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Präventionsgesetz im Vermittlungsausschuss


- Deutsche Krebshilfe tritt für zügige Überarbeitung ein

Bonn (ek) Am morgigen Mittwoch, dem 15. Juni 2005, steht die Beratung über das Präventionsgesetz auf der Tagesordnung des Vermittlungsausschusses von Bundesrat und Bundestag. "Prävention darf kein politisches Schlagwort bleiben!", betonte Professor Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, heute in Bonn. "Wir fordern eine zügige Überarbeitung des Präventionsgesetzes, damit es noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden kann." Für die Deutsche Krebshilfe hat die Prävention von Krebserkrankungen höchste Bedeutung: 400.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland neu an Krebs - zwei Drittel dieser Erkrankungen wären vermeidbar.

Nachdem die Bundesregierung am 2. Februar 2005 das Präventionsgesetz beschlossen hatte, versagte der Bundesrat dem Gesetz am 27. Mai seine Zustimmung und rief den Vermittlungsausschuss an. Dieser tagt am Mittwoch in Berlin. "Wir bitten die Mitglieder des Vermittlungsausschusses, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, um das Präventionsgesetz zügig zu überarbeiten", so die Präsidentin der Deutschen Krebshilfe. "Nur so kann gewährleistet werden, dass das Gesetzesvorhaben nicht im Herbst ganz neu aufgerollt werden muss."

Ziel des Gesetzes ist es, ein Verständnis von Prävention in allen gesellschaftlichen Bereichen zu entwickeln, die Eigeninitiative der Bürger zu stärken und sie in ihrem Lebensumfeld anzusprechen. Das Präventionsgesetz sieht vor, Gesundheitsziele zu definieren, Modellprojekte anzustoßen und qualitätssichernde Maßnahmen vorzuhalten. Finanziert werden sollen diese Leistungen durch die Sozialversicherungen. "Wir bieten unsere Kompetenz im onkologischen Bereich an", so die Präsidentin der Deutschen Krebshilfe. Insbesondere auf dem Feld der Nichtraucher-Aktivitäten und des Sonnenschutzes engagiert sich die Deutsche Krebshilfe seit vielen Jahren. "Das Gesetz ist aber nur der Anfang", so Schipanski. "Durch Vernetzung und Weiterentwicklung vorhandener Angebote müssen Prävention und Krankheits-Früherkennung im Bewusstsein der Menschen verankert werden. Es ist im Sinne der Menschen und im Sinne der Kosten des Gesundheitswesens, die Prävention zu priorisieren!"



Deutsche Krebshilfe e. V. Thomas-Mann-Str. 4053111 BonnTel.: 02 28/7 29 90-0 Fax: 02 28/7 29 90-11E-Mail: deutschekrebshilfe.de www.krebshilfe.de

14.06.2005 - 15:32 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 429 X

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