Hand anlegen, an den Baukörper französischer Geschichte
Denkmalpflege
Frankreich strahlt als frisch erneuertes Gastland auf der diesjährigen „europäischen Messe für Restaurierung, Denkmalpflege und Stadterneuerung“, der DENKMAL 2006
Sie entfernen den Staub von Frankreichs steinerner Historie, geben der Vergangenheit ihr Gesicht zurück und bringen zum Leuchten, was einst im Dunklen lag – vom 25. bis 28. Oktober 2006 stehen sie europaweit im Mittelpunkt: Frankreichs Restauratoren und Denkmalpfleger auf der Leipziger Fachmesse DENKMAL. Hoch spezialisierte Handwerker, Architekten und Bausanierer legen vor den Augen ihrer Besucher den Blick frei auf das Innen wie Außen von Frankreichs Burgen und Schlössern, Klöstern und Kirchen. Das Spektrum ihres Restaurierens und Konservierens reicht von Rohbauten über den Ausbau von Gebäuden bis zu den angewandten Künsten. Zusammengeführt haben Frankreichs Denkmal-Pioniere für die Leipziger Schau Ubifrance, die Agentur zur internationalen Förderung französischer Unternehmen und die Wirtschafts- und Handelsdelegation der Französischen Botschaft in Düsseldorf.
Die Spezialisierungen der ausstellenden Restauratoren erstrecken sich über zahlreiche Gewerke, wie Zimmerer und Steinmetze, Mauerer und Gießer, Kunsttischler und Lackierer, Vergolder und Bildhauer sowie Tapezierer und Maler der unterschiedlichen Disziplinen.
Der französische Nationalverband der Handwerker in der Denkmalpflege (Union Nationale de l’Artisanat des Métiers de l’Ameublement, UNAMA) organisiert seine Mitgliedsunternehmen in zwei Gruppen zu den Themen „Jahrhunderte im Spiegel der Denkmalpflege“ und „Restaurierung im 20. Jahrhundert“. Unter der Führung vom Verband zur Förderung des Handwerks im französischen Zentralmassiv (Association pour la Promotion de l’Artisanat du Massif Central, APAMAC) zeigen ein Dutzend Handwerkern aus der Region ihre Techniken und Methoden.
Das Universitätsinstitut für die Gewerke zur Pflege des kulturellen Erbes (l’Institut Universitaire des Métiers et du Patrimoine de Troyes, IUMP), widmet sich unter anderem der handwerklichen Nachwuchsförderung von traditionsreichen aber immer seltener gewählten Restaurationsberufe. Dass deren Wissen und Können auch künftig unverändert zeitgemäß ist, beweist das Institut auch in Leipzig.
Zwei Kolloquien und technische Konferenzen des französischen Ministeriums für Kultur und Kommunikation diskutieren zwei Themen: „Historische Gebäude im modernen Frankreich“ und „Europa und die Normen: kulturelles Erbe und die Qualität der Umwelt“. Zu den Gesprächspartnern gehören unter anderem zwei Chefarchitekten für historischen Denkmalschutz.
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26.09.2006 - 14:24 Quelle: pressbot.net | Gelesen: 651 X
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