Mittler zwischen Unternehmen und Arbeitnehmer
Von Jörn Kohlmorgen, 7(S)-Personal GmbH, Hamburg
Das Angebot der Personaldienstleister findet immer mehr Anklang in der
Automobilindustrie. Kein Wunder, schafft es doch für Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine klassische „Win-Win-Situation“.
Durch die technischen und marktspezifischen Neuerungen haben Unternehmen heute viele Möglichkeiten, Mitarbeiter zu rekrutieren: klassische Anzeigen, Stellenanzeigen auf der firmeneigenen Internetseite oder in gängigen Stellenbörsen, die Agentur für Arbeit, Initiativbewerbungen, interne Programme wie
„Mitarbeiter werben Mitarbeiter“ oder Personaldienstleister sind nur die wichtigsten Wege.
Arbeitnehmer, die längere Zeit als Zeitarbeiter in verschiedenen Unternehmen arbeiten, haben den Vorteil, dass sie ihre Flexibilität und Fähigkeiten unter Beweis gestellt haben. Da die Dienstleistung guter Zeitarbeitsunternehmen immer mehr Akzeptanz auf dem Arbeitsmarkt findet, kann man diesen Vorteil den Interessenten positiv vermitteln. Die Flexibilität eines potenziellen Arbeitnehmers zeigt sich schon in seiner Bereitschaft, ein grundsätzliches Gespräch mit dem Unternehmen über das Thema Zeitarbeit zu führen. Zudem sollte er bereit sein, auf Wunsch des Unternehmens ein Arbeitsverhältnis mit einem Personaldienstleister einzugehen. In den kommenden Jahren wird der Arbeitsmarkt in Deutschland noch flexibler werden.
Mehr Zeit zum „Beschnuppern“
Um eine bessere Auswahl unter den Bewerbern treffen zu können, nutzen viele Unternehmen verstärkt das Instrument des Assessment Centers. Da es zum Thema Einstellungstests bereits ein ausgezeichnetes Literaturangebot gibt und entsprechende Trainingsmöglichkeiten angeboten werden, ist es schwer, auf diesem Wege die Eignung der ausgewählten Kandidaten zu prüfen. Es hat sich als effizienter erwiesen, aussichtsreiche Bewerber ohne arbeitsrechtliche Konsequenzen über einen längeren Zeitraum am künftigen Arbeitsplatz auf Kenntnisse, Fähigkeiten, Flexibilität und ihr Engagement zu prüfen.
Die Möglichkeit, Mitarbeiter für ausgeschriebene Positionen über Zeitarbeitsunternehmen wie Stegmann Personaldienstleistung zu finden, gibt es bereits seit vielen Jahren. Diese Rekrutierung läuft über den klassischen Weg der tariflichen Arbeitnehmerüberlassung und bringt den Vorteil der verlängerten Probezeit. So können sich Unternehmen und Arbeitnehmer, bevor es zur Arbeitnehmerüberlassung kommt, besser kennen lernen. Viele Arbeitnehmerüberlassungen durch Personaldienstleister gehen heute in ein festes Anstellungsverhältnis über. Durch klare Stellenprofile sind die Dienstleister in der Lage, eine Vorauswahl von geeigneten Mitarbeitern und Bewerbern zu treffen.
Die Erfahrung der Dienstleister bei der Einstellung reduziert die Anzahl der Vorstellungsgespräche bereits im Vorfeld. Dies bringt eine große Zeitersparnis für die Personalabteilungen der Unternehmen und erhöht zudem deren Effizienz. In der Rekrutierungsphase sollten der Zeitumfang und der Einstellungstermin für die Bewerber bereits klar umrissen werden.
Enttäuschungen vermeiden
Bewerber entwickeln ein Bild von ihrem „Arbeitgeber der Zukunft“, haben aber selten die Möglichkeit, hinter die Kulissen eines Unternehmens zu schauen, bevor sie einen Arbeitsvertrag unterschreiben. Durch die Testphase hat der Bewerber die Chance, das Unternehmen besser kennen zu lernen und kann so sicherstellen, ob all seine Erwartungen erfüllt werden.
Erst wenn er sich ganz sicher ist, dass er in dem Unternehmen alles findet, was er sich von einem guten, langjährigen Arbeitsverhältnis erhofft, werden die Verträge unterschrieben. Das Risiko einer Lücke in seinem Lebenslauf, die durch die Wahl eines nur vermeintlich guten Arbeitgebers entstehen würde, wird erheblich gemindert. Da er einen Arbeitsvertrag bei einem Personaldienstleister unterschrieben hat, kann dieser ihn bei Nichtgefallen des Betriebs an einen anderen potenziellen Arbeitgeber ausleihen. So kann der Bewerber so lange die Unternehmen wechseln, bis er das Richtige gefunden hat.
Quelle: OEM & Lieferant Messeausgabe 2006
DER AUTOR
Jörn Kohlmorgen
ist Vertriebsleiter Automotive in der 7(S)-Gruppe
Quelle: Elisabeth Klock Verlag / pressbot.net
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14.09.2006 - 17:58 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 348 X
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