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Finanzplaner sind Geburtshelfer für große Ideen und Visionen


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Damit gute Ideen nicht schon an der Finanzierbarkeit scheitern, kümmern sich Finanzexperten um Vermögenserhalt und Liquiditätsplanung – Kunden können sich ganz auf die Umsetzung ihrer Pläne konzentrieren

Von Alexander Hauk

Wenn in diesen Tagen Kulturfreunde den 250. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart feiern, so steht in erster Linie sein musikalisches Vermächtnis im Vordergrund. Dennoch wird das Musikgenie oft mit seiner Geldknappheit als Folge einer glücklosen Hand in finanziellen Dingen in Verbindung gebracht. Auch heute fürchten Unternehmer und Privatleute nichts mehr als eine finanzielle Schieflage. Die Verwirklichung von Zielen hängt nämlich häufig an einem: Am Geld.
Eine profunde und vorausschauende Planung kann hier entscheidend zum Gelingen beitragen.

„Menschen mit guten Ideen und der Tatkraft sie umzusetzen, haben oft weder Zeit noch Muße, sich um finanzielle Belange zu kümmern. An einer tragfähigen Finanzplanung entscheidet sich, ob einem Projekt Leben eingehaucht wird, oder es bei guten Absichten bleibt.“, erklärt Diplom-Kaufmann Stefan Spangenberger aus dem hessischen Bad Nauheim.

Der 38-Jährige arbeitet als freiberuflicher Unternehmens- und Finanzplaner und ist einer von nur rund 350 Vertretern seines Fachs in Deutschland, die nach entsprechender Weiterbildung die international angesehenen Titel „Certified Financial Planner“ (zertifizierter Finanzplaner) und „Certified Estate Planner“ (zertifizierter Nachlassplaner) zugleich tragen dürfen. Die Nachfrage nach seinen Diensten ist groß, sein überwiegend aus mittelständischen Unternehmen bestehender Kundenstamm klein und exklusiv, die Warteliste dementsprechend lang. Die Arbeit Spangenbergers basiert auf dem Konzept, das bisher vor allem aus der Medizin bekannt ist, der Ganzheitlichkeit: „Ich erarbeite für meine Kunden ein vernetztes Gesamtkonzept zu sämtlichen privaten und geschäftlichen Finanzierungsfragen“, berichtet der Finanzexperte. „Insbesondere bei mittelständischen Unternehmern sind die Übergänge zwischen betriebswirtschaftlichen Aspekten wie Unternehmensplanung und Controlling einerseits und der privaten Vermögensplanung andererseits fließend.“, so Spangenberger weiter.

Zu seinen insgesamt zwölf auserlesenen Kunden gehört der ehemalige Leiter der Deutschen Reitschule im nordrhein-westfälischen Warendorf, Ralph-Michael Rash. „Nach elf erfolgreichen Jahren als Leiter wollte ich etwas Eigenes schaffen“, berichtet Rash. Ihm schwebte ein Dressurstall vor, in dem Spitzenpferde für Profisportler und betuchte Privatpersonen ausgebildet, trainiert und vermarktet werden. Im Frühjahr 1999 setzte Rash seine Pläne um und baute mit seiner Familie den Hesselhof nahe Warendorf auf. Heute kümmern sich zehn Mitarbeiter um die Versorgung und Ausbildung von Pferden und Reitern.


Obwohl der Dressurstall von Rash in internationalen Kreisen schnell als Garant für Qualität und Erfolg galt, musste das betriebswirtschaftliche Steuerungsinstrumentarium für die geplante und notwendige Erweiterung völlig neu entworfen werden. Die hohe Kapitalbindung im Pferdebestand und der Cash-Flow des Unternehmens mussten dazu möglichst reibungsfrei in Einklang gebracht werden. „Wann ein Pferd verkauft werden kann, lässt sich schwer planen“, erklärt Rash.

Da lernte er Stefan Spangenberger kennen. „Zuerst war ich schon skeptisch, es ging einfach um zu viel“, gibt Rash zu. Spangenberger kontert: „Er wusste gar nicht, um wie viel.“ Eine betriebswirtschaftliche Analyse ergab nämlich, dass der Dressurstall über wesentlich mehr Möglichkeiten verfügte, als geahnt. Nach gemeinsamen Gesprächen legten Spangenberger und Rash die Ziele und Strategien des Unternehmens für die kommenden Jahre fest. Darauf aufbauend entwickelte Spangenberger ein passgenaues Finanzierungs- und Controllingkonzept.

Heute kann Rash die Auswirkung unternehmerischer Entscheidungen auf den Cash-Flow seines Unternehmens jederzeit am Computer ablesen und simulieren, was ihm besonders bei kurzfristigen Entscheidungen hilft. „Ich habe heute permanenten Zugriff auf den wirtschaftlichen Status meines Unternehmens.“, sagt Rash. Eine gute Voraussetzung für die geplante Erweiterung und Spezialisierung seiner Reitschule: „Am wichtigsten war mir, die klaffende Schere zwischen Kapitalbindung und betrieblichen Zahlungsströmen zu schließen und eine langfristige Unternehmensplanung aufzubauen. Am Ende soll das Ganze mit Herrn Rash privater Vermögenssphäre ausbalanciert werden.“, so Spangenberger über seine Arbeit.


Information durch Aktiv- und Passivseite

Immer wenn betriebliche und private Finanzplanung miteinander in Einklang zu bringen sind, geht Spangenberger nach einer bewährten Struktur vor: „Zu Beginn erfasse und bewerte ich sämtliche Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten auf der Privatseite.“ Dadurch lasse sich die gegenwärtige Vermögensstruktur des Kunden und mögliche Risiken daraus erkennen. Aus den Erträgen die das Vermögen abwirft erstellt der Finanzexperte eine risikogewichtete Gewinn- und Verlustrechnung. Somit entsteht ein vollständiger und transparenter Blick auf das gesamte Privatvermögen, und dessen mögliche Entwicklung in der Zukunft.

Auf Basis der erhobenen Informationen bespricht er mit seinen Kunden deren individuelle Ziele und erarbeitet Pläne für die Umsetzung. Hier sei Kreativität gefordert, denn: „Häufig stellt sich ein Missverhältnis zwischen Wunsch und Wirklichkeit heraus“, berichtet Spangenberger. Die Neustrukturierung des Wertpapierdepots oder die Umschuldung einer Immobilie sind nur einige Elemente, mit denen er seinen Kunden hilft, die gewünschten Pläne und Ziele zu verwirklichen. Zum Rundum-Service Spangenbergers gehört auch, dass er Banker, Versicherer, Steuerberater und anderer Finanzpartner des Kunden lenkt.

Auf der betrieblichen Seite ist Spangenberger, der selbst viele Jahre kaufmännischer Leiter war, für seine Kunden Stratege und Controller zugleich. Hier geht es meist um die Erarbeitung der Unternehmensplanung, die Festsetzung von Budgets und die Entwicklung des geeigneten Steuerungsinstrumentariums in Form von Kennziffern und Managementberichten.

„Unternehmerisches Handeln und private Vermögensplanung in Einklang zu bringen ist eine hohe Kunst, die viel Fingerspitzengefühl erfordert, am Ende aber unendlich viel bewirken kann“, so das Urteil des 38-Jährigen.

Immer mehr Bedeutung gewinne auch die Nachlassplanung als Spezialfall einer ganzheitlichen Vermögensvorsorge: „Eine vorausschauende Planung verhindert Streit unter den Erben und sorgt dafür, dass das Vermögen entsprechend den Wünschen des Vermögensinhabers weitergegeben wird. Mit einem Auge ist natürlich immer der Fiskus zu beachten“, so Spangenberger.

Dem Ehepaar Mootz hat Spangenberger bei der Nachlassplanung geholfen. Die kinderlosen Eheleute haben sich vor acht Jahren einen Traum erfüllt und in einem kleinen Dorf in Ungarn einen 16 Hektar großen Landsitz mit repräsentativem Haus gekauft. Gemeinsam haben sie das Gut Mercurius aufgebaut. Während Anja Mootz in der homöopathischen Behandlung von Pferden eine neue Aufgabe gefunden hat, kümmert sich ihr Mann Frans um die kaufmännischen Belange des Anwesens.

Nur eine Sorge plagte die beiden: Nach ihrem Tod könnte das mühevoll aufgebaute Gehöft und das gesammelte Wissen um die homöopathische Behandlung von Pferden verloren gehen. „Unsere Angehörigen wüssten mit dem Gut nichts anzufangen und außerdem müssten sie das Erbe schon wegen der hohen Erbschaftssteuer ausschlagen“, sagt Frans Mootz.

Stiftung führt Arbeit fort

Ihr Finanzplaner nahm sich des Problems durch die Erarbeitung einer ganzheitlichen Erbschaftsplanung an. In dieser sollten alle relevanten Auswirkungen herausgearbeitet werden, die ein potentieller Erbfall auf das Vermögen hätte. Nach Hinzuziehung der Anwälte des Ehepaares stand am Ende der Vorschlag zur Gründung einer Stiftung, die das Lebenswerk der Mootz’ auch über deren Tod hinaus weiterführen soll. Keine leichte Aufgabe: „Bei der Stiftungsgründung müssen die Gesetze von zwei Ländern berücksichtigt werden“, sagt Spangenberger, der vor seiner Selbständigkeit als Unternehmens- und Finanzplaner in zwei traditionsreichen Handelshäusern die Finanzen verantwortete und zuletzt Mitglied der Geschäftsleitung war.

„Die Nähe zu meinen Kunden ist mir wichtig“, sagt Spangenberger. Er begleitet sie als Unternehmer und auch als Privatpersonen, er übersetzt Ziele in Strategien, und trägt somit zu unternehmerischer und familiärer Sicherheit bei. Wundert es da, dass ihn die Kunden häufig in wichtige Familienentscheidungen einbeziehen?


Quelle: bayern-nachrichten.de / pressbot.net

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28.04.2006 - 13:44 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 255 X