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[BReg] Chancengleichheit für Jugendliche schaffen


Chancengleichheit für Jugendliche schaffenPresse- und Informationsamt der Bundesregierung

"REGIERUNGonline" - Wissen aus erster Hand

Artikel

Veröffentlicht am: 14.03.2006

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Deutschland/Frankreich
Chancengleichheit für Jugendliche schaffen
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Deutschland und Frankreich streben eine bessere Integration von
Kindern aus Zuwandererfamilien an. Das haben Bundeskanzlerin Angela
Merkel und der französische Präsident Jacques Chirac beim
Deutsch-Französischen Ministerrat angekündigt. Außerdem erklärten sie
sich grundsätzlich bereit, unter bestimmten Bedingungen eine
UN-Mission im Kongo zu unterstützen.


"Wenn junge Menschen in die Schule kommen und die Lehrer nicht
verstehen, dann ist der Ausgangspunkt für eine erfolgreiche
Schulbildung oder Lehre natürlich gleich sehr schlecht gesetzt", sagte
Merkel. Daher sei es erforderlich, zum Schuleinstieg mehr Wert auf
Deutschkenntnisse zu legen.

Integration und Chancengleichheit

Dies zeige auch der geringe Anteil von Einwandererkindern an höheren
Schulen und Universitäten. Ziel sei es, "dass die ausländischen
Jugendlichen an allen Möglichkeiten unserer Länder und ihrer
Heimatländer teilhaben können", erklärte die Kanzlerin.

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Deutsch-französische Abkommen beschlossen



Der französische Präsident stimmte zu: Junge Menschen

müssten mit den
gleichen Chancen ins Leben starten können.

Daher vereinbarten der Präsident und die Kanzlerin einen wichtigen
Termin im Oktober: Beide werden beim nächsten Ministerrat mit
deutschen und französischen Einwandererkindern diskutieren.

Motor der europäischen Entwicklung

Chirac kündigte an, dass sich Deutschland und Frankreich für eine
gemeinsame europäische Energiepolitik einsetzen werden. Insbesondere
gehe es dabei um Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und
Umweltschutz. Mit der Energiepolitik wird sich in der nächsten Woche
auch der Europäische Rat beschäftigen.

Auch in der Forschungs- und Innovationspolitik wollen beide Länder
enger zusammenarbeiten. "Wichtig ist, dass öffentliche
Forschungsförderung und wirtschaftliche Forschungsaktivitäten
miteinander verzahnt werden müssen", sagte Merkel. Auf diesem
Weg sei das Ziel zu erreichen, drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes
für Forschung und Entwicklung auszugeben.

Kongo-Einsatz hängt von Bedingungen ab

Darüber hinaus sprachen Merkel und Chirac über einen möglichen
europäischen Einsatz im Kongo. Die Kanzlerin verwies erneut auf die
notwendigen Kriterien für eine Beteiligung: die Akzeptanz der
kongolesischen Regierung, ein UN-Sicherheitsmandat und eine klare
zeitliche Perspektive. Allerdings gebe es zum jetzigen Zeitpunkt noch
keine endgültigen Entscheidungen.

Internationale Abkommen unterzeichnet

<;

Intensive Gespräche

Neben der breiten Palette internationaler Themen kam es auch zu zwei
Vertragsunterzeichnungen. Die Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee und
Dominique Perben unterschrieben ein Abkommen, das den Bau einer
Eisenbahnbrücke über den Rhein vorsieht.

Diese soll ab 2010 die französische Stadt Straßburg mit dem deutschen
Ort Kehl verbinden. Damit verringern sich die Fahrtzeiten der
Schnellzüge, die künftig von Paris über Straßburg nach Stuttgart
fahren sollen.

Ein zweites Abkommen verbesserte den Datenaustausch zwischen den
beiden Ländern bei Verkehrsdelikten.

Vertrauensvolles Verhältnis

Die Unterzeichnung beider Abkommen sei symbolisch für den ersten
Deutsch-Französischen Ministerrat der neuen Bundesregierung, sagte
Merkel. "Wir haben viele Themen angesprochen und dies im Geiste der
Freundschaft, der Kooperation und des gegenseitigen Vertrauens."


KONTEXT

>> Ergebnisse des 6. Deutsch-Französischen Ministerrats
<,-974158/Ergebnisse-des-6.-Deutsch-Fran.htm>
>> Hintergrund zum Deutsch-Französischen Ministerrat
<,-973968/Hintergrund-zum-Deutsch-Franzo.htm>


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Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
E-Mail: InternetPostbundesregierung.de
Internet:

Dorotheenstr. 84
D-10117 Berlin
Telefon: 01888 / 272 - 0
Telefax: 01888 / 272 - 2555

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