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Hofgut Albführen öffnet Pforten:Exklusives Pferde- und Reiterzentrum soll nun auch zu einem Magneten für Wanderer, Feriengäste und Manager werden


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Von Alexander Hauk

Dettighofen (aha). Bisher war das Hofgut Albführen, ein unter Insidern bundesweit bekanntes Zentrum für Pferde und ihre Reiter, nur den rund 400 Mitgliedern eines exklusiven Clubs vorbehalten. Nun öffnet die Anlage im baden-württembergischen Dettighofen auch für Nichtmitglieder ihre Pforten. Ab sofort können alle Gäste im Restaurant Gerichte aus regionalen Produkten genießen oder in einem der insgesamt zwölf, stilvoll eingerichteten, Hotelzimmer übernachten. Für Feste wie zum Beispiel Hochzeiten, Tagungen, Seminare und Konzerte steht außerdem ein Saal zur Verfügung. Mit der Öffnung will Geschäftsführer Herbert Faber vor allem Wanderer, Urlaubsgäste und Manager ansprechen.

Bisher ist das Hofgut Albführen im Süden des Schwarzwalds vor allem als Reiter- und Pferdezentrum bekannt: Die Hengststation ist Aushängeschild und Anziehungspunkt für Pferdefreunde aus ganz Europa. Eine insgesamt 200 Hektar große Anlage mit großzügigen Weiden und Stallungen sowie zwei Hallen bietet optimale Voraussetzungen für die Aufzucht, Ausbildung und Pflege von insgesamt 150 Pferden. Selbst eine moderne Pferdeklinik mit Röntgenstation gibt es. Nun soll der ehemalige Bauernweiler mit seinen aufwendig renovierten Treppengiebel-Häusern zu einem Anziehungspunkt für Feriengäste und Manager werden. „Albführen bietet Ruhe, Qualität und unaufdringliche Eleganz als Rahmen für ein gepflegtes Menu, eine Vesperplatte, für ein erholsames Wochenende oder für ein kleines Fest oder stille Einkehr“, sagt Faber.

Wanderungen, Fahrradtouren und Nordic-Walking

Die Anlage eignet sich wegen ihrer Lage inmitten einer Naturlandschaft besonders für Reiterferien und ausgiebige Wanderungen. Auch Spaziergänge sind möglich. „Für Hotelgäste bieten wir außerdem Nordic-Walking-Kurse und geführte Fahrradtouren an“, berichtet Faber. Zudem gibt es in nächster Umgebung mehrere Golfplätze. Abwechslung verschaffen Ausflüge, zum Beispiel in die nahe gelegene Schweiz: Zürich und der Rheinfall bei Schaffhausen sind in etwa einer halben Stunde genauso schnell zu erreichen wie Stein am Rhein mit seinem mittelalterlichen Stadtbild oder Rheinau mit der malerischen Klosterkirche.

Im Restaurant ist Richard Fritsch der Chef. Noch ist seine Küche ein Geheimtipp für Feinschmecker, denn bisher waren die Mahlzeiten ausschließlich den Mitgliedern des Country-Clubs vorbehalten. Ab sofort servieren Küchenmeister Fritsch und sein Team auch Nichtmitgliedern ihre Kreationen. Im Mittelpunkt stehen regionale und saisonale Zutaten, die zum großen Teil aus eigener und heimischer Produktion stammen. Zum Viehbestand des Gutshofs gehören auch Kühe, Schweine, Schafe, Hühner, Gänse und Pfauen.

Vorzeigeobjekt und Wirtschaftsfaktor

Der Bürgermeister von Dettighofen, Gerhard Riedmüller, freut sich über die Öffnung der Anlage: „Hofgut Albführen ist ein Vorzeigeobjekt für die Gemeinde, für das Dettighofen schon jetzt bekannt ist“, so der Gemeindechef. Für den Ort mit seinen etwa 1200 Einwohnern spielt die Anlage auch als Wirtschaftsfaktor eine große Rolle. Das Unternehmen beschäftigt 30 Mitarbeiter. Seit 1996 wurden mehrere Millionen Euro in die Renovierung und den Ausbau investiert.

Hofgut Albführen hat eine wechselvolle Geschichte: Bevor die Schweizer Emil-Frey-Gruppe 1994 die Anlage kaufte, waren unter anderem die Maggi GmbH und der Nestlé-Konzern Eigentümer. Die ursprüngliche Besiedlung von Albführen geht wohl auf keltische und romanische Anfänge zurück. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 1023 in einem Güterverzeichnis des Klosters Rheinau. Aus der Anonymität eines armen Bauernweilers trat das Gut, als im 16. und 17. Jahrhundert große Vorkommen von so genanntem Bohnerz im Tagbau abgebaut wurden.

Heute ist Albführen nicht mehr für sein Eisen, sondern für sein modernes Pferdezentrum, seine Spring- und Dressurpferde bekannt. „Nun soll es auch als Ferienparadies zu einem Magneten werden“, sagt Faber. Von 1996 bis 1999 wurden sämtliche Gebäude renoviert. In absehbarer Zeit sollen Wellness-Anwendungen das vielseitige Angebot ergänzen.

Quelle: bayern-nachrichten.de / pressbot.net

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13.07.2006 - 13:48 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 1454 X