Beginn der Lärmsanierung in Efringen-Kirchen
Baugelder für Schallschutzwände frei gegeben / Beginn der Arbeiten im Herbst 2005 / Positive Entscheidung für passiven Schallschutz im Wohngebiet "Mühlegestad- Deichelacker"
(Karlsruhe, 11. Juli 2005) Im Rahmen des Programms "Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes" kann die Bahn im Herbst 2005 in Efringen-Kirchen mit dem Bau von Schallschutzwänden beginnen: Das Eisenbahnbundesamt hat die dafür vorgesehen Baugelder frei gegeben. Die positive Entscheidung ist auch auf das Engagement der für diesen Wahlkreis zuständigen Bundestagsabgeordenten Marion Caspers-Merk zurückzuführen. "Durch die Schallschutzmaßnahmen werden wir die Bewohner der angrenzenden Häuser und Wohnungen erheblich vom Lärm der vorbeifahrenden Züge entlasten. Aber auch die Anwohner weiter hinten liegender Wohnbereiche werden von der Wirkung der Wände profitieren", so Sabine Weiler, Teamleiterin Lärmsanierung bei der DB ProjektBau in Karlsruhe.
In Efringen-Kirchen sind insgesamt drei Schallschutzwände mit einer Gesamtlänge von rund 1.765 Meter vorgesehen. Auf der Westseite der Gleise entsteht nördlich des Bahnhofs eine 535 Meter lange und 1,5 bis 2,5 Meter hohe Wand, die entlang der "Hutgasse" bis zum Bahnhof verläuft. Südlich des Bahnhofs schließt eine 730 Meter hohe und 1,5 bis 2 Meter hohe Schallschutzwand an. Sie beginnt kurz vor der Brücke über die "Basler Straße" und führt entlang der Straßen "Bromen", "Kapfrein" und "Ida-Guldenschuh-Weg". Die dritte Wand wird östlich der Gleise nördlich des Bahnhofs errichtet. Sie wird eine Länge von 500 Meter bei einer Höhe von 2,5 Meter aufweisen und entlang dem "Weingartenweg" bis kurz hinter die Einmündung der "Engelstraße" verlaufen. Die Wände sind zur Gleisseite hin hoch absorbierend ausgebildet, um Schallreflexionen zu vermeiden.
In den Bereichen, in denen aus städtebaulichen oder schalltechnischen Gründen keine Schallschutzwände gebaut werden können, werden zusätzlich passive Maßnahmen ergriffen. Das sind zum Beispiel Schallschutzfenster in Verbindung mit schallgedämpften Lüftern, die ebenfalls zu einer wesentlichen Lärmreduzierung in den Wohn- und Schlafräumen beitragen.
Besonders erfreulich ist der positive Bescheid des Bundesverkehrsministeriums für die Eigentümer im Wohngebiet "Mühlegestad-Deichelacker". Hier wurde entschieden, die bestehende Stichtagsregelung zu Gunsten der Anwohner anzuwenden. "Ich begrüße diese Entscheidung und freue mich für die Anwohner. Die Zusage ist wichtig und bringt uns in Sachen Schallschutz und Akzeptanz der Schiene ein ganzes Stück weiter", so Marion Caspers-Merk. "Hier die Stichtagsregelung "1.4.1974" strikt anzuwenden, hätte die Anwohner hart getroffen, da dadurch die passiven Schallschutzmaßnahmen nicht förderfähig gewesen wären."
Die passiven Maßnahmen werden in Absprache mit den Wohnungs- und Hausbesitzern durchgeführt. Die Eigentümer im Wohngebiet "Mühlegestad- Deichelacker" werden in Kürze durch das zuständige Planungsbüro angesprochen. Im Bahnhofsbereich westlich der Gleise – wo keine Schallschutzwände vorgesehen sind – hat die Umsetzung bereits begonnen. Die passiven Maßnahmen werden bis Anfang 2006 abgeschlossen sein.
Das Programm
Seit 1999 stellt die Bundesregierung für das Lärmsanierungsprogramm jährlich Mittel in Höhe von 51 Millionen Euro zur Verfügung. Damit wurde erstmals die finanzielle Möglichkeit geschaffen, Schallschutzmaßnahmen auch entlang vorhandener Schienenwege umzusetzen. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um eine Kombination von aktiven und passiven Schallschutzmaßnahmen. Unter den aktiven sind an vorderster Stelle die Schallschutzwände entlang der Strecke zu nennen. Passive Maßnahmen sind schalltechnische Verbesserungen an Gebäuden, wie beispielsweise der Einbau von Schallschutzfenstern in Verbindung mit schallgedämpften Lüftern oder die Dämmung von Außenwänden und Dächern. Bei diesem Programm handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Bundes, auf die kein Rechtsanspruch besteht. Bundesweit sind aktuell in über 370 Ortslagen Lärmsanierungsmaßnahmen in Planung bzw. in Bau. Seit August 2002 liegt die zweite Fortschreibung mit insgesamt mehr als 900 Ortsdurchfahrten vor. Mit der Realisierung ist bundesweit die DB ProjektBau beauftragt.
Herausgeber: Deutsche Bahn AGKommunikation, Potsdamer Platz 2, 10785 BerlinVerantwortlich für den Inhalt: Werner W. Klingberg
Quelle: DEUTSCHE BAHN / pressrelations.de
11.07.2005 - 17:06 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 477 X

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