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Bayer setzt Investitionsvorhaben in China zügig um




Startschuss für erste Stufe des Polycarbonat-GroßprojektsGrünes Licht für Bau einer MDI-World-Scale-Anlage mit 350.000 TonnenJahreskapazität / Erhöhung der weltweiten MDI-Kapazität auf 1,3 Mio. Tonnen pro Jahr

Donnerstag - 30. Juni 2005, Shanghai - Die Umsetzung der Bayer-Investitionsprojekte am chinesischen Standort Caojing bei Shanghai geht zügig voran: Dr. Udo Oels, im Bayer-Vorstand zuständig für die Region Asien und die Themenfelder Innovation, Technik und Umwelt, startete am 30. Juni 2005 eine neue Compounding-Anlage für Polycarbonate und Polycarbonat-Blends mit einer Jahreskapazität von 40.000 Tonnen. Die Compoundierung ist Teil der im Bau befindlichen Produktionsstätte für Polycarbonat, die im ersten Halbjahr 2006 in Betrieb gehen soll.

Ein weiteres Projekt am Standort Caojing ist der Bau einer Anlage zur Herstellung des Polyurethan-Rohstoffs MDI (Diphenylmethan-Diisocyanat). Ein jährliches Volumen von 350.000 Tonnen - 120.000 Tonnen mehr als ursprünglich geplant - macht sie zur größten ihrer Art weltweit. Mit dem Abschluss des Umweltprüfverfahrens liegt nun die wichtigste Genehmigung für den Baubeginn vor; 2008 soll die Produktion anlaufen. "Wir wollen unsere jährliche MDI-Produktionskapazität von derzeit rund 930.000 Jahrestonnen auf 1,3 Millionen Tonnen erhöhen. Die Anlage in China leistet dazu einen wichtigen Beitrag", so Oels. Darüber hinaus kündigte er die Gründung der "Bayer MaterialScience Trading Company" zum 1. August 2005 an. Dieses Handelshaus mit Sitz in Shanghai ermöglicht Bayer den Direktvertrieb der MaterialScience-Produkte in China.

Die Projekte sind Teil eines Investitionsprogramms am integrierten Bayer-Standort Caojing, für den bereits rund 1,8 Milliarden US-Dollar fest verplant wurden. "Dies ist die größte Investition, die Bayer jemals außerhalb Deutschlands getätigt hat. Wir werden hier bis 2009 jedes Jahr mindestens eine Großanlage starten", betonte Oels während der Inbetriebnahme der Compounding-Anlage in Anwesenheit von Regierungsvertretern und des Präsidenten des Shanghai Chemical Industry Park.

Polycarbonat und Polycarbonat-Blends für den asiatischen Markt

Die nun angelaufene Compoundierung ist für den Teilkonzern Bayer MaterialScience der Startschuss für die Herstellung und Verarbeitung von Polycarbonaten und Polycarbonat-Blends in China. Unter Compoundierung versteht man die kontinuierliche Aufbereitung von Kunststoffen zu verarbeitungsfähigen Formmassen. In der neuen Anlage von Bayer MaterialScience mit einer Jahreskapazität von 40.000 Tonnen wird beispielsweise das Polycarbonat Makrolon® zu dem PC/ABS-Copolymer Bayblend® verarbeitet, das unter anderem für die Herstellung hochwertiger Gehäuse für Monitore und Fernsehgeräte verwendet wird.

Ab 2006 wird Bayer MaterialScience auch Polycarbonat vor Ort produzieren und an Kunden in der Region vertreiben: Die World-Scale-Anlage zur Herstellung von Makrolon® - mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 450 Millionen US-Dollar -geht mit einer Kapazität von 100.000 Jahrestonnen an den Start. Bereits 2007 soll ein Volumen von 200.000 Jahrestonnen erreicht werden. Der High-Tech-Kunststoff Makrolon® wird u. a. für die Produktion von CDs und DVDs, Autoscheinwerfern sowie für Verscheibungen und Überdachungen eingesetzt.

Der Bayer-Vorstand unterstrich die großen Marktpotenziale der am Standort Caojing derzeit und künftig hergestellten Polymer-Produkte im chinesischen Markt: "Nach unserer Einschätzung werden wichtige Abnehmerbranchen wie Automobil, Elektronik, Bau, Informationstechnologie und die Sportartikelbranche jährlich um rund 10 Prozent wachsen." Der Marktanteil von Bayer MaterialScience im Polycarbonat-Geschäft in Greater China liege derzeit bei 25 Prozent - Tendenz: steigend.

MDI-Anlage Caojing Teil des globalen MDI-Ausbauprogramms

Mit dem Bau der MDI-Anlage in Caojing bis zum Jahr 2008 trägt Bayer MaterialScience der steigenden Nachfrage nach Polyurethanrohstoffen - insbesondere in der Region Asien - Rechnung. Die Produktionskapazität beträgt 350.000 Tonnen. Damit wird die ursprüngliche Planung von 230.000 Jahrestonnen erheblich ausgeweitet. Dank modernster Prozesstechnologie erfordert dies nur geringfügig höhere Investitionen als ursprünglich vorgesehen. Mit der erhöhten Kapazität schafft das Unternehmen die Voraussetzungen, um am künftigen Bedarf in der Region Asien/Pazifik überdurchschnittlich zu partizipieren. Der Rohstoff MDI wird für die Produktion von Polyurethan-Hartschaum verwendet, der die höchste Wärmedämmleistung aller marktgängigen Werkstoffe aufweist und unter anderem als Isoliermaterial im Wohnungsbau eingesetzt wird.

Bis Mitte 2006 sollen in Caojing außerdem eine Produktionsstätte für die

Weiterverarbeitung von Roh-MDI zu polymerem und monomerem MDI sowie die

zugehörigen Logistik-Einrichtungen fertiggestellt sein.

Die Errichtung der neuen MDI-Anlage in China ist ein wichtiger Schritt im Ausbauprogramm für die umweltschonende Produktion von MDI und seinen Vorprodukten. "Bayer MaterialScience ist schon heute der weltweit führende MDI-Anbieter. Im kommenden Jahr wollen wir erstmals rund eine Million Tonnen produzieren", so Oels. Derzeit beträgt das Volumen annähernd 930.000 Jahrestonnen; bis 2006 wird darüber hinaus die Kapazität der Anlage in Tarragona (Spanien) um rund 50.000 Jahrestonnen erhöht. Nach dem Abschluss aller Aufbau- und Erweiterungsmaßnahmen soll die MDI-Gesamtkapazität bei rund 1,3 Millionen Jahrestonnen liegen. Mittelfristig erwartet Bayer MaterialScience bei diesem Polyurethan-Rohstoff ein durchschnittliches globales Mengenwachstum von sechs Prozent pro Jahr.

Größere Kundennähe durch neues Handelshaus

Mit der Gründung der "Bayer MaterialScience Trading Company" in Shanghai - mit Niederlassungen in Peking, Quingdao und Guangzhou - kann Bayer MaterialScience ab August 2005 sein Portfolio aus lokaler und internationaler Produktion in China in eigener Regie vertreiben. Damit wird den Kunden in China künftig ein Rundum-Service angeboten - von der technischen Beratung über die Bestellung bis zu Auslieferung und Abrechnung. Der Beitritt Chinas zur World Trade Organization (WTO) und nachfolgende Änderungen im chinesischen Wirtschaftsrecht hatten vor wenigen Monaten den Weg für den Direktvertrieb durch ausländische Unternehmen freigemacht. Die Lizenz für das Bayer-Handelshaus - eine 100-prozentige Tochter der Bayer China Limited - zählt zu den ersten ausgestellten Handelslizenzen dieser Art überhaupt. Mit dem neu gegründeten Unternehmen soll in fünf Jahren ein Umsatzvolumen von einer Milliarde US-Dollar jährlich realisiert werden.

Dahmer neuer Leiter Greater China

Die Aktivitäten von Bayer in der Region Greater China - dazu gehören neben der Volksrepublik China auch Hongkong und Taiwan - werden ab 1. Juli 2005 von Dr. Jürgen Dahmer (48) geleitet. Dahmer ist seit 1. Oktober 2004 Senior Representative der Bayer MaterialScience AG für Greater China und übernimmt zusätzlich die Funktion des Ländergruppensprechers als Nachfolger von Dr. Elmar Stachels (62), der nach 32 Jahren bei Bayer - davon die letzten fünf Jahre in China - in Pension geht.

Hinweis:Aktuelle Pressefotos zum Start der Compounding-Anlage sind am 30. Juni 2005 ab dem frühen Nachmittag (CEST) hier verfügbar unter.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die wir in Berichten an die Frankfurter Wertpapierbörse sowie die amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde (inkl. Form 20-F) beschrieben haben. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

Die Pressemitteilung erreichen Sie über folgenden Link: http://WWW.BayNews.BAYER.DE/BayNews/BayNews.nsf/pressaccess?Open&id=2005-0338



Quelle: BAYER / pressrelations.de

30.06.2005 - 10:36 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 278 X

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