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Leitsätze zur Zukunft der Landwirtschaft




Drei Leitsätze aus der auf dem Deutschen Bauerntag 2005 in Rostock verfassten Erklärung hob der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar, bei seinem heutigen Besuch auf der "Hohen Geba" (Landkreis Schmalkalden-Meiningen) hervor: Landwirte sind auch Exporteure, Natur ist unser Kapital, Bauern sorgen für Bewegung mit neuer Energie.

Landwirte sind auch Exporteure

Die Harddiscounter haben mittlerweile fast 50 % Marktanteile. Um dem entgegen zu wirken gibt es nur zwei Alternativen:

Abbau der Überschüsse und hin zu marktkonformen Absatzangeboten, verbunden mit stärkerer Bündelung der Angebote, um gegenüber dem Handel besser aufgestellt zu sein

Erschließen von Märkten außerhalb Deutschlands, d.h. Export.

Deutschland hat bei den Agrarexporten (2004 ca. 33 Mrd. Euro) trotz Eurostärke und Dollarschwäche zugelegt. Auch die Wirtschaft Thüringens konnte die Exportanteile 2004 steigern. Aber die Thüringer Ernährungswirtschaft hat mit 6,5 % Exportanteil - das ist weniger als 2003 (6,8%) - noch Reserven.

Natur ist unser Kapital

Eine schöne Natur bietet ein gutes Umfeld für den "Tourismus". Tourismus wiederum kann ein wichtiges Standbein für wirtschaftliche Entwicklung und Einkommen auch in einer Region fernab von großen Zentren sein. Der Arbeit der Landwirte kommt in diesem Zusammenhang auch künftig eine herausragende Rolle zu.

Minister Dr. Sklenar: "Vor dem Hintergrund der Agrarreform bestehen für die künftige Nutzung des prägenden Grünlandes in einer Region wie der Rhön aus meiner Sicht dabei vier Optionen:

Produktion auf der Basis von Cross-Compliance und der guten fachlichen Praxis, dabei geht es sowohl um die Futterproduktion als auch die Produktion von Biomasse für die Energiegewinnung

extensive Tier gebundene Nutzung und Pflege des Grünlandes im Rahmen von Agrar- und Umweltmaßnahmen

Ziel gerichtete Standort- und Biotop bezogene Pflege

Erhaltung der Flächen in einem guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand durch die Grünlandbrache im Rahmen des Cross-Compliance.

Für welche Optionen sich die Landwirte dabei entscheiden, hängt von der konkreten betriebswirtschaftlichen Bewertung ab."

Bauern sorgen für Bewegung mit neuer Energie

Im Bereich der Nachwachsenden Rohstoffe tun sich für die Landwirtschaft neue Perspektiven auf. Strom und Wärme beispielsweise aus Biogas zählen heute zu den interessantesten Optionen, die erneuerbare Energien zu bieten haben. Außerdem ermöglichen sie die Verknüpfungen landwirtschaftlicher Roh- und Reststoffe mit Aspekten der Entsorgung von Bioabfällen.

Die Biogasnutzung kann damit die Kette von der Nahrungsmittelproduktion bis hin zur Reststoffverwertung schließen und entspricht grundsätzlich mit ihren drei Produkten Wärme, Strom und Wirtschaftsdünger dem Gedanken der Kreislaufwirtschaft.

"Die Zukunft der Landwirtschaft baut auch künftig zu einem gehörigen Anteil auf den drei Säulen Produktion von Nahrungsmitteln in hoher Qualität - auch unter einem immer stärkeren Focus des Exports -, dem Erhalt unserer Kulturlandschaft und der Bereitstellung von Energie und Rohstoffen auf", so der Minister abschließend.

 

Petra Betzi. V. Pressesprecherin Beethovenstraße 3 · 99096 ErfurtTel: (03 61) 37-99 930 · Fax: (03 61) 37-99 939 E-Mail: pressestelletmlnu.thueringen.de Internet: www.thueringen.de/tmlnu

 



Quelle: MINISTERIUM FÜR LANDWIRTSCHAFT, NATURSCHUTZ UND UMWELT - THÜRINGEN / pressrelations.de

11.07.2005 - 17:05 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 746 X

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