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Umweltminister Methling: Wahlfreiheit der Verbraucher erfordert Gentechnikfreie Regionen




30.06.05 - "Gentechnikfreie (Anbau-)Regionen (GFR) auf der Basis freiwilliger Selbstverpflichtungserklärungen oder verbindlicher Beschlüsse von organisierten Landwirten sind derzeit die einzige Möglichkeit, sich auch mittel- und langfristig noch für eine gentechnikfreie Erzeugung entscheiden zu können", sagte Umweltminister Prof. Dr. Wolfgang Methling heute (30.06.2005) in Hohen Zieritz (Landkreis Mecklenburg-Strelitz) anlässlich einer Informationsveranstaltung der Gentechnikfreien Region Müritz Nationalpark.

"Die öffentlichkeitswirksamen Erfolge der ersten beiden Gentechnikfreien Regionen Warbel-Recknitz (Mecklenburg-Vorpommern) und Uckermark-Barnim (Brandenburg) haben Anfang 2004 den vielen Initiativen Mut gemacht, sich zu engagieren und selbst Gentechnikfreie Regionen zu gründen. Bis Mitte Mai 2005 hatten sich in Deutschland bereits 15.000 Landwirte in 66 Gentechnikfreien Regionen bzw. GFR-Initiativen mit mehr als 483.000 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche dazu verpflichtet, auf ihren Äckern keine gentechnisch veränderten Pflanzen anzubauen. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit sechs Gentechnikfreie Regionen mit 58.750 Hektar. 64 landwirtschaftliche Betriebe haben sich für einen Gentechnikfreien Anbau entschieden. Dies sind beeindruckende Zahlen, insbesondere wenn man bedenkt, dass dieser Erfolg auf dem ehrenamtlichen Engagement der Landwirte und anderer Bürger beruht", so der Umweltminister in seinem Statement. "Wo es sich anbietet und wo es rechtlich möglich ist, werde ich mich weiter für die Einrichtung von gentechnikfreien Zonen in der Landwirtschaft einsetzen. Hier wird für Verarbeitungs- und Handelsunternehmen sichergestellt, gentechnikfreie Produkte zu erhalten, um so den Wünschen von mehr als 70 Prozent der Verbraucher entsprechen zu können.

Ich knüpfe - ebenso wie viele Landwirte - Hoffnungen an die positiven wirtschaftlichen Effekte der Initiative für Gentechnikfreie Regionen. Denn ein Großteil der Verbraucher steht gentechnisch veränderten Lebensmitteln ablehnend gegenüber. Das Qualitätsmerkmal "gentechnikfrei" kann somit bald äußerst wertvoll sein. Denn die Mehrheit der Verbraucher will keine Gentechnik auf dem Teller. Die Wahlfreiheit der Verbraucher erfordert Gentechnikfreie Regionen. In der Produktion und Verarbeitung unbelasteter und gentechnikfreier Lebens- und Futtermittel auf der Basis regionaler Kreisläufe sehe ich ein erfolgversprechendes Landwirtschaftsmodell für Mecklenburg-Vorpommern", sagte Minister Methling. " Umweltschutz lohnt sich hier dreifach: für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen, als Motor für Innovationen und als Voraussetzung für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg."

Umweltministerium MVSchloßstraße 6 - 819053 SchwerinTelefon: (0385) 588-8003Telefax: (0385) 588-8990E-Mail: pressestelleum.mv-regierung.de V.i.S.d.P.: Ilona Stadler



Quelle: UMWELTMINISTERIUM MECKLENBURG-VORPOMMERN / pressrelations.de

30.06.2005 - 16:30 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 330 X

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