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DIHK bestaetigt Wachstumsprognose der Bundesregierung

DIHK Wachstumsprognose Bundesregierung




14. Juni 2005 - Zur heute vorgelegten Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) erklaert der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Ludwig Stiegler:

Die heutige Wachstumsprognose des Deutschen Industrie- und Handelskammertages von gut einem Prozent in diesem Jahr bestaetigt erfreulicherweise voll und ganz die Prognose der Bundesregierung. Entsprechendes gilt fuer die Analyse: Die noch durchhaengende Binnennachfrage sowie die hohen Oel- und Rohstoffpreise verhindern derzeit ein hoeheres Wachstumstempo.

Genau hier setzen Bundesregierung und SPD-Bundestagsfraktion an: Ganz wesentlich zur weiten Staerkung der Binnenkonjunktur sind jetzt mehr private und oeffentliche Investitionen sowie eine nachhaltige Konsumstaerkung - und dies auch durch hoehere Tarifabschluesse. Hier erhalten wir erfreulicherweise deutliche Schuetzenhilfe durch den Wirtschaftsweisen Prof. Peter Bofinger, der sich heute nachdruecklich fuer ein hoeheres Lohnniveau als Impuls fuer mehr Binnendynamik ausspricht.

Das Aufgejaule der Arbeitgeberverbaende und des CDU-Wirtschaftsrates ist dabei voellig unberechtigt: Prof. Bofinger stellt fest, dass die Lohnentwicklung in den letzten Jahren deutlich hinter den Produktivitaetszuwaechsen zurueckgeblieben ist und sich dadurch die Wettbewerbsfaehigkeit der deutschen Unternehmen entschieden verbessert hat. Gleichzeitig sind durch guenstige angebotspolitische Rahmenbedingungen und Steuersenkungen fuer unsere Unternehmen die Unternehmens- und Vermoegenseinkommen 2004 um ganze 10,7 Prozent gewachsen, die Realloehne dagegen gefallen. Es gibt also durchaus gesamtwirtschaftlichen Verteilungsspielraum, den Herr Hundt aber offenbar in seiner einseitigen, interessensgeleiteten Sicht nicht sehen will. Dies ist zudem unverstaendlich, da die Unternehmen selbst, besonders auch im mittelstaendischen Bereich, von mehr kaufkraeftiger Nachfrage direkt profitieren wuerden

Die vom Bundeskanzler Gerhard Schroeder angekuendigte deutsche Initiative, beim naechsten G8-Gipfel das Thema "Transparenz und Spekulation auf den Oelmaerkten" eingehend zu eroertern, ist auch mit Blick auf die hohen Oelpreise ausdruecklich zu begruessen.

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