Erste deutsch-luxemburgische Kläranlage kann gebaut werden
– EVS unterzeichnet Vertrag mit deutschen und Luxemburgischen Gemeinden
18.07.2005 - In Perl-Besch wird in den kommenden Wochen mit dem Bau der ersten deutsch-luxemburgischen Kläranlage begonnen.
Die dazu notwendigen Verträge wurden heute von den Vertretern der deutschen und luxemburgischen Gemeinden, von den Vertretern des EVS und von den Vertretern der zuständigen Umweltverwaltungen beider Länder in Remich unterzeichnet. Für das saarländische Umweltministerium nahm Umweltminister Stefan Mörsdorf an der Vertragsunterzeichnung für den Kläranlagen-Neubau teil.
"Das war echte Pionierarbeit, die hier geleistet wurde!" so Umweltminister Stefan Mörsdorf. "Das Saarland und Luxemburg liegen gemeinsam mit den Gemeinden im französischen Grenzgebiet im Einzugsgebiet der Mosel und sind damit auch gemeinsam für die Wasserqualität der Mosel in diesem Gebiet verantwortlich. Die Wasserqualität ist ein Faktor, der Einfluss auf den Lebensraum von Fischen und Pflanzen in den Gewässern, aber letztlich auch auf den Menschen und sein Lebensumfeld hat. Um die Umweltbelastungen für unsere Gewässer zu reduzieren, ist es notwendig die Einflüsse, die es infolge physikalischer und chemischer Belastungen gibt, so gering wie möglich zu halten. Die Kläranlage, die in Perl-Besch jetzt gebaut wird, ist hier eine wichtige Maßnahme."
Vorbereitet wurde die heutige Vertragsunterzeichnung durch eine intensive Zusammenarbeit und durch länderübergreifende Abstimmungsgespräche. Damit der Vertrag überhaupt zustande kommen konnte, war es zum Beispiel notwendig, dass sich die beteiligten luxemburgischen Gemeinden im Rahmen einer so genannten Konvention zu einem Zweckverband zusammen schließen, der es ermöglichte, Staaten übergreifend im Dreiländereck erstmals den Bau einer Kläranlage auf den Weg zu bringen.
Mörsdorf dankte auch den Vertretern des Entsorgungsverbandes Saar, der Bauherr der Kläranlage ist, für die konstruktive Zusammenarbeit bei allen Planungs- und Abstimmungsgesprächen. "Die heutige Vertragsunterzeichnung hat aber nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische Bedeutung: Denn die konstruktive Zusammenarbeit zwischen den luxemburgischen Gemeinden, der Gemeinde Perl und dem EVS setzt auch positive Impulse für erhebliche Investitionen frei, von denen auch die mittelständischen Unternehmen profitieren", so Mörsdorf.
Die Kläranlage, die der EVS in Perl-Besch baut, wird künftig die Abwässer von den vier luxemburgischen Orten Remich, Remerschen, Wellenstein und Bech-Kleinmacher und von vier Ortsteilen der Gemeinde Perl (Nennig, Perl, Sehndorf und Oberperl) gemeinsam behandeln. Danach werden die gereinigten Abwässer in die Mosel eingeleitet.
Ministerium für Umwelt des SaarlandesInternet-Link zur Druckversion: http://www.saarland.de/prd/prd_drucken.htm?mid=7839
Quelle: MINISTERIUM FÜR UMWELT DES SAARLANDES / pressrelations.de
20.07.2005 - 18:02 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 350 X

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