anzeige [x]

 PM online: 58.061
 Redakteure registriert: 3.001
 Gesamtreichweite (Aufrufe Meldungen): 12.137.558

Schönheitskur für Schwabing


vergrößern

München (aha). Schwabings Ruf als Münchner Künstler- und Partyviertel ist legendär. Ein Blick auf die Immobilienseiten im Internet zeigt, dass die Nachfrage nach Wohnraum in dem Stadtteil ungebrochen hoch ist. Doch das Angebot ist begrenzt, die Gesamtanzahl an Wohnungen ist seit langem überschaubar. Viele Häuser sind denkmalgeschützt, es gibt so gut wie keine Neubauten. Nun ist in bester Münchner Lage, mitten in Alt-Schwabing am Wedekindplatz, ein aufsehenerregender Gebäudekomplex mit Natursteinfassade und 73 Wohnungen entstanden. Die sogenannten Feilitzsch-Höfe gelten als städtebauliches Musterbeispiel.

„Jetzt kehrt hier wieder neues Leben ein“, hofft Johnny Saffari. Seit 1973 ist er Besitzer des Drugstore, einer verwegenen Kombination aus Restaurant, Café, Bar, Bistro, Theater, Kiosk und Boutique, mitten in Altschwabing. In seiner direkten Nachbarschaft, dort wo nun die Feilitzsch-Höfe entstanden sind, blickte er jahrelang auf eine ungenutzte Ruine der Stadtwerke. In den Neubau setzt er hohe Erwartungen und erhofft sich neue, finanzkräftige Nachbarn und Kunden.



Schwabinger Traumwohnungen

Gut möglich, dass Saffaris Wunsch demnächst in Erfüllung gehen wird. Der Bauherr der Feilitzsch-Höfe, die Münchner EIWOBAU, setzt auf einen anspruchsvollen und vor allem gut betuchten Käuferkreis. Zwischen 160.000 Euro (für rund 33 Quadratmeter) und knapp 2 Millionen Euro (270 Quadratmeter) muss der Käufer für eine Wohnung in dem Vorzeigeprojekt hinlegen. „Alle Wohnungen sind Schwabinger Traumwohnungen“, schwärmt EIWOBAU-Geschäftsführer Dr. Peter Wasner erwartungsgemäß. Viele der 1- bis 5-Zimmer-Wohnungen seien bereits nach kurzer Zeit verkauft gewesen. „Zielgruppe sind Menschen, die Schwabing lieben oder Tegernseer, die nach der Oper einfach mal in München bleiben wollen“, sagt Wasner.

Außenfassade aus Naturstein

Mit der Planung der Feilitzsch-Höfe war das Berliner Büro Léon Wohlhage Wernik Architekten zwei Jahre beschäftigt. Außen fällt zuerst einmal die Fassade aus Naturstein auf, die behagliche Wärme ausstrahlt. Die Architekten verwendeten für die Außenhaut des drei- und fünf Stockwerke hohen Gebäudes roten Travertin aus dem Iran und gelben Travertin aus Peru. „Dabei wurde der Naturstein so geschnitten, dass seine lebhafte Maserung eine ganz eigene Wirkung an der Fassade erzielt“, erklärt der Architekt. Großzügige Fensterpaneele und bewusst gesetzte Kanten sorgen für eine Auflockerung, die sofort positiv auf den Betrachter wirkt. Die Treppenaufgänge sind mit indischem Granit stimmig zur Außenfassade und zugleich belastbar ausgefallen.

Harmonische Verknüpfung

„Wir wollten mit den Feilitzsch-Höfen bewusst nicht alte Stile kopieren, sondern an die Tradition anspruchsvoller Bauten in der Formensprache des 21. Jahrhunderts anknüpfen“, sagt Wohlhage. Dennoch orientieren sich die zwei Gebäude des Komplexes durch die Aufteilung der Baukörper am Schwabinger Baucharakter und stellen eine harmonische Verknüpfung her. Sie schließen auch einen begrünten Hof ein. Von den innenliegenden Balkonen schauen die neuen Besitzer auf den Wedekindplatz. Er erinnert an die Blütezeit des Künstlerviertels um 1900.

Auf dem ehemaligen Stadtwerke-Grundstück zwischen Feilitzsch-, Sieges- und Franzstraße ist bereits Leben eingekehrt: In eines der beiden Gebäude des Komplexes ist vor kurzem die Neue Constantin Film eingezogen. Die Stadt hatte große Anstrengungen unternommen, das Produktions- und Verleihunternehmen in München zu halten, nachdem es sein bisheriges Domizil in der Schwabinger Kaiserstr. 39 räumen musste. Demnächst wird es in dem Komplex auch ein Alten- und Servicezentrum, eine Kinderkrippe und ein Eckcafé geben.

Großzügige Tiefgarage

Die angespannte Parkplatzsituation in dem Viertel wurde mit dem Bau einer großzügigen Tiefgarage entschärft. Von den insgesamt 283 Stellplätzen stehen 100 den Anwohnern zur Verfügung. Je 90 sind für die künftigen Wohnungseigentümer und die Gewerbetreibenden bestimmt. „So verschwindet eine 500 Meter lange Blech-Schlange von der Strasse, was eine richtige Befreiung für Anwohner und Besucher ist“, berichtet Werner Lederer-Piloty, Vorsitzender des Schwabinger Bezirksausschusses. Überhaupt sei der Gebäudekomplex ein großer Gewinn für Schwabing.

In der nahe gelegenen Marktstraße kümmert sich Friseur Julius Löwenstein seit mehr als 20 Jahren um die Haare seiner Kunden. Dort sind die Feilitzsch-Höfe schon lange ein beliebtes Gesprächsthema: „Meine Kundschaft findet den Bau total schön“, sagt der Friseur. Er passe zum Flair des Viertels. „Wer in Schwabing wohnt, schwärmt von der besonderen Atmosphäre des in ganz Deutschland bekannten Stadtteils“, so Löwenstein.

Bekannte Maler wie Paul Klee und Schriftsteller wie Thomas Mann ließen sich hier einst zu großen Werken inspirieren. In den 80er Jahren feierten die Wohlhabenden und Prominenten in Schwabing – meist sich selbst. Die Musikgruppe Spider Murphy Gang widmete der so genannten Schickeria sogar ein eigenes Lied, das es bis auf Platz 1 der deutschen Hitparade schaffte. Noch heute sind das Bildungsniveau und der Akademikeranteil vergleichsweise hoch. Genauso wie die Lebensqualität: Die Bewohner der Feilitzsch-Höfe sind schnell an der Münchner Freiheit oder im Englischen Garten, zum Feiern und zum Erholen.

Quelle: bayern-nachrichten.de / pressbot.net

Ihr Ansprechpartner:

Firma: bayern-nachrichten.de
Name: Alexander Hauk
Straße: Gabelsbergerstr. 77
Stadt: - 80333 München
 
 
Telefon: 08922844920
 
WWW: www.bayern-nachrichten.de
E-Mail:

21.04.2006 - 12:03 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 2509 X