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USA: Noch keine Bodenbildung bei den Frühindikatoren




Trotz nachlassender wirtschaftspolitischer Impulse, eines hohen Ölpreises und eines festen Dollars hat sich das USWirtschaftswachstum im 1. Quartal im Nachhinein doch noch als erstaunlich robust erwiesen. Mit einer Wachstumsrate von annualisiert 3,8 % konnte es nahtlos an das Wachstum im 2. Halbjahr 2004 anknüpfen. Die Hauptstütze war dabei nach wie vor der Private Konsum, der weiter von steigenden Einkommen und positiven Vermögenseffekten profitiert hat. Die Investitionen verlieren dagegen schon seit einigen Monaten an Dynamik. Hier machen auch wichtige Frühindikatoren wie der ISM oder der OECD-Leading-Indicator wenig Hoffnung auf ein baldiges Ende der zyklischen Abschwächung. Stattdessen sollte sich die Eintrübung bei den Investitionen im weiteren Jahresverlauf fortsetzen. Der Kostendruck ist unverändert hoch, aber die Inflation auf Konsumentenebene ist weiter moderat und sollte dies auch bleiben. Die Kombination aus robustem Wachstum bei nur geringer Inflation hat die Fed veranlasst, Ende Juni die Zinsen um weitere 25 Basispunkte auf nun 3,25 % anzuheben. Damit scheint sie noch nicht am Ende ihres Erhöhungszyklus’ angekommen zu sein.

Wir rechnen noch mit zwei weiteren Anhebungen um 25 Basispunkte. Bei einer dann womöglich inversen Zinsstrukturkurve sollte die Fed eine Pause einlegen, um die Wachstumsaussichten nicht zu stark zu gefährden. Aktienmarkt wieder fester Im Laufe der nächsten Wochen werden die ersten konkreten Schätzungen für die Gewinnentwicklung der Unternehmen im 2. Quartal 2005 veröffentlicht. Aktuell liegen die Erwartungen nur bei rund 8 % Zuwachs gegenüber dem Vorjahresquartal. Wir gehen davon aus, dass sich diese Annahmen – wie schon in den vergangenen drei Quartalen – als zu konservativ erweisen und die tatsächliche Steigerungsrate eher 12 bis 13 % erreichen wird. Antreiber dieser Entwicklung könnten erneut Finanz-, Energieund Technologieunternehmen sein, deren Gewinnschätzungen uns zu niedrig erscheinen.

Hinsichtlich der kurzfristigen Aktienmarktentwicklung erachten wir dies als weitgehend in den Kursen eingepreist an, so dass der S&P 500-Index zunächst nur Potenzial bis zu den Jahreshöchstständen bei 1.230 Punkten besitzt. Unsere Einschätzung der einzelnen Sektoren hat sich kaum geändert: Wir sehen Finanzen, Industrie und Energie als attraktiv an, während Healthcare zumindest vorübergehend nicht weiter outperformen dürfte. Die zuletzt gut gelaufenen Technologieaktien sind nun fair bewertet.

Mittelfristig verhaltener Renditeanstieg

Am Rentenmarkt wirkt die sich abschwächende Konjunkturdynamik und strukturell geringer Inflationsdruck einem signifikanten und anhaltenden Trend steigender Zinsen entgegen. Das Risiko besteht derzeit vor allem darin, dass die Fed ungeachtet der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter das Ziel verfolgt, die vorhandene Überschussliquidität "kontrolliert" abzuschöpfen. Eine damit verbundene weitere Erhöhung der US-Leitzinsen über das derzeit in den Märkten erwartete Maß hinaus könnte sich im weiteren Jahresverlauf negativ auf die Wirtschaftsentwicklung auswirken. Demgemäß sind wir in den USA wie in Euroland gegenüber der Benchmark gegenwärtig neutral positioniert.

Prognosen USA

Zinsen

  Aktien

  3- Monatsgeld

10- Jahreszins

S&P 500

in 3 Monaten

3,50

4,00

1.250

in 6 Monaten

4,00

4,15

1.250

in 12 Monaten

4,00

4,25

1.300



Quelle: ACTIVEST / pressrelations.de

07.07.2005 - 17:07 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 269 X

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