1,2 Millionen Euro für Fremdwasserentflechtung in Lebach
29.06.2005 - Das Umweltministerium bezuschusst im Rahmen des Förderprogramms Aktion Wasserzeichen mit rund 1,2 Millionen Euro umfangreiche Fremdwasser-Entflechtungsmaßnahmen in Lebach, die im Bereich des Realgymnasiums und im Bereich der Freizeitanlage in der Dillinger Straße durchgeführt werden.
Insgesamt betragen die Investitionskosten der Stadt Lebach für dieses Großprojekt mehr als 1,8 Millionen Euro.
Im Bereich der Dillinger Straße, wo sich das Lebacher Realgymnasium befindet, wird das Oberflächenwasser derzeit noch über das bestehende Ortskanalnetz entwässert. Weil dieses Gebiet über 200 Hektar groß ist, kommt es bei Regenfällen in den Straßenzügen, die unterhalb dieses Bereiches liegen, zu großen Rückstauproblemen im Kanalnetz. Darüber hinaus werden auch der Knorscheider Floßbach im Bereich der Straße Am Zollstock und der Maarbach im Bereich des Campingplatzes in das Mischsystem der Schmutzwasserentsorgung zugeführt, so dass das Abwassersystem mit großen Mengen sauberen Regenwassers erheblich überlastet ist.
Die Stadt Lebach versucht diese Rückstauprobleme mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Fremdwasserentflechtungs- und Gewässerausbau-Maßnahmen zu lösen. Neben einer Reihe von baulichen Maßnahmen wie dem Bau von Regenrückhaltebecken in Erdbauweise, Regenwasserkanälen, Muldengräben und Einlaufbauwerken werden auch im Bereich des Gewässerausbaus einige umfangreiche Maßnahmen durchgeführt. Hierzu gehören zum Beispiel die Schaffung von so genannten Durchlässen und Maßnahmen zur Bachrenaturierung.
Mit der Aktion Wasserzeichen – Förderprogramm zur Regenwasserbewirtschaftung unterstützt das Ministerium für Umwelt die saarländischen Gemeinden und Städte bei ihren Bemühungen, nicht verunreinigtes Wasser von reinigungsbedürftigem Abwasser zu trennen.
Folgende Maßnahmen können die Gemeinden über die Aktion Wasserzeichen fördern lassen:
- Maßnahmen zur Niederschlagswasserbehandlung: Hierzu gehört der Bau von Regenrückhaltebecken und der Bau von Niederschlagswasserentlastungsanlagen in Mischsystemen. Für solche Maßnahmen gewährt das Ministerium einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent.
- Maßnahmen zur Niederschlagswasserbewirtschaftung: Mit 65 Prozent werden unter dieser Ziffer Maßnahmen zur Entflechtung oder zur Reduzierung der Einleitung von Fremd- und Niederschlagswasser in Abwasseranlagen sowie Niederschlagswasserbewirtschaftungsstudien bezuschusst.
- Kann die jeweilige Gemeinde zugleich noch eigene Förderprogramme zur dezentralen Niederschlagswasserbewirtschaftung zur Regenwasserrückhaltung und/oder zur Dachbegrünung und/oder zur Ableitung bzw. zur Versickerung nachweisen, wird der Förderanteil von 65 Prozent für die Maßnahme zur Niederschlagswasserbewirtschaftung auf 80 Prozent aufgestockt.
- Für die Niederschlagswasserbewirtschaftungsstudien wird ein pauschaler Betrag festgesetzt, der von der Größe der untersuchten Fläche und der Einwohnerzahl abhängt.
- Maßnahmen der dezentralen Abwasserbehandlung: Hierbei wird der Bau von Kleinkläranlagen mit 50 Prozent bezuschusst.
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Quelle: MINISTERIUM FÜR UMWELT DES SAARLANDES / pressrelations.de
29.06.2005 - 15:45 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 520 X

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