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Erfolgsjahr 2006 für Budapest Festivalmacher Balázs Kovalik


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Festival-Organisation an erster Stelle der Budapester Kulturszene

Eine staatliche Organisation mit dem Konzept teilprivater Sponsoringprovenienz, kurz die Budapest Festival-Organisation, rückte in den letztem Jahren augenscheinlich in den Vordergrund der Budapester Kulturszene. Der besondere touristische und kulturelle Erfolg der "Brückenstadt Budapest" ist in den letzten beiden Dekaden sicher auch durch die besondere Arbeit der Organisation begründet, besonders unter dem Aspekt der Förderung des Dialog zwischen den europäischen Kulturen und anderen Teilen der Welt. Auf der Basis eines wohl ausgedachten, klug inszenierten und daher erfolgreichen Kultur-Tourismus spielt sie eine gewichtige Rolle für den Beitrag Ungarns und der Stadt Budapest zur europäischen Öffnung und dem gegenseitigen Verständnis für andere Kulturen.

Das Budapest Frühlingsfestival gehört als das bedeutendstes Kunstfestival Ungarns auch auf internationaler Ebene zu den großen und bekannten Veranstaltungen Europas und ist in der multikulturellen Tradition der Stadt Budapest fest verwurzelt. Unter touristischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten wurde 1980 dieses Festival auf dem Prinzip des kulturellen Mäzenatentums gegründet. Budapests Geschichte, bauliche Substanz und das kulturelle Leben sind heute auf eine in einem größeren Raum gespielte Innovations- und Vermittlungsrolle zwischen Ost und West gebaut. Diese Arbeit wurde durch den KulturPreis Europa 2005 gewürdigt.

Als Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht über die Inszenierung der Da Ponte-Mozart-Opern durch Balázs Kovalik. Die drei Opern des Regisseurs in neuer Gestaltung, in 'neuem Gewand', wurden einzeln im Millenáris Teátrum vorher schon aufgeführt. Und an diesem Sonntag entfaltete sich der Mozart-Marathon in seiner Gänze.
Der organische Teil der Regie forderte auch den Zuschauer. Auf einem rechteckigen Mittel agierten mit einigen Stühlen und einer Kiste und durch nur eine einzige Tür die jeweiligen Protagonisten. Mit Alltagskleidung in jeweils einer Farbe zu jeder Oper verpackt, hatte sie Kovalik stets präsent an den Spielfeldrand oder in den Zuschauerraum plaziert. Er schuf mit den jungen Sängern und den Musikern von Péter Oberfranks Orchester eine aufregende Live-Situation, ein in Budapest bis dahin unbekanntes Oper-Regie-Theater, zum Erstaunen der Besucher der bis auf die Treppen gefüllten Halle. Die bis dato statuarische und langweilige Art, in den beiden staatlichen Opernhäusern die Werke zu inszenieren, hatte Budapest in einen minderklassigen Ruf gebracht. Die gekonnte, frische Art von Balázs Kovalik setzte dem endlich wieder etwas entgegen. Dies erkannten auch die Fachleute und zeichneten die Produktion erst jüngst mit dem Sonderpreis der ungarischen Theater Kritiker aus.

Neu hinzu ist seit 2005 das Fringe-Festival gekommen, eine geballte Ladung freier Gruppen, die sich vorstellen und um die offizielle Anerkennung bewerben. Darunter auch Télihold, die das Stück „Ich bin meine eigene Frau“ inszenierten, das auf Grund seiner emotionalen und schauspielerischen Stärke gleich mit der Europa-Medaille, dem Toleranzpreis, ausgezeichnet wurde, ein Erfolg, den sich der des Purlitzer-Preisträgers und US-Schriftstellers Doug Wright nicht hatte träumen lassen. (P.S.:Er kam eigens nach Zürich, um die Ehrung entgegen zu nehmen, wozu der Schweizer Ratspräsident Dr. Claude Janiak sich die Hommage einfallen ließ. Auf Grund dieses Erfolgs wird ab 2007 das Monodrama um den Direktor des Gründerzeitmuseums Berlin und deutschen Transvestiten der ersten Stunde Charlotte von Mahlsdorf auf deutschen Bühnen zu sehen sein.)

Das Budapest Herbstfestival, heuer zum 15. Mal stattfindend, hat sich zum Ziel gesetzt, mit zeitgenössischer Kultur Budapest endgültig zur Festival-Stadt zu deklarieren, diesen Standard in Europa und international zu transportieren und Budapest wieder in den Rang bedeutender internationaler Kulturmetropolen zu bringen. Ein ambitioniertes Unterfangen von Szófia Zimányi, der Direktorin der Budapest Festival-Organisation, wo hinzu sie klugerweise wieder Balázs Kovalik
als Herbstfestival-Direktor und Regisseur geholt hat.

Drei Highlights zum Herbstfestival in Budapest vom 6. bis 20. Oktober.
Das Deutsche Theater Berlin engagierte Kovalik Mit Goethes Faust, 1. Teil, unter der Regie von Michael Thalheimer.
Warum und was und woran glauben wir? Was wollen wir mitnehmen und was hinter uns lassen?“, hinterfragen Les Ballets C. de la B.. Die Künstler des belgischen Tanz-Ensembles und die Capilla Flamenca Instrumentalgruppe suchen die Antwort in 18 Bildern mit einem einzigen Inhalt „Bewegung“ des Choreographen Sidi Larbi Cherkaoui.
Das Autoren-/Regiekollektiv Rimini Protokoll (Helgard Haug, Stefan Kaegi, Daniel Wetzel) gehen andere Wege. Wie findet sich das geeignete Herz? Was haben Herztransplantationen und Speedflirting gemeinsam? Unter Namen wie "sweetheart19" haben schon über 50 Prozent aller Schweizer Singles in Internetbörsen nach einem Partner gesucht. Die Darsteller des dokumentarischen Theaters von Rimini Protokoll schlüpfen nicht in fremde Rollen, sondern sie rekonstruieren und dramatisieren ihre eigenen Lebensgeschichten. "Blaiberg und sweetheart19" nimmt die Fährte von einsamen und ausgetauschten Herzen auf, und begleitet sie - zwischen Klinik und Dating Pool - in ihr zweites Leben.

Erfolgsjahr für den Budapest Newcomer Kovalik
Balázs Kovalik war nach Abschluss seines Studiums 1991 in München Assistent des Direktors der Staatsoper Budapest, arbeitete an der Everding Bayerischen Theaterakademie//Hochschule für Musik. Nach seinem Diplom 1997 lehrte er an der Franz Liszt Musik-Universität in Budapest und ist regelmäßiger Regiegast an der Ungarischen Staatoper, Operhaus Kairo, Oper Bergen und verschiedenen ungarischen Häusern und Festivals. 2006 war sein Erfolgsjahr, und man wünscht ihm eine eigene Operntruppe in einem eigenen Haus. In Budapest gilt Balázs Kovalik als reiche und echte Alternative zum mittlerweile desolaten Staatsopernbetrieb.

http://bof.hu/2006
http://festivalcity.hu/deutsch
http://www.budapestinfo.hu
(Ihr Besuch in Budapest).


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Foto: Kurt Van der Elst



Quelle: PPS-Promotion-Presse-Service / pressbot.net

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25.09.2006 - 14:21 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 517 X