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Lärmschutz an der Bahn in Grafing wird verbessert




Interessierte Bürger informieren sich über Planungsstand

München, 27. Juli 2005 - Am 20.07.2005 stellte die DB ProjektBau GmbH interessierten Bürgerinnen und Bürgern das Ergebnis der schalltechnischen Untersuchung bezogen auf Ortsdurchfahrten der Strecke München-Rosenheim im Bereich Grafing vor.

Im Rahmen des Lärmsanierungsprogrammes an Schienenwegen des Bundes sollen in naher Zukunft auch in Grafing entsprechende sogenannte passive Schallschutz-maßnahmen durchgeführt werden.Dabei erhalten betroffene Wohnungen, die die vorgebenen Immissionsgrenzwerte überschreiten und deren vorhandene Bauteile nicht den schalltechnischen Anforderungen genügen, schalldichte Fenster und Lüfter. In Einzelfällen kann auch eine Dämmung der Außenfassaden und Dächer vorgenommen werden.

Der Ort Grafing ist mit drei Ortsdurchfahrten im Lärmsanierungsprogramm vertreten:

Grafing-Bahnhof: 96 untersuchte Gebäude, hiervon 39 Gebäude mit Grenzwertüberschreitungen

Grafing-Schammach: 51 untersuchte Gebäude, hiervon 43 Gebäude mit Grenzwertüberschreitungen

Grafing-Oberelkofen: 46 untersuchte Gebäude, hiervon 26 Gebäude mit Grenzwertüberschreitungen.

Das von der Bahn mit der Ausführung der Maßnahmen beauftragte Ingenieurbüro AIT hat auf Basis eines schalltechnischen Gutachtens die in Frage kommenden Wohnungen ermittelt.

Da der Fertigstellungstermin einer Vielzahl von Wohngebäuden in den untersuchten Bereichen nach dem 01.04.1974 liegt, können diese im Lärmsanierungsprogramm nicht berücksichtigt werden.

Somit ist die untersuchte Variante aktiver Lärmschutz in Verbindung mit passiven Maßnahmen für die Ortsdurchfahrten Grafing-Schammach und Grafing-Oberelkofen von den Kosten-Nutzen-Betrachtungen heraus nicht sinnvoll, obwohl ein guter Lärmminderungseffekt erzielt worden wäre.

In Grafing-Bahnhof wäre eine Lärmschutzwand weniger effektiv und zusätzlich technisch nur schwer zu realisieren.

Die Umsetzung der passiven Lärmsanierungsmaßnahmen erfolgt nach Freigabe der finanziellen Mittel durch das Eisenbahnbundesamt voraussichtlich 2006.

 

Das Programm

Seit 1999 stellt die Bundesregierung für die Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes jährlich Mittel in Höhe von 51 Millionen Euro zur Verfügung. Damit wurde erstmals die finanzielle Möglichkeit geschaffen, Schallschutzmaßnahmen auch entlang vorhandener Schienenwege umzusetzen. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um eine Kombination von aktiven und passiven Schallschutzmaßnahmen. Unter den aktiven Maßnahmen sind an vorderster Stelle die Schallschutzwände entlang der Strecke zu nennen. Passive Maßnahmen sind schalltechnische Verbesserungen an Gebäuden, wie beispielsweise der Einbau von Schallschutzfenstern in Verbindung mit schallgedämpften Lüftern oder die Dämmung von Außenwänden und Dächern.

Bei diesem Programm handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Bundes, auf die kein Rechtsanspruch besteht. Bundesweit sind aktuell in über 600 Ortslagen Lärmsanierungsmaßnahmen in Planung bzw. in Bau. Seit August 2002 liegt die zweite Fortschreibung mit jetzt insgesamt mehr als 900 Ortsdurchfahrten vor. Mit der Realisierung ist bundesweit die DB ProjektBau GmbH beauftragt.

Herausgeber: Deutsche Bahn AGKommunikation, Potsdamer Platz 2, 10785 BerlinVerantwortlich für den Inhalt: Werner W. Klingberg



Quelle: DEUTSCHE BAHN / pressrelations.de

27.07.2005 - 18:01 Quelle: pressrelations.de | Gelesen: 1095 X

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