lücken in unserer Abwehr gefunden.
Die Vorfreude war groß. Endlich prickelte es wieder vor Spannung in der Hölle Nord. Dieses Ereignis wollte sich auch Handball-Legende Lars Christiansen nicht entgehen lassen. Der ewige Rekordschütze durfte zunächst aber weniger Kabinettstückchen der Angreifer bewundern als vielmehr Torwart-Paraden. Dan Beutler entschärfte gegen Jure Natek, Gerrie Eijlers stand hervorragend gegen Lasse Svan Hansen. Für das erste Zählbare sorgte Lasse Boesen zum 1:0, nach genau 3:20 Minuten.

Die SG hatte mit derselben Formation begonnen wie in Wetzlar. Gegen die SCM-Abwehr tat sich gerade der Rückraum schwer. Und die Außen scheiterten mehrmals an Gerrie Eijlers. Der Holländer im Magdeburger Kasten zeigte sich in bester Verfassung. In der Anfangsphase arbeitete die 6:0-Deckung der Hausherren ordentlich, erste Gegenstöße zündeten. Patrik Fahlgren vollendete den dritten Konter zum 6:6 (15.).

Die SG bekam die Partie aber nicht in Griff und lief ständig einem Rückstand hinterher. Beim 9:12 (26.) betrug der Rückstand erstmals drei Treffer. Inzwischen mischten Viktor Szilagyi auf halblinks und Tamás Mocsai auf Rechtsaußen mit, Lasse Boesen veränderte sich auf Linksaußen. Bis zur Pause war aber keine Wende möglich. Die Gäste hatten den

stärkeren Keeper und mehr Durchschlagskraft aus der zweiten Reihe. Bei uns hat man gemerkt, dass wir keinen gelernten Linksaußen dabei hatten", erwähnte Per Carlén. Magdeburg konnte sich darauf in der Abwehr sehr gut einstellen."

Der Schwede hoffte, dass seine Deckung nach der Pause geschlossener auftreten würde. Doch sie wurde kalt erwischt. Im Minuten-Takt schlugen die Bälle ein, vor allem Jure Natek war nicht zu stoppen. Beim 18:24 (42.) war der Rückstand für die SG auf sechs Treffer angewachsen. Wir hatten 25 Fehlwürfe und längst nicht so viele Torwart-Paraden wie Magdeburg - so kann man nicht gewinnen", bilanzierte Per Carlén später.

Während der Partie versuchte er alles. Er wechselte mehrmals die Schlussleute und favorisierte nun das Konzept Jugend forscht", nachdem im zweiten Durchgang zunächst die Routiniers Viktor Szilagyi und Tamás Mocsai an der Reihe gewesen waren. Petar Djordjic verkürzte auf 22:26 (46.). Ein gutes Händchen hatten die Schützen aber nicht. Selbst einige Hundertprozentige landeten am Körper von Gerrie Eijlers. Wir hatten auch das Glück auf unserer Seite", strahlte der neue SCM-Coach Frank Carstens. Immer zur richtigen Zeit konnten wir uns auf unsere individuellen Stärken verlassen."

Bereits Minuten vor dem Abpfiff war der Auswärtssieg beschlossene Sache. Den hatten sich die Magdeburger an diesem Abend redlich verdient. Die Mannschaft hat nicht da angeknüpft, wo sie in der letzten Serie aufgehört hatte", sagte SG-Geschäftsführer Holger Kaiser. Ich hatte das Gefühl, dass sechs Einzelspieler auf dem Feld stehen würden und habe eine geschlossene Mannschaftsleistung vermisst. Wir alle haben aber Riesenvertrauen in die Mannschaft und in den Trainer, dass die SG in Kürze wieder an erfolgreiche Zeiten anknüpft."

SG Flensburg-Handewitt - SC Magdeburg 29:33 (11:14)

SG Flensburg-Handewitt: Beutler (9 Paraden), Rasmussen (3/2 Paraden, 32.-44, bei zwei 7m) - Karlsson (1), Carlén (3), Eggert (3/3), Fahlgren (3), Mogensen (5), Svan Hansen (6), Djordjic (2), Mocsai (1), Heinl, Szilagyi (1), Boesen (4)

SC Magdeburg: Eijlers (21/2 Paraden), Schulz (bei einem 7m) - von Olphen (5), Weber (1), Grafenhorst (3), Tönnesen (4/2), Jurecki (3), Coßbau (4), Wiegert (1), Natek (11), Landsberg (1)

Schiedsrichter: Moles/Pittner (Heddesheim/Hemsbach); Zeitstrafen: 6:6 Minuten (Karlsson 2, Heinl 2, Szilagyi 2 - Grafenhorst 4, van Olphen 2); Siebenmeter: 4/3 (Eijlers hält gegen Fahlgren - Rasmussen pariert zwei Mal gegen Weber); Zuschauer: 5820

Spielverlauf: 1:0 (4.), 2:4 (7.), 4:6 (11.), 6:6 (15.), 7:9 (20.), 9:10 (24.), 9:12 (26.), 11:13 (29.) - 11:15 (31.), 12:17 (33.), 15:20 (36.), 17:20 (38.), 17:22 (40.), 18:24 (42.), 19:25 (44.), 21:25 (45.), 22:27 (49.), 24:29 (52.), 26:29 (54.), 28:31 (58.)
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Quelle: SG Flensburg- Handewitt / pressrelations.de

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