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"Leben findet Innenstadt"




Neues Modellvorhaben

Beckstein: "Public-Private-Partnership-Initiative zur Stärkung der Innenstädte und Ortszentren"

19.07.05 - "Die neue Public-Private-Partnership-Initiative, also die Kooperation von öffentlicher Hand und Privaten sowie die Kooperation der privaten Akteure vor Ort miteinander soll unsere Innenstädte und Ortszentren weiter stärken. Insbesondere wollen wir einem vielerorts stattfindenden schleichenden Prozess der Verödung aktiv entgegenwirken", betont Innenminister Dr. Günther Beckstein anlässlich der Pressekonferenz zur Auslobung des Modellvorhabens am 19. Juli 2005 in München. Das Modellvorhaben der Obersten Baubehörde richtet sich an bayerische Städte und Gemeinden, die gemeinsam mit Grundstücks- und Immobilieneigentümern, Gewerbetreibenden und Bewohnern die Initiative ergreifen und ein innerörtliches Gebiet in öffentlich-privater Partnerschaft aktivieren wollen. Stellvertretend für die 11 Kooperationspartner der Initiative nehmen Oberbürgermeister Hans Schaidinger für den Bayerischen Städtetag und Erich Vorwohlt für den Landesverband des Bayerischen Einzelhandels an der Pressekonferenz teil.

Bei dem neuen Modellvorhaben können sich Kommunen und Private gemeinsam bewerben, um für ein innerörtliches Gebiet eine Projektidee zur Standortverbesserung zu entwickeln. Die Oberste Baubehörde wird unter den Bewerbern 7 bis 9 Modellgebiete auswählen. Diesen stellt sie in der Umsetzungsphase Fachleute aus den Bereichen Städtebau und Einzelhandelsgeographie als professionelle Prozessbegleitung zur Seite. Darüber hinaus bietet das Modellvorhaben einen qualifizierten Erfahrungsaustausch sowie eine Projektsteuerung vor Ort. "Ein Projektmanager soll über den Projektzeitraum von zwei Jahren die zielgerichtete Zusammenarbeit organisieren, die unterschiedlichen Interessengruppen zusammen führen und konkrete Hilfestellung bei der Umsetzung geben. Für diese Schlüsselperson übernehmen wir im Rahmen der Städtebauförderung einen wesentlichen Anteil. Mindestens ein Drittel muss aber von privater Seite kommen", so Beckstein.

Hans Schaidinger, Vorsitzender des Bayerischen Städtetags stellt heraus, dass sich alle an der Initiative Beteiligten darüber einig sind, dass die so genannten Business Improvment Districts nicht der richtige Weg sind. Nach dieser aus den USA stammenden Idee sollen die Eigentümer eines zentralen Stadtquartiers zwangsweise zu einer Aktionsgemeinschaft zur Aufwertung ihres Geschäftsviertels zusammengeschlossen werden, wenn beispielsweise ein Drittel der Grundstückseigentümer dies verlangt. Die Mitglieder eines Business Improvment Districts müssen dann eine Zwangsabgabe zahlen, aus deren Ertrag die Maßnahmen zur Aufwertung des Viertels finanziert werden. "Der Bayerische Städtetag setzt auf Freiwilligkeit statt auf Zwang und auf die Attraktivität gelungener Vorbilder. Deshalb begrüßen wir die Initiative "" ", betont Schaidinger ausdrücklich auch im Namen des Bayerischen Gemeindetags.

Erich Vorwohlt, Präsident des Landesverbands des Bayerischen Einzelhandels e.V. (LBE) weist darauf hin, dass 80 Prozent der Stadtbesucher ausschließlich zum Einkaufen in die Innenstadt kommen. "Ein ausgewogener Branchenmix erhöht die Attraktivität und stärkt den Standort Innenstadt in der Verbrauchergunst. Der Einzelhandel ist nach wie vor der entscheidende Faktor für die Lebendigkeit von Innenstädten und Ortskernen. Um die Abwärtsspirale bei den Leerständen zu stoppen, betreut der Landesverband des Bayerischen Einzelhandels seit Jahrzehnten bayernweit rund 300 Werbegemeinschaften und Stadtmarketingorganisatoren", so Vorwohlt.

Das Modellvorhaben unterstützen der Bayerische Städtetag, der Bayerische Gemeindetag, der Sparkassenverband Bayern, Haus und Grund Bayern, der Landesverband des Bayerischen Einzelhandels, der Bayerische Industrie- und Handelskammertag, der Bayerische Handwerkstag, der Bund der Selbstständigen, der Handelsverband BAG Bayern e.V., der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband und die Bayerische Architektenkammer.

Näheres ist im Internet unter http://www.lebenfindetinnenstadt.de abrufbar.

 

Pressesprecher: Michael ZieglerTelefon: (089) 2192 -2114Telefax: (089) 2192 -12721E-Mail: pressestmi.bayern.de



Quelle: BAYERISCHES STAATSMINISTERIUM DES INNERN / pressrelations.de

20.07.2005 - 18:02 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 378 X

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