City- und Regio-Carrier wachsen weiter stark dank DSL
- 1,4 Millionen Anschlüsse und Umsatzplus von 35 Prozent - BREKO-Unternehmen setzen auf VoIP und WiMAX
Berlin / Bonn 30.06.2005. Im vergangenen Jahr haben die im BREKO zusammengeschlossen alternativen Telekommunikationsunternehmen ihre Anschlüsse um mehr als 400.000 gesteigert und verfügen jetzt über 1,4 Millionen. Dies teilte der Verband heute anlässlich der Vorstellung seiner Marktstudie 2005 in Berlin mit. "Im laufenden Jahr werden wir die 2-Millionengrenze überspringen.", erklärte Verbandspräsident Peer Knauer. "Die alternativen Netzbetreiber sind weiterhin auf klarem Wachstumskurs und haben ihre Position als stärkster Wettbewerber der Telekom nicht nur behauptet, sondern weiter ausgebaut." Beim Umsatz verzeichnete der Verband einen Zuwachs um 35 Prozent von 1,1 Mrd. Euro auf 1,5 Mrd. Euro. Für 2005 rechnen die Mitgliedsunternehmen mit einem Umsatzwachstum von 22 Prozent. Zu den rund 50 Mitgliedern des BREKO zählen u.a. Unternehmen wie Hansenet, Netcologne, M"Net, EWE TEL, Versatel oder die Carrier des TROPOLYS-Verbundes.
Wachstumstreiber DSL – Zukunftstechnologien VoIP und WiMAX
Motor des Wachstums ist die ungebrochene Nachfrage nach schnellen Internetanschlüssen. Insgesamt lag der Anteil von DSL an den Gesamtanschlüssen 2004 bei 48 Prozent; bis Ende 2005 wird mehr als jeder zweite Telefonanschluss breitbandig sein. Telefonverbindungen - hierzu zählen auch Interneteinwahlen – stiegen um 7 Prozent, der Anteil von Internetzugangsdiensten (DSL) hat sich nahezu verdoppelt und liegt jetzt bei 9 Prozent.
Um auf die zukünftigen Herausforderungen durch neue Sprachdienste über das Internet-Protokoll (Voice-over-IP) gerüstet zu sein, planen nahezu alle Anbieter solche Produkte anzubieten. Mehr als ein Drittel der alternativen Netzbetreiber setzt auf die neue Funkübertragungstechnologie WiMAX, die eine vielversprechende Alternative zur Teilnehmeranschlussleitung darstellt und die Erschließung neuer Verbreitungsgebiete unabhängig vom Netz der Deutschen Telekom ermöglichen wird.
Regulierer muss Waffengleichheit schaffen
Als eine der wichtigsten Regulierungsentscheidungen bezeichnete der BREKO-Präsident die für Ende Juli erwartete Neufestsetzung der Einmalentgelte für die Bereitstellung, Übernahme oder Kündigung der Teilnehmeranschlussleitung – der "letzten Meile" zum Telefonanschluss des Kunden. "Nachdem der Regulierer vor zwei Monaten den Schritt zu eine Absenkung der monatlichen Entgelte unter 10 Euro nicht getan hat, besteht jetzt die Möglichkeit, die fehlende Waffengleichheit zu anderen Wettbewerbsformen - wie etwa dem DSL-Resale - herzustellen.", so Knauer. Der Verband kritisiert vor allem, dass infrastruktur-basierte Unternehmen Kündigungsentgelte zu entrichten haben, wenn ein Kunde zu einem Wettbewerber wechselt oder zur Deutschen Telekom zurückkehrt, während diese den Wiederverkäufern von DSL-Anschlüssen so genannte "Markterschließungsprämien" zahlt.
Für den Mobilfunkmarkt erwartet der Verband sinkende Preise für Gespräche in die Mobilfunknetze. "Die aktuelle Preis- und Produktoffensive, mit der Mobilfunkanbieter Marktanteile auf Kosten des Festnetz gewinnen wollen, zeigt, zu welchen Tarifen eine kostendeckende Durchleitung vom Mobil- ins Festnetz möglich ist.", so Knauer. "Für den umgekehrten Weg kann nichts anderes gelten, da die gleichen Netzelemente verwendet werden – trotzdem müssen wir erheblich höhere Terminierungsentgelte an die Mobilfunker zahlen." Der BREKO vermutet in dieser Preisdifferenz eine Quersubventionierung, die nach dem Abschluss des laufenden Marktanalyseverfahrens vom Regulierer durch eine Senkung der Terminierungsentgelte unterbunden werden könnte.
Investitionen in innovative Netze und Dienste
Trotz der schwierigen regulatorischen Rahmenbedingungen, wollen die BREKO-Unternehmen ihre Ausgaben zu Gunsten der Einführung neuer Dienste und des Ausbaus der Netz erhöhen. Nach Investitionen in 2004 in Höhe von 294 Mio. Euro planen die City- und Regio-Carrier im laufenden Jahr rund 450 Mio. Euro zu investieren.
Ihr Pressekontakt: Peter Eggers Pressesprecher BREKO – Bundesverband der regionalen und lokalen Telekommunikationsgesellschaften e.V. Königswinterer Straße 310, 53227 Bonn Tel.: 0228 / 2 49 99 99 Fax: 0228 / 2 49 99 98 Mobil: 0173 / 25 21 298 E-Mail: peggersbrekoverband.de Internet: www.brekoverband.de
Quelle: BREKO / pressrelations.de
30.06.2005 - 16:29 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 306 X

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