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Leicht, aufrollbar, unzerbrechlich: neue Displays für die mobile Kommunikation




15.07.2005 (pd) - Schriften, Grafiken und Bilder sind gestochen scharf; selbst bei spärlichster Beleuchtung oder bei hellem Tageslicht entgeht den Augen nichts. Philips hat ein papierähnliches Display entwickelt, auf dem sich praktisch alles speichern lässt, was der mobile Mensch unterwegs gerne lesen oder einsehen möchte: Bücher, Landkarten, Geschäftspapiere, ja sogar Zeitungen. Der Clou: Das Display kann auf die Größe eines Füllfederhalters zusammengerollt werden.

Bereits vor zwei Jahren stellten Philips und das amerikanische Unternehmen E Ink Corporation den voll funktionsfähigen Prototyp eines Displays auf rein organischer Grundlage vor - drei Zehntel Millimeter dünn, flexibel wie Papier, extrem leicht und praktisch unzerbrechlich. Jetzt ist die Entwicklung so weit fortgeschritten, dass erste Endprodukte entwickelt werden können. Dafür kommen neben e-books auch viele andere mobile Anwendungen in Frage. Das reicht von elektronischen Landkarten bis zu elektronischen Zeitungen. Schon in den nächsten zwei Jahren könnte die Massenproduktion des papierähnlichen Displays gestartet werden.

Das von Philips unter der Produktbezeichnung PV-QML5 vorgestellte Schwarzweiß-Display aus Kunststoff ist dünn und biegsam wie Papier und verfügt auf einer Diagonalen von fünf Zoll über 320 x 240 Bildpunkte. In ausgeschaltetem Zustand lässt es sich auf 1,5 Zentimeter zusammenrollen und passt damit problemlos in jede Jackentasche. Mit vier Graustufen und einem Kontrast von 10 zu 1 ist es praktisch unter allen Bedingungen gut lesbar – auch bei hellem Tageslicht.

Displays auf Polymerbasis sind ein neuer Meilenstein in der Entwicklung der Bildschirmtechnologie. Im Gegensatz zu klassischen Displays, die mit elektronischen Bauelementen auf Silizium-Basis ausgerüstet sind, bestehen sie fast ausschließlich aus organischen Materialien, die in zwei Schichten organisiert sind. In der einen befindet sich elektronische Tinte, bestehend aus Kunststoff-Teilchen, in der anderen sind winzig kleine Dünnfilmtransistoren (TFTs) angeordnet, die die Weiß und Schwarz-Anteile der elektronischen Tinte aktivieren. Bei negativer Ladung erscheinen die Kunststoff-Teilchen in weißer, bei positiver Ladung in schwarzer Färbung. So entstehen Bilder von hervorragender Schärfe.

Auch andere Mobilanwendungen wie Notebooks und Mobiltelefone werden von den Vorteilen dieser neuen Bildschirmtechnologie profitieren. So können die Displays, wenn sie nicht gerade benutzt werden, in kleinformatigen Gehäusen aufgerollt werden. Aufgrund des niedrigen Stromverbrauchs der elektronischen Tinte kommen die Geräte mit kleineren Akkus oder Batterien aus. Das wirkt sich positiv auf Gewicht, Handling und Kosten aus.

Zu den ersten Anwendungen für das aufrollbare Display im Füllfederhalterformat dürften elektronische Bücher, vor allem aber Fachinformationen gehören. Geschäftsleute können dann von unterwegs schnell und einfach auf die neuesten Informationen aus ihrer Branche zugreifen – ein Traum, der bald Wirklichkeit wird.

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Quelle: PHILIPS / pressrelations.de

22.07.2005 - 18:00 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 86 X

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