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"Deutsche Mädchen im Besonnungswahn" - Panikmache und Recherchemängel


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Unter dem Titel „Schönheit mit Risiko“ veröffentlicht die Zeitschrift „Healthy

Living“ einen Artikel über die Solarien-Nutzung von Minderjährigen und knüpft

einige Folgerungen und Forderungen daran, auf die im folgenden Leserbrief der

Vorsitzende des Photomed-Verbands antwortet:

Sehr geehrte „Healthy Living“ Redaktion!

Die Solarien-Branche ist um eine Hoffnung auf faire und objektive Behandlung in

den Medien Ihres Hauses ärmer. Ich persönlich hatte nach unseren Kontakten im

vergangenen Jahr, aus denen Sie ja auch im Artikel zitieren, den Eindruck, dass

hier sauber recherchiert und Fakten wie Positionen gesammelt und aufbereitet

wurden. Die Enttäuschung ist daher umso größer.

Healthy Living verstößt mit seinem Artikel “Schönheit mit Risiko“ in der Ausgabe

2/2006 gleich gegen mehrere Grundregeln guten Journalismus und beteiligt sich

ohne Grund – mit teilweise falschen Fakten – am Kesseltreiben gegen die

Sonnenstudios in dieser Republik.

Nur einige Beispiele:

1. Es gibt nicht 12 000 Sonnenstudios sondern 5.500.
2. Es gibt nicht 48 zertifizierte Unternehmen (diese Zahl aus dem Jahre 2004

stammt offensichtlich aus der Pressemeldung zum Regierungsbericht

“Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung im Jahr 2004”) sondern mehr – zu

wenige natürlich, aber das ist kein Grund für Verzicht auf korrekte Recherche.
3. Wer alle Hautkrebsarten zu einer Schreckenszahl vermischt und das Ganze dann

den Solarien anlastet, obwohl wissenschaftlichen Ergebnisse der letzten Jahre

keinerlei Beziehung zwischen künstlicher Besonnung und dem gefährlichen Melanom

nachweisen, der hat kein Interesse an Aufklärung sondern will Panik machen.
4. Wer Sonnenstudios angreift, öffentliche Bäder, Fitnesstudios , Hotels und

ähnliches verschweigt, der zeigt, dass er Tendenzjournalismus betreiben will und

eine bestimmte Zielrichtung hat, wie ja auch der Ruf nach Gesetzen deutlich

macht.
Wer das beim Lesen Ihres Beitrags – mit ja durchaus wichtigen und

diskussionswürdigen Passagen – nicht bemerkt, wird durch Ihre Pressemeldung vom

Vortag ausreichend aufgeklärt.

Lassen Sie uns zur objektiven Diskussion zurückkehren:

1. Jugendlich unter 18 (anderen Experten sagen: unter 16) haben nichts auf

Sonnenbänken zu suchen. Das unterrichtet die „Akademie für Besonnung“, eine

Initiative der Solarien-Verbände und vom sicher nicht als Solarien-freundlich

verdächtigen Bundesamt für Strahlenschutz akkreditiert, die bereits heute mehr

als 5.500 Sonnenstudio-Mitarbeiter geschult hat.
2. Die Zertifizierung der Sonnenstudios geht zweifellos nicht so rasch voran, wie

es sich alle Verantwortlichen in dieser Branche wünschen. Dafür gibt es eine

Reihe guter und weniger guter Gründe – eine davon ist die einseitige und

uninformierte Berichterstattung in den Medien, die Solarienkunden abschreckt (und

im übrigen Mitschuld trägt an den epidemischen Vitamin D-Defiziten und ihren

schweren Folgen in unseren nördlichen Breiten) und Studios um finanzielle

Reserven für Investitionen in zusätzliche Qualität und Qualitätssicherung

bringen.
3. Gegen Kundenwünsche helfen keine Gesetze (siehe die Prohibition) sondern

Aufklärung über den richtigen Umgang mit den UV-Strahlen, wie es in viele

Sonnenstudios tagtäglich geschieht.
4. Klar gibt es in der Branche schwarze Schafe, die gibt es aber woanders auch,

bei Ärzten, Journalisten, Menschen eben.
5. Natürlich trocknet die UV-Strahlung die Haut aus, deswegen sprechen die

Mitarbeiter in den Studios die Kunden auf die Hautpflege nach dem Sonnenbad

(After Sun Kosmetik) an.
6. Es ist sicher richtig, dass übermäßige UV-Bestrahlung, wie viele andere

Hautbelastungen auch, DNA-Schäden hervorrufen, die bei „Sonnen-Mißbrauch“ nicht

mehr durch die natürlichen Reparatur-Mechnismen des Körpers beseitigt werden

können. Aber Missbrauch liegt nicht etwa in der „Natur der Sache Besonnung“, man

kann ihn verhindern.
Im Übrigen noch einmal: Eine direkte Verbindung der DNA-Schäden durch UV-Strahlen

und dem bösartigen „schwarzen Hautkrebs“ ist nicht nachgewiesen. Ständige

Wiederholung macht eine falsche Behauptung nicht richtiger.

Wo es Zweifel gibt, Nachlässigkeiten, Gleichgültigkeit und Missbrauch da haben

die Medien eine wichtige Aufklärer- und Mahner-Funktion. Da sind aber auch Medien

und Solarienverbände Partner im Kampf gegen Auswüchse wie die von Ihnen

berichtete Besonnung von 15jährigen Mädchen. Der „Bundesfachverband Solarien und

Besonnung“ wird immer und gerne an allem mitarbeiten, was zu einer Verbesserung

der Qualität und der Sicherheit der Solarien-Kunden beiträgt.

Mit freundlichem Gruß,

Dr. Norbert Schmid-Keiner
Vorsitzender Photomed Bundesfachverband Solarien und Besonnung e.V.

Informationen zum Photomed-Verband:
http://www.photomed.de/photomed_verbnd.html

Pressekontakt:
Dr. Norbert Schmid-Keiner
Photomed Bundesfachverband Solarien und Besonnung e.V.
Schönenbergstraße 13
79346 Endingen
Telefon: 07642/40160
Telefax: 07642 / 60 00
E-Mail: schmid-keinerphotomed.de
Web: http://www.photomed.de


Quelle: Photomed Bundesfachverband Solarien und Besonnung e.V. / pressbot.net

Ihr Ansprechpartner:

Firma: Photomed Bundesfachverband Solarien und Besonnung e.V.
Name: Dr. Norbert Schmid-Keiner
Straße: Schönenbergstraße 13
Stadt: - 79346 Endingen
 
 
Telefon: 07642/40160
Fax: 07642 / 60 00
 
WWW: http://www.photomed.de
E-Mail:

22.01.2006 - 19:46 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 2146 X

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